FCS schlägt Frankfurt im ersten Test mit 5:2

  • Diskussion zum Artikel FCS schlägt Frankfurt im ersten Test mit 5:2:

    Datum: Samstag, 1.August 2020

    Spielort: FC-Sportfeld

    Zuschauer: 650


    Tore:

    1:0 Sebastian Jacob (10./1.Tor)

    2:0 Minos Gouras (13./1.Tor)

    3:0 Sebastian Jacob (28./2.Tor)

    4:0 Jonas Singer (29./1.Tor)

    4:1 Jake Hirst (32.)

    4:2 Mohamed Alawie (55.)

    5:2 Fanol Perdedaj (76./1.Tor)


    Fehlende/Nicht eingesetzte Spieler

    Rasim Bulic (nicht im Kader)

    Maurice Deville (nicht im Kader)

    Teo Herr (nicht im Kader)

    Daniel Batz (kein Einsatz)

    System: 4-1-4-1


    Aufstellung 1.Halbzeit

    Castellucci - Jänicke, Barylla, Zellner, Vunguidica - Zeitz - Singer, Froese, Golley, Gouras - Jacob


    Aufstellung 2.Halbzeit
    Castellucci - Breitenbach, Schorch, Uaferro, Müller - Bösel - Fejzullahu, Mendler, Perdedaj, Shipnoski - Köhl

    Sonstige Wechsel:

    Keine

    Nächstes Testspiel:

    Gegen: AS Nancy

    Liga: 2.Liga/Frankreich

    Wann: Samstag, 8.August um 18:00 Uhr

    Wo: Nancy

    Spielbetrachtung


    Taktik & Personelle Situation

    Einen verletzungsbedingten Ausfall gab es beim FCS beim ersten Testspiel der Vorbereitung nicht. 21 Kaderspieler erhielten ihren Einsatz, vier Akteure wurden nicht eingesetzt. Teo Herr befindet sich weiterhin auf der Suche nach einem Leihverein und ist aktuell in Völklingen unterwegs. Daniel Batz saß als Ersatztorwart nur auf der Bank. Maurice Deville (Schonung nach Verletzung) und Rasim Bulic standen zudem nicht im Kader und absolvierten vor dem Testspiel eine Trainingseinheit mit Athletiktrainer Fuhr. Vor rund 650 Zuschauern im Sportfeld durfte Ramon Castellucci im Tor über die vollen 90 Minuten ran. Bei den Feldspielern wurde erwartungsgemäß in zwei Blöcke geteilt, der FCS agierte dabei durchgängig in einem 4-1-4-1-System. In Hälfte 1 bildeten Tobias Jänicke (rechts), Anthony Barylla, Steven Zellner und José Vunguidica (links) die Viererkette, davor agierte Zeitz. Im offensiven Mittelfeld kamen auf den Flügeln die Neuzugänge Singer (rechts) und Gouras (links) zu Einsaz. Zentral vor Zeitz spielten Golley und Froese. Im Sturm begann Jacob. Halbzeit 2 sah eine Viererkette mit Breitenbach (rechts), Schorch, Uaferro und Müller (links). Neuzugang Bösel feierte sein Debüt im zentralen MIttelfeld, vor ihm agierten Mendler und Perdedaj. Rechts auf dem Flügel spielte Fejzullahu und auf der linken Seite spielte nun Neuzugang Shipnoski. Im Sturmzentrum kam Köhl zum Einsatz.


    Spielbetrachtung

    Eine interessante erste Hälfte bot sich den Zuschauern. Trotz der langen Pause und der brühenden Hitze brauchte der FCS keine Anlaufzeit. Schon nach zwei Minuten hatte man die erste Chance nach einem langen Ball von Vunguidica und einer Ablage von Gouras. Golleys Abschluss wurde auf der Line geklärt. Sieben Minuten später spielte Zeitz einen Schippball über die Abwehr, dieses Mal legte Golley ab und Gouras scheiterte am letzten Abwehrspieler. Dazwischen hatte der Regionalligist die ersten beiden kleineren Chancen. Nach zehn Minuten spielte Barylla einen Ball ins Mittelfeld, Golley spielte durch die Lücke und Torjäger Jacob ließ sich diese Chance alleine vor dem Torwart nicht entgehen. Das 1:0 für den FCS. Froese ballerte in der Folge über den Kasten, doch schon eine Minute später zeigte sich Golley wieder gedankenschnell und legte nach Vorlage von Jänicke den Ball wieder durch die Schnittstelle. Froese legt vor dem Tor quer und Gouras trifft aus spitzen Winkel zum 2:0 (13.). Gouras probierte es wenige Sekunden später mit einer Direktabnahme, dieses Mal jedoch knapp am Tor vorbei. Der FCS zeigte Spielfreude und suchte erfolgreich die Nahtstellen in den Viererketten der Frankfurter. Nach einem Konter ging Golley alleine auf das Tor zu, scheiterte jedoch an Endres (18.). Anschließend wurde es etwas ruhig und einige Minuten passierte vor den Toren nichts. Nach 28 Minuten wurde Jacob mit dem Rücken zum Tor angespielt, An- und Mitnahme mit einem Kontakt um den Gegner herum und aus der Drehung das 3:0. Eine Minute später Abwehrbock der Frankfurter nach einem langen Ball, Jacob legt quer und Singer trifft (29.). Dann kam mal der FSV nach einem Ballgewinn im Mittelfeld, Jake Hirst trifft aus der Entfernung. Der Ball sah nicht unhaltbar aus. Der FCS war weiter der Herr im Haus. Gouras traf das Außennetz, Golley scheiterte an Endres und Jacob an der Latte. Zur Pause hätte es auch höher stehen können. Neue Mannschaft in Hälfte 2 und auch ein neues Spiel. Nun war weniger Tempo im Spiel und Frankfurt agierte mehr auf Augenhöhe. Die erste Chance gehörte trotzdem dem FCS, nach einer Flanke von Fejzullahu war Shipnoski jedoch einen Kopf zu klein. Nach Ballverlust von Bösel traf Frankfurt zunächst die Latte, wenige Minuten später ging Alawie frei durchs Mittelfeld und traf aus 22 Metern in den Winkel. Die Zuordnung passte nicht mehr wie noch in Hälfte 1, der FC hatte jedoch auch seine Aktionen. Köhl köpfte nach einer Flanke knapp vorbei, Mendler scheiterte nach Zuspiel von Shipnoski am Torwart. Auch für Köhl war nach einer starken Einzelaktion gegen mehrere Gegner erst beim Torwart Schluss. 15 Minuten vor Spielende köpfte Schorch eine Ecke an die Latte, den Abpraller verwertete Perdedaj per Kopf zum 5:2. In der Endphase hatten beide Teams noch je zwei Chancen, ein weiteres Tor wollte jedoch nicht mehr fallen.


