Belüftungsgerät soll Rasen im Ludwigspark trockenlegen

  • 12.01.2021 Ab heute soll mit einem Bodenbelüftungs- und Injektionsgerät der Rasen im Saarbrücker Ludwigsparkstadion trockengelegt werden. Die Landeshauptstadt hofft, dass so die Wasserpfützen ablaufen, die sich immer wieder auf dem Spielfeld nahe des Mittelkreises bilden. Ob der 1. FC Saarbrücken angesichts der aktuellen Witterung sein nächstes Heimspiel austragen kann, ist allerdings offen.

    Mit Druckluft und einem speziellen Granulat will die Landeshauptstadt Saarbrücken dem Entwässerungsproblem nun beikommen. Verstopfte Abflusswege sollen so geöffnet werden.


    Die beauftragte Firma ist zwar zuversichtlich, dass die Trockenlegung gelingt, aber nach SR-Informationen geht ein von der Stadt beauftragter Materialprüfer davon aus, dass tiefgründiger saniert werden muss. Wobei sich teilweise widersprechende Gutachten vorliegen sollen.


    RECHTSSTREIT DAUERT AN

    Ob der Platz jemals über ein funktionierendes Drainagesystem verfügt hat, scheint inzwischen unklar. Möglicherweise war es ein Planungsfehler, das neue Stadion zunächst um den alten Rasen herum zubauen. Ob und von wem bei der Verlegung der aktuellen Spielfläche Fehler gemacht wurden, bleibt umstritten. Die beauftragte Gartenbaufirma Kempf und die Stadt streiten vor Gericht.


    Kempf fordert 600.000 Euro, die die Stadt aufgrund angeblicher Mängel zumindest nicht komplett zahlen will. Vom Ausgang dieses Rechtsstreits hängt auch ab, was mit der Rasenheizung geschieht. Ob die für das nächste Drittliga-Heimspiel am Samstag gegen den FSV Zwickau (Anstoß: 14.00 Uhr) provisorisch in Betrieb genommen werden kann, ist noch unklar. Die Stadt suche noch nach Lösungen.