Vorbereitungsspiel gegen den FSV Frankfurt

  • Diskussion zum Artikel Vorbereitungsspiel gegen den FSV Frankfurt:

    Endlich wieder FCS-Fußball. In den letzten Monaten konnte der FCS nur ein einziges Spiel bestreiten, nun ist man im Vorlauf auf die neue Saison und darf endlich auch wieder Fußball gegen andere Mannschaften spielen. Am Ende der zweiten Vorbereitungswoche bestreitet der FCS sein erstes Testspiel der Vorbereitung. Ungewohnt: Es geht zum Auftakt weder gegen die SpVgg Quierschied noch spielt man auf der Anlage in Quierschied. Die nötigen Hygienekonzepte lassen den üblichen Vorbereitungsbeginn mit Test dort und Auftritten bei Vereinsjubiläen oder Sportfesten nicht zu, Tests gegen Amateurmannschaften stehen so nicht auf dem Plan.


    Stattdessen beginnt man im FC-Sportfeld mit einem Test gegen den FSV Frankfurt aus der Regionalliga Südwest. Anstoß ist um 14:00 Uhr. Für den 1.FCS bedeutet das Spiel auch mal wieder ein Fußballspiel mit der ersten Mannschaft in Saarbrücken. Seitdem der FCS den Ludwigspark mit Beginn des Jahres 2016 verlassen musste wird dies erst das vierzehnte Spiel auf Saarbrücker Boden werden. Neben elf Testspielen bestritt man auch drei Pokalspiele. Ob Zuschauer zu diesem Spiel zugelassen werden ist noch nicht bekannt.


    Der FSV Frankfurt wurde 1899 gegründet und ist einer der Traditionsvereine aus Frankfurt am Main, steht aber deutlich im Schatten der Eintracht. Heimspielstätte ist das Stadion am Bornheimer Hang und in der Saison 2020/21 wird man wohl Stadionnachbarn sein. Der Club spielte über viele Jahre in der zweiten Bundesliga, stieg jedoch 2015 ab und wurde bis in die Regionalliga durchgereicht. Dort spielt man seit 2017 und war in den letzten Jahren auch ein Gegner des FCS. Der FSV spielte im hinteren Mittelfeld mit oder kämpfte gegen den Abstieg. Die finanziellen Mittel sind nicht ausreichend, um ernsthaft eine Rückkehr in die 3.Liga planen zu können. Insgesamt gab es zwischen dem FCS und Frankfurt 16 Pflichtspiele mit 13 FCS-Siegen. In den drei Regionalligaspielen hat man fünf Spiele gewonnen und einmal verloren. Im Sommer gab es ein paar personelle Veränderungen: Mit Mirco Born (Walldorf), Nestor Djengoue (unbekannt), Vito Plut (Malta), Alban Sabah (Karriereende), Nestor Djengoue (unbekannt) und Lukas Wilton (unbekannt) stehen einige Stammspieler oder Akteure die in den letzten Jahren fester Bestandteil des Kaders waren nicht mehr zur Verfügung. Torhüter Marco Aulbach war bis zu seiner Verletzung ebenfalls Stammspieler. Neben vier Spielen aus dem eigenen Nachwuchs kamen zudem bisher fünf externe Neuzugänge: Routinier Daniel Endres soll den Konkurrenzkampf im Tor beleben und kommt aus Alzenau. Von dort wurde auch Innenverteidiger Alieu Sawaneh verpflichtet. Canel Burcu ist Sechser und spielte zuvor bei RW Frankfurt. Vom FC Homburg konnte zudem Ihab Darwiche für die Außenbahn verpflichtet werden. Jake Hirst (FC Gießen) kommt für den Angriff. Frankfurt ist wie der FCS am 20.Juli in die Vorbereitung eingestiegen und befindet sich auf einem ähnlichen Stand. Die Regionalliga Südwest beginnt zwar vor der 3.Liga (für den FSV am 5.-6.September mit einem Auswärtsspiel beim SC Freiburg II), doch Frankfurt tritt schon am 22.August im Finale des Landespokals an. Dann geht es im heimischen Stadion gegen den FC Gießen oder den TSV Steinbach. Ein Testspiel gab es bereits: Vergangenen Samstag gab es gegen Viktoria Aschaffenburg (Regionalliga Bayern) einen 1:0-Sieg.


