Marius Köhl

Quelle Foto: Von Claus Kuhn/www.saarnews.com zur Verfügung gestellt


Die ersten bekannten Daten gibt es aus der Saison 2014/15 und damit ab Beginn seiner Zeit in der C-Jugend. Hier spielte er als jüngerer Jahrgang in der U14 der SV Elversberg in der Verbandsliga Saar. Ob er bereits in den Jahren vorher bei der SVE spielte ist nicht bekannt, ebenso wenig wo & wann er mit dem Fußball begonnen hat. 2015/16 war er dann Teil des U15-Kaders in Elversberg. Mit einer Ausnahme kam er in allen Ligaspielen zum Einsatz, er absolvierte jedoch nur zwei Spiele über die volle Distanz und kam häufig von der Bank. Ihm gelangen vier Saisontore und landete mit Elversberg im Mittelfeld. Seine B-Jugendzeit verbrachte er dann nicht mehr in Elversberg, sondern bei der JFG Saarlouis/Dillingen. Er spielte in beiden Jahren in der Verbandsliga Saar. Im ersten Jahr kam er als jüngerer Jahrgang häufig von der Bank, im zweiten Jahr war er sowohl in der Qualifikation zur Verbandsliga als auch in der Verbandsliga selbst dann Stammspieler. Alleine in der Verbandsliga absolvierte er so 13 von 14 Spielen und erzielte 21 Saisontore. Er steuerte damit einen erheblichen Anteil zur Meisterschaft (ein Punkt vor der U16 des FCS) bei und konnte in dieser Zeit nachhaltig auf sich aufmerksam machen.


In der Folge kam im Sommer 2018 das Angebot des FCS und Köhl wechselte in die U19. Dort etablierte er sich trotz jüngerem Jahrgang sofort und zum größten Teil der Saison (wie auch Mehmet Bagci) ein Stammspieler. Mit einer Ausnahme hat er beim Tabellenzweiten jede Begegnung (also 25) absolviert und wurde in nur drei Spielen eingewechselt. Ihm gelangen elf Saisontore. Er war damit zweitbester Torschütze der U19. In diesem Jahr gehört er zu den Schlüsselspielern der sehr erfolgreichen U19. Sie überwintert als Tabellenführer der Regionalliga. Er hat nur ein Spiel (aufgrund einer Rot-Sperre) verpasst und hat ansonsten immer von Beginn an gespielt. Ihm gelangen in 13 Spielen 17 Tore und damit liegt er nicht nur intern auf dem Spitzenplatz sondern auch in der kompletten Liga. Nur in vier Spielen hat er nicht getroffen. Im Sommer endet seine Zeit als Jugendspieler. Bereits in den letzten Wochen und teilweise auch schon in der vergangenen Saison war er regelmäßig in den Trainingsbetrieb der Profimannschaft integriert und hat in der Wintervorbereitung auch den größten Teil mit der 1.Mannschaft absolviert, kam in bisherigen Testspielen des Winters zum Einsatz und reiste am Sonntag auch mit ins Trainingslager nach Belek.


In Marius Köhl bindet der FCS mal wieder einen Jugendspieler. Der letzte Spieler dieser Art war Torhüter Timo Wagner im Sommer und sein Vertrag wurde vor wenigen Tagen aufgelöst. Die letzten Feldspieler mit einem Profivertrag waren Lukas Quirin und Kilian Straroscik im Sommer 2017. Den richtigen Durchbruch hat jedoch keiner der beiden Spieler geschafft und mit Blick auf die letzten Jahre haben sich alle Kandidaten extrem schwer getan die Umstellung von Jugendfußball hin zu einem Spitzenteam der Regionalliga zu vollziehen. Lukas Quirin hat es bis zu seinem Wechsel zum FSV Mainz 05 II meistens nur in Saisonphasen um die goldene Ananas geschafft. Kilian Straroscik spielte - auch verletzungsbedingt - überhaupt keine Rolle. Sebastian Brenner, Jens Meyer oder Johannes Roßfeld waren ebenfalls hoffnungsvolle Talente, den tatsächlichen Sprung nach oben schafften sie jedoch nicht und spielen nun in Amateurligen. Man muss schon bis 2015 zurückgehen. Dort findet man dann Ivan Sachanenko und Jordan Steiner die eine aktive Rolle im Kader übernommen haben. Der Weg dorthin ist schwer und der Sprung aus der U19-Regionalliga hin zu einem Spitzenteam der Aktiven-Regionalliga ist extrem groß und eine mega Herausforderung für jeden Jugendspieler der die Chance bekommt. Bei Marius wird man darauf hoffen, dass er mal wieder ein Spieler ist der wirklich den Anschluss an die Profimannschaft herstellen kann und nicht nur ein Kadermitglied ist weil er aus der FCS-Jugend stammt. Dafür bekommt er vom Vertrag her die Möglichkeit in zweieinhalb Jahren diesen großen Schritt zu gehen, denn sein Vertrag läuft bis zum Sommer 2022.


Nach Manuel Zeitz, Markus Mendler, Mario Müller und Rasim Bulic ist er der fünfte Spieler mit einem gültigen Vertrag bis zu diesem Zeitraum. Im ersten halben Jahr hat Köhl noch den großen Vorteil wie bisher in der U19 zu Spielpraxis kommen zu können. Denn bei allem Talent wäre es eine Überraschung sollte er sich bei der vorhandenen Situation der ersten Mannschaft auf Anhieb so in die Truppe spielen, dass er große Spielanteile bekommen würde. Dafür ist die Konkurrenz auch enorm. Er kann in der U19 weiter reifen, kann die Mannschaft hoffentlich zur Meisterschaft führen und zugleich kann man die seine Integration mit der ersten Mannschaft weiter intensivieren und ihn noch öfter mit der ersten Mannschaft trainieren lassen. Wenn er schon in diesem halben Jahr eine Option für den Spieltagskader wird umso besser. Dazu konnte der FCS einen der vielversprechensten Talente frühzeitig an den Verein binden. Im Normalfall wird man dann ab Sommer wieder vor der Frage stehen wie man dem Spieler Spielpraxis verschaffen kann. Die zweite Mannschaft wird dann noch keine ernsthafte Option sein und die Vergangenheit zeigt das ausschließlich der Trainingsbetrieb nicht für die nötige Weiterentwicklung von jungen Spielern sorgt. Von der Position her ist Köhl in der Offensive zu sehen. Laut FCS fühlt er sich in der Sturmspitze am wohlsten und dort hat Köhl auch in dieser Saison hauptsächlich in der U19 gespielt. Teilweise auch in einer Art hängenden Spitze. Dazu kann er auch auf den beiden offensiven Außenbahnen eingesetzt werden und hat dies zuletzt im Testspiel gegen Darmstadt auch getan. Da kam er auf dem rechten Flügel zum Einsatz.


Links:

Magazin Forum - Und plötzlich ist er Profi

  • Bin gespannt, ob und wann er eine Chance bekommt. Villeicht durchbricht er ja die "Tradition".

  • Wird nach Ablauf seines Vetrages beim FC irgendwo in der Saarlandliga/Oberliga kicken.

    So war es fast immer bei unseren Jugendspielern.

    Natürlich kann es hier mal anderes laufen aber das mega Talent ist Marius auch nicht.

  • Ebenfalls ein sehr junger Mann. Hat mich ebenfalls noch nie vom Hocker gerissen, aber ich habe noch Hoffnung das er es mal dazu kommt.