Fanol Perdedaj

Quelle Foto: Von Claus Kuhn/www.saarnews.com zur Verfügung gestellt


Fanol wurde im Sommer 1991 in Dakovica im heutigen Kosovo geboren. Der Krieg auf dem Balkan führte dazu das seine Familie bereits 1994 nach Deutschland flüchtete. Dort wuchs er schließlich in Sicherheit in Berlin auf. Früh startete auch seine Fußballerkarriere. Los ging es beim Berliner Stadtteil TSV Lichtenberg-Berlin ehe es zum 1.FC Wilmersdorf weiterging. Im Sommer 2002 schaffte er den Sprung in die Jugendabteilung von Hertha BSC Berlin und verbrachte seine restliche Jugendzeit bei den Herthanern. Zunächst spielte er zwei Jahre in der D-Jugend für Hertha, ab Sommer 2004 dann in der U14 und U15 des Clubs. 2004/05 wurde er mit der U14 unangefochtener Meister und ein später gelang mit der U15 die Meisterschaft in der Verbandsliga Berlin. Man holte 25 Siege und 1 Unentschieden in 26 Spielen. Perdedaj war Stammspieler im Zentrum.


Mit der U16 des Berliner erreichte er 2006/07 den Zweiten Platz in der Verbandsliga, am Ende lag man hauchdünn hinten der starken Jugendabteilung vom FC Hertha 03. In der Saison 2007/08 spielte er mit der U17 in der Bundesliga Nord/Nordost, erstmals gibt es dort nachvollziehbare Zahlen. Perdedaj war lange Zeit Stammspieler und bestritt 19 Begegnungen (18x von Beginn an). Am Saisonende fehlte er verletzungsbedingt. Seine Mannschaft erreichte die Meisterschaft in der Nordstaffel. Im Halbfinale scheiterte man ohne Perdedaj. In der regulären Saison erzielte er zwei Saisontreffer. Dazu kam er über die Saison verteilt zu fünf Einsätzen in der U19 (4x Startelf). Er bestritt dabei vier Spiele über 90 Minuten. Die Art der Verletzung ist nicht bekannt, sie beschäftigte Perdedaj allerdings noch bis in den März 2009 hinein. Erst dann gab er sein Comeback und spielte für die U19 in Hannover. Bis zum Saisonende kam er auf weitere fünf Einsätze für die U19. Die Hertha erreichte Platz 4 in der Bundesliga. Auch im zweiten Jahr in der U19 kam zu nur zu wenigen Einsätzen in der U19-Bundesliga. Über die Saison gesehen bestritt er sieben Spiele (alle von Beginn an) und das Pokalfinale gegen Hoffenheim über 90 Minuten. Grund war diesmal aber keine Verletzung, sondern eine Beförderung. Er erhielt einen Profivertrag, trainierte regelmäßig "oben" mit und war dazu Spieler in der U23. Im ersten Halbjahr war er Stammspieler, im zweiten Halbjahr wechselte er etwas zwischen Startelf und Bank. Er bestritt insgesamt 19 Begegnungen (2 Einwechslungen) in der Regionalliga und schoss am 2.September 2009 sein erstes Aktiventor. Sein Aktivendebüt gab er am 7.August 2009 beim SV Babelsberg (0:0). Verletzungssorgen im Herbst brachten ihn in Reichweise zur Profimannschaft, in vier Bundesligaspielen saß Perdeaj auf der Ersatzbank, zu einem Einsatz reichte es jedoch nicht. Dies gilt auch für die Europa-Leaque wo er in drei Spielen auf der Bank saß. Nach dem Ende seiner Jugendzeit rückte er beim Bundesligaabsteiger in eine größere Rolle auf. Eine gute Vorbereitung sorgte für den verdienten Lohn. Am 1.Spieltag gegen Oberhausen stand Perdedaj über 90 Minuten auf dem Feld und feierte sein Zweitligadebüt. Auch eine Woche später in Düsseldorf spielte er durch. Anschließend verlor er seinen Platz jedoch an die etablierte Konkurrenz und war in der Folge die Nummer 4 im zentralen Mittelfeld. Es folgten so bis Saisonende nur noch drei Einsätze von Beginn an, insgesamt wurde in 16 Begegnungen eingesetzt. Auch im DFB-Pokal feierte er sein Debüt gegen Pfullendorf. Über die Saison bestritt er noch vier Spiele in der U23 zwecks Spielpraxis.


Im November 2010 verlängerte die Hertha seinen Vertrag vorzeitig bis 2015. Durch den direkten Wiederaufstieg verlor Perdedaj in der ersten Mannschaft wieder an Boden. Im ersten Halbjahr spielte er überhaupt keine Rolle und saß nicht einmal auf der Bank. Er war dafür wieder Stammspieler in der U23 und bestritt insgesamt 18 Begegnungen in der Regionalliga. In der Bundesligamannschaft spielte er plötzlich doch eine Rolle. Nach einem Trainerwechsel gab er am 3.März 2012 sein Bundesligadebüt. Gegen Werder Bremen spielte er dabei gleich über 90 Minuten. Bis zum Saisonende hielt er sich fest im Kader und bestritt acht Spiele (6x Startelf). Mit der Hertha landete er auf dem Relegationsplatz und stieg gegen Düsseldorf ab. Perdedaj spielte im Hinspiel die ersten 70 Minuten. Nach dem erneuten Abstieg in die 2.Bundesliga gab es wieder einen neuen Trainer und während der Vorbereitung wurde Perdedaj aussortiert. Es folgte eine Leihe zum dänischen Zweitligisten Lyngby BK. Zuvor hatte er noch zwei Spieler in der U23 bestritten. In Dänemark bestritt er bis Saisonende 22 Ligaspiele (17x Startelf) und zwei Pokalspiele. Im Anschluss an seine Leihe kehrte er nach Berlin zurück, bei der Hertha kam er fortan aber nur noch in der U23 zum Einsatz. Er bestritt bis zum Winter acht Einsätze. Im Winter trennten sich beide Parteien und er übernahm bei Energie Cottbus einen neuen Anlauf in der 2.Bundesliga.