    Was bleibt? Ein guter erster Test aus Sicht des FCS und mit einer schönen Spielweise sorgte man für viel Spaß auf den Rängen. Die erste Halbzeit war eindeutig das Sahnestück und es gab wirklich schöne Spielzüge des FCS zu sehen und ja auch vier Tore. Das wusste zu gefallen, allerdings hatte Frankfurt defensiv auch riesige Probleme bei der Ordnung und große Lücken zwischen den Mannschaftsteilen. Schön war der aktive Spielstil, das starke Gegenpressing im Mittelfeld und das man mit Zug zum Tor gespielt hat. Da hat man eine sehr gute Basis um zu arbeiten und das Potenzial auszuschöpfen. Defensiv sah es ordentlich aus, das Gegentor war mit Sicherheit unnötig. Sonst hat man wenig zugelassen. Die Mannschaft der zweiten Hälfte kam nicht so gut rein, hatte aber auch keinen Jacob als Zielspieler im Sturm. Dessen Qualitäten sind unbestritten. Köhl hat es probiert, hat weite Wege getan und auch einen sehr ordentlichen Auftritt gehabt bei dem er sich leider nicht mit einem Tor belohnen konnte. Er war eine positive Überraschung. Die Distanz zu Jacob ist aber noch gewaltig. Im Verlauf der zweiten Hälfte gab es auch hier schöne Spielzüge, gab es eine Menge Spielfreude und insgesamt eine ordentliche Präsentation. Es ist nur der erste Test und da kann noch nicht jedes Rad passen.


    Zum Abschluss noch ein kleiner Blick auf die Neuzugänge (immer bedenken: Nach gerade einmal 45 Minuten Spielzeit, da sollte man noch nicht alles auf die Goldwaage legen):


    Sebastian Bösel

    Im zweiten Abschnitt im defensiven Mittelfeld aktiv. Er begann sehr nervös und hat zehn Minuten gebraucht um ins Spiel zu finden. Dann hat er es sehr ruhig und abgeklärt gespielt und seinen Aufgaben erledigt. Sowohl die defensiven Aufgaben als Abräumer vor der Abwehr als auch die offensiven Aufgaben um den Ball zu verteilen. Er hat viele Löcher gestopft und es war ein vernünftiger Einstand


    Jonas Singer

    Kam über die rechte Außenbahn in Hälfte 1 und stand im Schatten der linken Seite. Er hatte seine Aktionen, hat sein Tor gemacht. Aber die Durchsetzungsfähigkeit auf der Außenbahn hat heute noch gefehlt. Das gewünschte Tempo und den gewünschten Zug zum Tor bringt er aber mit und er hat Anlagen die dem FCS helfen können.


    Minos Gouras

    Gemeinsam mit Golley der auffälligste Spieler in Hälfte 1 und an den meisten Offensivaktionen beteiligt. Zeigte die Attribute die ihn in Walldorf ausgezeichnet haben. Eine gute Technik, viel Tempo und den Mut in Richtung Tor. Diese Punkte haben im letzten Jahr auf der Außenbahn gefehlt. Aber er hat auch das Auge für den Nebenmann. Hätte noch einen zweiten Treffer machen müssen. Kann er das auch im Pflichtspielbetrieb umsetzen ist er ein echter Herausforderer.


    Nicklas Shipnoski

    Hat in diesem Jahr noch nicht gespielt und dies hat man auch gemerkt. Wirkte noch wie ein Fremdkörper und tat sich schwer ins Spiel zu finden. Die Spielpraxis wird ihm gut tun und in Ansätzen hat er sein Potenzial aufblitzen lassen.