Steven Zellner

Quelle Foto: Von Claus Kuhn/www.saarnews.com zur Verfügung gestellt


Zellner ist gebürtiger Saarländer und wurde in Wadern geboren. Trotzdem schnürte er bis dato noch nie die Schuhe für den FCS. Seine Karriere begann beim VfL Primstal, ehe er sich 2006 dem 1.FC Kaiserslautern anschloss. Ab der U16 spielte er beim FCK und durchlief dort die restliche Jugend. In der Saison 2006/07 spielte er für die U16, in der Saison 2007/08 schließlich für die U17. Zellner ging als Stammspieler in die Saison und absolvierte die ersten drei Spiele. Im Spiel gegen Rosenhöhe verletzte sich Zellner jedoch schwer und fehlte quasi die komplette Saison. Erst nach Ende der regulären Saison kehrte er zurück und stand in den beiden Halbfinalspielen um die deutsche Meisterschaft gegen Borussia Dortmund über die volle Distanz auf dem Feld. Mit seiner Mannschaft scheiterte er jedoch am BVB.


Im Sommer 2008 rückte er zur U19 auf. Dort war er bereits als jüngerer Jahrgang Stammspieler. Zellner absolvierte 20 von 26 Spielen, stand in all diesen Begegnungen in der ersten Elf und erzielte drei Tore. Nach dieser Saison erhielt er einen Vertrag für die zweite Mannschaft und übersprang das letzte Jugendjahr. In der viertklassigen Regionalliga West war Zellner im ersten Halbjahr Stammspieler und absolvierte als 17-Jähriger die ersten 18 Saisonspiele als Stammspieler. Er spielte fast immer über 80 Minuten und sammelte viel Spielpraxis. Sein Aktivendebüt gab er am 8.August 2009 an der Hafenstraße in Essen (0:2-Niederlage, 79-Minuten Einsatz).


Sein erstes Tor im Aktivenbereich erzielte er einen guten Monat später bei einem 2:0-Auswärtssieg bei Waldhof Mannheim. Insgesamt gelangen ihm drei Saisontoren. Am 23.September 2009 spielte er 80 Minuten für den FCK im Ludwigspark gegen den FCS. Sechs Tage später unterschrieb Zellner einen Profivertrag für die erste Mannschaft. In der Wintervorbereitung stoppte ihn eine weitere Verletzung und er kam in der Rückrunde lediglich auf zwei Kurzeinsätze. Insgesamt absolvierte er 20 Spiele und erreichte mit seinem Team Platz 8 in der Tabelle. In der folgenden Saison lief es was Verletzungen betrifft besser. Nach Anlaufschwierigkeiten und einigen Kurzeinsätzen konnte er sich wieder einen Stammplatz erobern. Insgesamt kam er 2010/11 so auf 29 Einsätze, darunter 19 Startelfeinsätze. Ein Tor gelang ihm jedoch nicht. 2011/12 durfte er schließlich in 23 Spielen ran und war im Grunde Stammspieler. 22 dieser Spieler bestritt er über die komplette Distanz. Ihm gelangen fünf Saisontore. Dazu war er zeitweise im Dunstkreis der ersten Mannschaft und wurde sechsmal für den Bundesligakader nominiert.


Am 11.Februar 2012 absolvierte er seinen bis dato einzigen Bundesligakurzeinsatz. Beim Auswärtsspiel beim FC Bayern München (0:2) wurde Zellner in der 82.Minute eingewechselt. Von der Jugend bis März 2012 war Zellner zudem in unterschiedlichen U-Nationalmannschaften aktiv. Für die U17, U18 und U20 absolvierte er insgesamt 16 Spiele für Deutschland. Nach dem Abstieg des FCK in die 2.Liga konnte er sich Chancen für die erste Mannschaft erarbeiten. Er begann die Saison als Stammspieler der zweiten Mannschaft und wurde im Oktober Stammspieler der Profis. Sein Debüt beim FC Ingolstadt am 7.Oktober 2012 ging gleich über die volle Distanz. Insgesamt kam er bis Saisonende auf elf Zweitligaeinsätze (9x Startelf) und war im Pokal über 90 Minuten beim FC Bayern aktiv. Ein Syndesmosebandriss im Winter stoppte seinen Aufwärtstrend fatal. Nach seiner Genesung Ende April kam er noch zu einigen Einsätzen in der U23. Für diese U23 bestritt er insgesamt 14 Einsätze (14x Startelf. Er erreichte mit der 1.Mannschaft den dritten Platz, scheiterte doch jedoch an der TSG Hoffenheim. Im Rückspiel stand er dabei über 90 Minuten auf dem Platz.