Bei Energie gehörte er fest zum Team der zweiten Bundesliga und bestritt in der Rückrunde 13 Spiele (7 Einwechslungen). Den Abstieg in die 3.Liga konnte er allerdings nicht verhindern. In der Drittligamannschaft war er eine feste Kraft und absolvierte 35 Einsätze. Dabei begann er 34 Spiele von Beginn an und bestritt fast alle über 90 Minuten. Erstmalig in seiner Karriere wurde er dabei nicht nur im zentralen Mittelfeld, sondern auch als rechter Verteidiger eingesetzt. Cottbus erreichte Platz 7 in der Liga. Der auslaufende Vertrag wurde von seiner Seite aus nicht verlängert und Perdedaj wechselte im Sommer 2015 schließlich in die 2.Bundesliga zum FSV Frankfurt. Bei den Frankfurtern setzte er sich auch in der 2.Liga durch und war Stammspieler. Gast immer im zentralen Mittelfeld eingesetzt bestritt er 30 Einsätze (alle Startelf). Den Abstieg der Bornheimer verhinderte dies nicht und einen gültigen Vertrag für die 3.Liga besaß er nicht. So zog er weiter zum TSV 1860 München. In der Hinrunde war er quasi Stammspieler als rechter Verteidiger, ein Trainerwechsel sorgte jedoch für einen abrupten Abbruch. Im zweiten Halbjahr stand er nur zwei Mal im Kader und kam überhaupt nicht zum Einsatz. Somit blieb es in dieser Saison bei 14 Einsätzen (13x Startelf). Nach dem Abstieg der Löwen hatte er wieder keinen gültigen Vertrag und verzockte sich nun. Er wartete vergeblich auch ein gutes Angebot und war so nach dem Sommer vereinslos. Von September bis November nahm er als Gastspieler am Trainingsbetrieb von 1860 teil, erteilte einer Rückkehr zu den Löwen aber weiter eine Absage und hoffte auf einen Wechsel in eine höherklassige Liga oder ins Ausland. Beide Hoffnungen erfüllten sich nicht wodurch er seit einem halben Jahr ohne Verein ist und nun doch bereit ist den Schritt in die Regionalliga zu gehen.


Parallel zu seiner Vereinskarriere war er auch in der Nationalmannschaft aktiv. 2009 erhielt er die deutsche Staatsbürgerschaft und spielte in der deutschen U19-Nationalmannschaft. Für die U19 bestritt er zehn Einsätze wobei er im Oktober 2009 sein Debüt gegen Luxemburg gab. In der U20-Nationalmannschaft kamen fünf weitere Einsätze dazu und in der U21-Mannschaft waren es schließlich noch zwei Einsätze. Im Aktivenbereich entschied er sich dann für sein Heimatland Kosovo. Am 3.Juni 2016 feierte er gegen die Faroer Inseln sein Länderspieldebüt, es folgten fünf Spiele in der WM-Qualifikation. Im letzten halben Jahr ohne Verein wurde er nicht mehr berufen. Mit seinen 26 Jahren bringt Perdedaj ordentlich Erfahrung mit zum FCS. Er bestritt in seiner bisherigen Karriere acht Spiele in der Bundesliga und kam 73x in der 2.Bundesliga zum Einsatz. Dazu kommen im Aktivenbereich noch 35 Einsätze in der 3.Liga, 51 Spiele in der viertklassigen Regionalliga und 22 Spiele in der zweiten dänischen Liga. Positionsmäßig ist Perdedaj als zentral defensiver Mittelfeldspieler ausgebildet wurden. Dort hat er auch den größten Teil seiner Aktiven Karriere gespielt. Mit 1,72 Metern ist er dabei nicht der größte Akteur, aber giftig in den Zweikämpfen. In der Folge sammelte er bei all seinen Stationen viele gelben Karten. Er ist entsprechend eher der defensivere Sechser. Dazu stellt er eine Alternative für die rechte Abwehrseite dar. Gerade bei seiner letzten Station in München hat er dieser Position bei all seinen Einsätzen gespielt.


Fanol brauchte ein bisschen zur Eingewöhnung machte sich dann aber auch unverzichtbar für die erste Elf. Er ist hier und da ein Heissporn was auch schon die ein oder andere rote Karte mit sich brachte. Ansonsten ist er eine Arbeitsbiene mit ordentlich Spirit und auch ein wichtiger Bestandteil des 3 Liga Kaders.


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Fanol Peredaj @Instagram

Bild-Saarland Was schreist du denn so du Ochse

  • Wann ist der denn wieder Fit?

  • Ein Hallo zu den Fans die beim Training dabei sind tut nicht weh :(


    Mit seiner Erfahrung kann er ein ganz wichtiger Spieler in dieser Liga für uns sein - wenn er denn spielt ;)

  • Bombe in der 3 Liga wenn er Lust und sich im Griff hatte. Er kann eine richtige Maschine sein, ist er aber nicht immer, bin gespannt auf seine Leistungen in Liga 3.