Verfügbar Julian Günther-Schmidt

  • Position: Stürmer

    Nummer: 20

    Herkunft: Deutsch

    Geburtsdatum: 13.09.1994
    Vertrag bis: 30.Juni 2022

    Marktwert: 175.000 Euro


    Quelle Foto: https://www.facebook.com/csportpics/

    Julian Günther-Schmidt wurde im September 1994 in Pforzheim geboren und hat sich in seiner Jugendzeit durch einige Nachwuchsmannschaften von kleineren Klubs gespielt. Los ging es beim seinem Heimatverein, dem SV Büchenbronn. Es folgten die Stationen Germania Brötzingen und FC Nöttingen ehe er schließlich zum SV Waldhof Mannheim wechselte. Die genauen Zeiten bei den unterschiedlichen Vereinen sind nicht bekannt. In Mannheim spielte Günther-Schmidt bis zum Sommer 2012 und durchlief mindestens die U17 sowie das erste Jahr in der U19. In der Saison 2010/11 spielte er so in der U17-Bundesliga und mauserte sich schwierigen ersten Spieltagen zum Stammspieler. Am Ende kam er zu 25 Einsätzen (20x von Beginn an) und erzielte fünf Saisontore. Den knappen Abstieg am letzten Spieltag konnten diese Treffer jedoch nicht verhindern. Zur Saison 2011/12 rückte er in die U19 des Clubs auf. Als jüngerer Jahrgang war er fester Bestandteil der Mannschaft und absolvierte insgesamt 24 Spiele. In 16 Begegnungen spielte er von Beginn an. Ihm gelangen wieder fünf Saisontore. Während sich Günther-Schmidt in den Fokus des KSC spielte, stieg Mannheim durch eine Niederlage am letzten Spieltag ab. Sein letztes Jugendjahr beim KSC verlief gemischt. Er war kein Stammspieler und kam insgesamt nur auf 15 Einsätze bei neun Startelfeinsätzen. In der Liga gelang ihm ein Treffer, zudem kam er mit seiner Mannschaft bis ins Halbfinale des Junioren-DFB-Pokals.


    Trotzdem ging es für ihn in Karlsruhe nicht weiter und ein Wechsel nach Ingolstadt erfolgte. Dort war er in seinem ersten Aktivenjahr für die zweite Mannschaft in der Regionalliga Bayern eingeplant. Zunächst noch klares Back-Up kam er im Saisonverlauf zu immer größeren Einsatzzeiten und konnte am Saisonende auf die respektable Ausbeute von 20 Einsätzen schauen. In elf Begegnung spielte er von Beginn an, sein erstes Tor im Aktivenbereich blieb ihm jedoch noch verwehrt. Gleich im ersten Spiel der Saison 2014/15 gelang ihm dann sein Treffer und gegen Memmingen erzielte er beide Tore. Günther-Schmidt war nun über weite Teile Stammspieler der Mannschaft und durfte immer wieder auch beim Profiteam mitmischen.


    Bei 21 Einsätzen (alle von Beginn an) gelangen ihm insgesamt jedoch nur vier Saisontore in der Regionalliga. Bei den Profis saß er einmal im Pokal auf der Bank, zudem bekam er im November 2014 einen Kurzeinsatz gegen Bochum. Sein Vertrag in Ingolstadt wurde nach dem Aufstieg in die Bundesliga nicht verlängert, er schloss sich im September dem FC Augsburg an. In der Regionalligamannschaft des FCA war er auf Anhieb Stammspieler, spielte bei den Profis jedoch keine Rolle. In 24 Einsätzen (nur zwei Mal als Joker) gelangen ihm sechs Treffer. Der FCA hielt gerade so die Klasse. Beim Offensivspieler persönlich lief es besser. Auch im zweiten Jahr war er Stammspieler in der zweiten Mannschaft und kam in 19 Spielen auf elf Saisontore. Immer wieder gehörte er dafür dem Bundesligakader an und war von September bis Dezember im Kader der Augsburger Bundesligamannschaft gesetzt.