Es folgte eine absolute Horrorsaison. Er kämpfte darum den Anschluss an die Profis zu halten und wurde dort von kleineren Verletzungen immer wieder zurückgeworfen. In der Folge kam er nur zu fünf Einsätzen in der U23 und zog sich bei einem Spiel bei Eintracht Frankfurt II Anfang November 2013 einen Kreuzbandriss zu. Die Saison war damit gelaufen! Erst ein gutes Jahr später feierte er für die U23 gegen Neckarelz sein Comeback. Es war sein einziger Einsatz in der Hinrunde. Spielpraxis war weit entfernt und so wechselte er am letzten Tag des Wintertransferfensters zum SV Sandhausen. Beim Ligakonkurrenten stand er im ersten Spiel direkt für 60 Minuten auf dem Feld, er wurde nach 30 Minuten eingewechselt und kam auch in der Folge nur zu Einwechslungen. Im Endeffekt bestritt er neun Einsätze mit insgesamt knapp 230 Minuten Spielzeit. Sein letzter Einsatz am 08.Mai 2015 war zugleich sein einziger Startelfeinsatz. Durch einen erneuten Kreuzbandriss musste er bereits nach 20 Minuten ausgewechselt werden und fiel erneut lange aus. Erst im April 2016 kehrte er wieder zurück, zu einem Einsatz in der 2.Liga reichte er trotz zweier Kadernominierungen jedoch nicht mehr. Spielpraxis sammelte er durch zwei Spiele in der U23. Glücklich wurde er auch in der Hinrunde dieser Saison nicht. Im Herbst warf ihn eine weitere Verletzung zurück. Nach der Genesung absolvierte er sechs Spiele für die U23 in der Oberliga und kam Ende Oktober gegen Arminia Bielefeld zu einem Kurzeinsatz in Liga 2.


Steven Zellner ist 25 Jahre alt und kann auf die Erfahrung von 23 Einsätzen in der 2.Bundesliga samt Relegation sowie 92 Einsätzen in der viertklassigen Regionalliga zurückblicken. Außerdem durfte er acht Minuten Bundesligaluft schnuppern. In seiner Jugend war er U-Nationalspieler und kam auf insgesamt 16 Einsätze für Deutschland. Insgesamt ist die mitgebrachte Erfahrung für einen mittlerweile 26-Jährigen überschau gehalten.


Hintergrund ist natürlich die große Verletzungshistorie von Zellner die ihn seit Jahren begleitet und einen gewaltigen Anteil daran hatte, dass er seit November 2013 gerade einmal auf 19 Einsätze kam. Mit zwei Kreuzbandrissen ist er hier stark gezeichnet, konnte aber immerhin von Oktober bis Ende November des letzten Jahres sechs Spiele in der Oberliga bestreiten. Trotz allem wird ihm Spielpraxis fehlen und der wichtigste Schritt wird sein das Zellner verletzungsfrei bleibt. Von der Position her ist Zellner ein defensiver Mittelfeldspieler. In seiner Jugend sowie in der ersten Zeit in Kaiserslautern war er jedoch noch Stürmer und wurde mit der Zeit immer weiter nach hinten geschoben. So kann er - wie bei seinen wenigen Einsätzen in Sandhausen - auch als Offensiver Mittelfeldspieler agieren. Die Hauptposition bleibt jedoch das defensive oder zentrale Mittelfeld.


Wieder beim FCS angekommen war er direkt Chef in der Abwehr und spielte die meiste Zeit als Innenverteidiger. Lukas Kwasniok setze ihn in den Pokalspielen als "Stürmer" ein.


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Bild Saarland - Der Zellner Trick

  • Für mich der beste kicker in unserer Truppe.

    Ich liebe seine brasilianischen Kunststücke auch am 16er ;)

    Zusammen mit Bone wird das unser Bollwerk in Liga 3.

    Sofern er in der IV spielt :(

  • Unser Stürmer..ähm..


    Trotz dem damaligen Fehlen von Jacob fand ich es albern ihn in den Sturm zu stellen und konnte auch die Kommentare danach nicht verstehen die da irgendwelchen Mehrwert drin gesehen haben. Ich will ihn in der Innenverteidigung sehen oder maximal auf der 6. Andererseits gibt es glaube ich keinen Spieler den ich so oft wegen geiler Tacklings oder -Rettung in letzter Not gefeiert habe- und dann wieder schier verzweifelt bin wegen seiner immer mal wieder vorkommenden "Kunststücke".