Erste hat nächsten Zweitligisten vor der Brust

Testspielsieg gegen Frankfurt, Niederlage in Nancy. Zwei Testspiele hat der FCS bisher absolviert und aus beiden Spielen konnte er eine Menge lernen. Gerade am vergangenen Samstag bei den starken Franzosen wurde der Mannschaft bei tropischen Temperaturen alles abverlangt. Unter der Woche geht es nun noch mit dem letzten Test vor dem Viertelfinale im Saarlandpokal weiter. Der FCS ist dabei zu Gast beim Karlsruher SC. Mit dem Zweitligisten steht erneut ein ordentlicher Brocken vor der Mannschaft. Das Testspiel findet am Mittwoch, 12.August um 14:00 Uhr auf dem Trainingsgeländer der Karlsruher (Grenke Stadion) statt. Lange Zeit sollte das Spiel ohne Zuschauer ausgetragen werden, kurzfristig wurden nun doch 320 Zuschauer für dieses Spiel zugelassen. Restkarten sind beim Abtippen dieser Zeilen noch im Online-Shop des KSC vorhanden. In der Vergangenheit gab es viele Vergleiche zwischen den Clubs. Letztmalig war es im Februar 2020 der Fall. Der FCS gewann das Pokalspiel durch Elfmeterschießen und zog in das Viertelfinale des DFB-Pokals ein. FCS-Trainer Lukas Kwasniok arbeitete für einen längeren Zeitraum im Nachwuchs des KSC.


Der Karlsruher SC, abgekürzt der KSC und in Langfassung als Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix e. V. bekannt ist der Vorzeigeverein der baden-württembergischen Stadt Karlsruhe und mit einer ansehnlichen Historie ausgestattet. Heutzutage ist der Profibereich inklusive A- und B-Jugend in die "Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix GmbH & Co. KGaA" ausgegliedert. Neben Fußball werden im Hauptverein auch noch Boxen und Leichtathletik angeboten. Der Verein bezieht seine Herkunft dabei heute auf den 1894 gegründeten Karlsruher FC Phönix. Dieser Verein war Teil der Gründungsversammlung des DFBs und wurden 1909 deutscher Meister, ab 1923 spielte der Club auf den Vorgängeranlagen des Wildparkstadions. Seit einer Fusion 1952 läuft man unter dem heutigen Namen auf. Man war Gründungsmitglied der Bundesliga und feierte im Laufe der Jahre viele Erfolge. In den vergangenen Jahren spielte man in der zweiten und dritten Liga. 2019/20 sicherte man sich im Saisonendspurt den Klassenerhalt in Liga 2. Der KSC war bis Ende Juni noch in der Liga aktiv und hat dann einige Wochen Pause gemacht. Am 4.August startete man in die Vorbereitung auf die neue Saison. Diese Saison beginnt mit dem Pokal im September. Alleine mangels Landespokal steckt man im Gegensatz zum FCS noch völlig zu Beginn der Vorbereitung. Das Spiel am Mittwoch ist das zweite Testspiel für den KSC. Am Wochenende hatte man bereits gegen den FSV Frankfurt getestet und mit 3:1 gewonnen. Im Sommer gab es bisher acht Abgänge. Damian Roßbach (Rostock) war lange Stammspieler als Linker Verteidiger. Torhüter Benjamin Uphoff strebte nach dem nächsten Schritt und ging zum SC Freiburg. Mit Anton Fink, Justin Möbius, Martin Röser, Lukas Grozurek, Burak Camoglu und Änis Ben-Hatira gingen zudem einige Spieler aus der zweiten Reihe. Neu sind Robin Bormuth (24/IV/Düsseldorf), Benjamin Goller (21/RA/Werder Bremen auf Leihbasis) und Markus Kuster (26/TW/SV Mattersburg). Aus der U19 wurden David Trivunic und Jannis Rabold hochgezogen. Die Ausleihen von Marvin Pourie und Malik Batmaz endeten.


Der FCS konnte in Nancy eine gute erste Hälfte zeigen und verlor den eigenen Spielfluss und die Offensivpower dann im zweiten Abschnitt. Die Niederlage war verdient, insgesamt hat man sich trotzdem achtbar aus der Affäre gezogen und kann aus diesem Spiel eine Menge mitnehmen für die weitere Vorbereitung und die ersten Pflichtspiele. Obwohl der Pokal schon ab Samstag vor der Tür steht sind es noch sechs Wochen bis zum Start der 3.Liga und viel Zeit, um mit der Mannschaft zu arbeiten. Nach dem Spiel hat man am Sonntag trainiert, lässt am heutigen Montag zwei Einheiten folgen und wird auch Dienstag noch mal im Sportfeld trainieren. Die Intensität wird vor dem Pokalspiel und der möglichen Pokalwoche sicher gedrosselt, um Frische zu generieren. In Nancy (mit Training vor der Abreise) fehlte diese Frische bei hohen Temperaturen. Der KSC ist als Zweitligist wie zuvor auch Nancy auch ein guter Brocken und eine Art Standortbestimmung für die Mannschaft. Alle eingesetzten Spieler werden über 90 Minuten voll gefordert werden. Das Testspiel soll zudem wieder vor tropischen Temperaturen stattfinden. Gegen Nancy hat Kwasniok seine Spieler zum größten Teil wieder über 45 Minuten eingesetzt. Nur Jacob, Uaferro (jeweils 60 Minuten) und Barylla (volle Spielzeit) spielten länger. Wie geht man nun den Test gegen Karlsruhe an? Setzt man wieder auf die Arbeitsteilung, lässt die Spieler nach Möglichkeit eine Halbzeit auf dem Feld? Alle Spieler könnten sich mit Blick auf das Pokalspiel noch mal empfehlen und hätten die Möglichkeit relativ frisch in das Spiel zu gehen. Oder hat Lukas Kwasniok schon den größten Teil seiner Mannschaft im Kopf und gibt den anderen Spielern die Gelegenheit über 60, 70 Minuten zu spielen? Klar scheint: Eine typische Generalprobe lässt man vor dem Pokal aus und entsprechenden sportlichen Erfolg vorausgesetzt braucht man in der Pokalwoche eh mehr als elf Spieler. Welcher Spieler dem Trainer dabei zur Verfügung stehen ist offen. Steven Zellner wurde gegen Nancy mit leichten Blessuren geschont und könnte am Mittwoch in den Kader zurückkehren. Teo Herr fehlte angeschlagen. Ob es bei ihm reicht ist offen. Sollte Herr rechtzeitig fit sein dürfte jedoch eher ein weiteres Probetraining bei einem anderen Verein anstehen. Christopher Schorch dürfte dem FCS fehlen, da er im individuellen Bereich tätig ist. Sonstige angeschlagene oder verletzte Spieler werden die Trainingseinheiten in dieser Woche zeigen müssen. Bleiben alle Offensivspieler fit droht Spielern wie Fejzullahu erneut den Kader zu verpassen.



Übersicht

TW: Batz, Castellucci

AV: Müller, Vunguidica, Jänicke, Breitenbach

IV: Zellner, Uaferro, Barylla, (Schorch)

DM: Zeitz, Bösel, Bulic,

ZM: Perdedaj, Froese, Mendler, Golley,

MF: Singer, Shipnoski, Gouras, Deville, Fejzullahu,

ST: Jacob, Köhl, (Herr)


Tickets solange welche Verfügbar sind hier (320 Zuschauer sind zugelassen).

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