    Der FCS ist vor rund zwei Wochen in die Vorbereitung eingestiegen und Lukas Kwasniok hat die Mannschaft 13 Tage beisammen ehe zum ersten Mal getestet wird. In der ersten Vorbereitungswoche gab es sechs Trainingseinheiten und den obligatorischen Laktattest. In der zweiten Woche gibt es insgesamt acht Einheiten und das Testspiel. Kwasniok war mit seiner Mannschaft sehr viel auf dem Platz und mit dem Ball unterwegs. Mit Blick auf die Liga ist man noch sehr früh in der Vorbereitung, in diesem Jahr muss man jedoch den Spagat zum Saarlandpokal schaffen und der Wettbewerb steht quasi schon vor der Tür. Eine wirkliche Grundlagenphase existiert in dieser Vorbereitung daher nicht, sondern es gilt alles unter einen Hut zu bringen. Das Testspielniveau ist einem Regionalligisten zu Beginn direkt hoch. Es ist der erste Test, aber auch der drittletzte Test vor dem Pokalspiel. Für den FCS dient dieser Test gegen auch um die Spieler wieder in den Spielmodus zu bringen. Die Spieler die schon 2019/20 für den FCS am Ball waren haben zuletzt Anfang Juni gegen Leverkusen ein Spiel bestritten, teilweise wie bei Vunguidica oder Köhl war das letzte Spiel im März. Bei Fejzullahu ist es noch länger her. Bei den Neuzugängen ein ähnliches Bild. Shipnoski und Singer haben zuletzt im Februar gespielt, Gouras im März, Bösel und Deville waren bis in den Juni aktiv.


    Aus personeller Sicht muss man sehen welche Spieler zur Verfügung stehen. Den Trainingsberichten nach ist man bisher ohne größere Verletzungen durchgekommen. Neuzugang Maurice Deville hatte Ende der letzten Saison eine muskuläre Verletzung und hat in den ersten Tagen nur individuell trainiert. Seit Dienstag ist er voll dabei und damit wohl auch eine Option für das Testspiel. Ein Fragezeichen steht hinter Christopher Schorch. Der Innenverteidiger hat - aus unbekannten Gründen - zu Wochenbeginn nicht trainiert. Ob er wieder im Training ist und ob er dann auch schon für einen Einsatz in Frage kommt ist jeweils nicht bekannt. Weitere verletzte oder angeschlagene Spieler sind in dieser Phase der Vorbereitung absolut möglich, zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht bekannt. Gleiches gilt für möglicherweise geschonte Spieler durch kleine Blessuren. Ohne Schorch würden Kwasniok gleich 24 Spieler zur Verfügung stehen.


    Kwasniok kann viel testen. Eine beliebte Variante ist die Mannschaft in zwei Teams zu teilen und beide über 45 Minuten spielen zu lassen. Ähnliches hat Kwasniok auch im ersten Test im Winter getan. Durch die breite Auswahl im Mittelfeld muss man dann auch einige Spieler auf anderen Positionen spielen lassen. Es braucht einen vierten Außenverteidiger (Jänicke oder Vunguidica als Alternativen) und es braucht ein oder zwei Innenverteidiger. Mindestens einer der Sechser kann hier nach hinten rücken. Stehen alle Spieler zur Verfügung hat man trotzdem zu viele Spieler und nicht jeder Akteur könnte seinen Einsatz bekommen. Auch in Sachen System kann Kwasniok erste Planspiele offen liegen. Ein 4-2-3-1-System und die Abwandlung 4-1-4-1 bieten sich beim Kader an, aber auch ein 4-4-2 ist im Test ohne Probleme denkbar.



    Übersicht

    TW: Batz, Castellucci

    AV: Müller, Barylla, Breitenbach

    IV: Zellner, Uaferro, (Schorch)

    DM: Zeitz, Perdedaj, Bösel, Froese, Bulic

    MF: Mendler, Fejzullahu, Golley, Jänicke, Singer, Shipnoski, Gouras, Deville

    ST: Jacob, Vunguidica, Köhl, Herr



    Nach dem Test wird man am Sonntag noch einmal in dieser Woche trainieren. Der Trainingsplan für die dritte Vorbereitungswoche ist noch nicht bekannt. Am Samstag, 8.August will der FCS dann beim AS Nancy seinen zweiten Test absolvieren.