    Sein Bundesligadebüt feierte er am 22.Oktober 2016 beim SC Freiburg. Insgesamt bestritt er vier Einsätze. Die Bundesliga war jedoch zu hoch für ihn und die Augsburger verliehen ihn im Laufe der Saison 2017/18 für mehr Spielpraxis an den Drittligisten Carl Zeiss Jena. Zuvor hatte er schon sieben Spiele für Augsburg II (2 Tore) absolviert. In Jena schlug Günther-Schmidt voll ein und war sofort Stammkraft im Sturmzentrum. Sein Drittligadebüt gab er am 9.September 2017 im Derby bei RW Erfurt. Zwei Wochen später gelang ihm in Würzburg sein erstes von insgesamt acht Saisontoren. Bis zum Saisonende bestritt er 32 Spiele (4x als Joker). Auch 2018/19 war er noch an Jena verliehen und war eigentlich ein Stammspieler. Zwei hartnäckige Verletzungen warfen ihn jedoch zurück und sorgten für gerade einmal neun Einsätze (fünf Saisontore). Unter der Regie von Lukas Kwasniok stand er nur zwei Mal zur Verfügung (beide Mal von Beginn an). Jena verpflichtete den Angreifer schließlich im Sommer 2019 fest. Nach den Verletzungen lief es für ihn persönlich wieder besser und bis Anfang Juni bestritt er 24 Spiele (18 Startelfnominierungen) und erzielte drei Saisontore. Anschließend wurde er beim Tabellenschlusslicht mit Blick auf den Neuanfang in der Regionalliga suspendiert und wechselte in diesem Sommer zu Fortuna Köln. Beim West-Regionalligisten lief es für den gebürtigen Pforzheimer gut. Er bestritt alle 20 Saisonspiele von Beginn an und meist über 90 Minuten. Sieben Tore und sechs Vorlagen sind eine sehr ordentliche Ausbeute beim aktuellen Tabellendritten.


    Heute ist Julian Günther-Schmidt 26 Jahre alt und kommt als durchaus erfahrener Spieler zum FCS. Neben einigen, wenigen Einsätzen in der Bundesliga oder der 2.Bundesliga hat er auch bereits 65 Spiele in der 3.Liga absolviert und konnte in diesem Zeitraum 16 Tore erzielen. Dazu kommen über 130 Einsätze in den verschiedenen Regionalliga mit insgesamt 30 Toren. Seine Hauptposition ist die des Mittelstürmer. Dazu kann er auch als hängende Spitze oder auf der Außenbahn zum Einsatz kommen. Zuletzt in Köln war er fest im Sturmzentrum gesetzt.


    Der Angreifer hatte in Köln noch einen gültigen Vertrag und der FCS hat entsprechend eine Ablösesumme bezahlt. Sein Kontakt beim FCS läuft bis zum Sommer 2022. Nachdem man von Seiten des FCS zuvor immer wieder die Verpflichtung eines weiteren Stürmers als nicht zwingend notwendig bezeichnete ist der getätigte Transfer der Weg in die andere Richtung und absolut nachvollziehbar. Hinter Sebastian Jacob hatte man einfach eine gewaltige Lücke und konnte einen Ausfall oder eine Formschwäche nicht unmittelbar ersetzen können. Ebenso konnte man von der Bank nicht wirklich nachlegen. Hier hat man nun Abhilfe geschaffen und sich auch die Möglichkeit gegeben beide Spieler zur gleichen Zeit auf dem Feld zu haben. Beide Spielertyp hängen nicht im Strafraum fest und können auch hinter einer Spitze agieren. Dazu erhöht er auch die Optionen auf der Außenbahn.


    Die linke Seite war lange Zeit eine große Baustelle und neben Hoffnungsträger Minos Gouras hat man noch mal eine Option mehr für die Seite. Es ist ein interessanter Spielertyp. Im Endeffekt schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. Ein ganz wichtiger Punkt: Der Spieler hat bis kurz vor Weinachten noch gespielt, war voll im Wettkampfmodus und kommt mit der entsprechenden Basis nach Saarbrücken. Er wird fit sein und nun gilt es den Spieler so schnell wie möglich in die Mannschaft zu integrieren. Dann könnte er schon in der englischen Woche ein Thema für Einsatzzeiten werden. Kwasniok kennt den Spieler zudem einmal aus seiner Zeit in Karlsruhe, aber auch aus seiner Zeit in Jena und hat dort bereits mit ihm gearbeitet (auch wenn Günther-Schmidt länger verletzt war). Der Spieler war zudem bereits im Sommer in Saarbrücken ein prominentes Thema gewesen.


    Somit stehen - ohne die Spieler im separaten Training - nun wieder 20 Feldspieler im Aufgebot. Nach den sechs gestrichenen Spielern war der Kader zu dünn und man sollte zumindest auf 22 Feldspieler bauen können. Entsprechend hätte man - wirtschaftliche Möglichkeiten gegeben - noch Platz für einen oder zwei weitere Neuzugänge. Zudem ist er mit seinem Vertrag bis 2022 auch ein Thema über den Sommer hinaus und mit ihm haben nun zehn Spieler einen gültigen Vertrag für die Saison 2021/22.

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