Blick auf den neuen Mann: Justin Steinkötter

Der 1.FC Saarbrücken treibt seine Kaderplanung weiter voran und stellte am Donnerstag seinen zweiten Neuzugang für die Saison 2021/22 vor: Angreifer Justin Steinkötter kommt von der zweiten Mannschaft von Borussia Mönchengladbach nach Saarbrücken. An der Saar unterschreibt Steinkötter einen Vertrag bis zum 30.Juni 2023. Als ersten Neuzugang hatte der FCS schon Außenverteidiger Nick Galle von Alemannia Aachen vorgestellt.


Auf den ersten Blick wirkt der Transfer stimmig. Wieder holt man einen jungen Leistungsträger aus der Regionalliga und bietet einem Talent die Möglichkeit in der 3.Liga den nächsten Schritt in seiner Karriere zu gehen. Steinkötter ist bei Mönchengladbach in den vergangenen beiden Jahren zwar kein absoluter Stammspieler gewesen, dies hat bei U23-Mannschaften jedoch selten etwas zu heißen. Bei seinen Einsätzen strahlte er Torgefahr aus und steht in dieser Saison bei sieben Treffern. Auch fällt der Spieler in den kommenden beiden Spielzeiten noch unter die U23-Regel. Mit Galle, Bulic, Kerber und Steinkötter stehen mittlerweile vier U23-Spieler unter Vertrag. Dazu kommt Leihrückkehrer Marius Köhl (der Verein scheint mit ihm nicht zu planen) und U19-Akteur Frederic Recktenwald.


19 Spieler stehen nun beim FCS für die kommenden Saison unter Vertrag, die beiden oben genannten Spieler muss man in dieser Rechnung jedoch ausklammern und liegt somit bei einem Stamm von 17 Spielern. Mögliche Sommerabgänge mit Vertrag sind nicht eingerechnet. In Saarbrücken wird Steinkötter die Alternativen in der Sturmspitze erhöhen. Dort stehen auch Sebastian Jacob und Julian Günther-Schmidt unter Vertrag. Drei Angreifer sind bei einem geplanten System mit einer Spitze ausreichend und könnten die Personalplanungen auf dieser wichtigen Position bereits beenden. Aber auch die Verpflichtung eines vierten Stürmers (für ein System mit Doppelspitze oder bei einer angedachten Mittelfeldrolle für Günther-Schmidt) ist denkbar.


Sportdirektor Jürgen Luginger beschreibt den Neuzugang wie folgt:

„Mit Justin erhalten wir einen noch entwicklungsfähigen Stürmer, der ebenfalls hinter den Spitzen agieren kann. Trotz seiner erst 21 Jahre konnte er in den vergangenen Jahren sehr viel Spielpraxis in der Regionalliga West sammeln und dabei seine Torgefahr nachweisen. Justin ist ein spielender Stürmer, der viel unterwegs ist und eine gewisse Präsenz auf dem Platz ausstrahlt. Wir freuen uns sehr, dass sich dieser talentierte Offensivspieler für den FCS entschieden hat“


Steinkötter äußerte bei seiner Verpflichtung folgende Worte:

„In Saarbrücken möchte ich nach den knapp dreieinhalb Jahren in Gladbach den nächsten Karriereschritt machen und unter Beweis stellen, dass ich mit meinen Qualitäten in der 3. Liga mithalten kann und dabei meinen Anteil leisten möchte, dass wir als Mannschaft erfolgreich sind. Die letzten Jahre hat der 1. FC Saarbrücken eine wirklich tolle Entwicklung hingelegt und ich freue mich sehr darauf ein Teil dieses ambitionierten Vereins zu werden."



Möglicher Kaderansatz beim FCS

TW: Batz, ???, ???

RV: Bösel, ???, (Recktenwald)

IV: Zellner, Sverko

IV: Uaferro, ???

LV: Müller, Galle

DM: Zeitz, ???, Bulic

RM: Deville, ???

OM: Jänicke, Kerber

OM: ???, ???

LM: Mendler, Gouras, ???

ST: Jacob, Günther-Schmidt, Steinkötter, (Köhl)




Wer ist Justin Steinkötter?

Steinkötter ist im September 1999 geboren und spielte in seiner Jugend lange Zeit nicht in einem Nachwuchsleistungszentrum. Stattdessen war er bei der SpVg Hammer in NRW unterwegs. In Hamm absolvierte er auch noch seine komplette Zeit in der B-Jugend. Dies bedeutete Bezirksliga respektive im zweiten Jahr Landesliga. In der Spielzeit 2015/16 schoss er seine Mannschaft zur Meisterschaft und fiel in dieser Saison den Scouts von Preußen Münster auf. Im Sommer 2016 wechselte er schließlich nach Münster und spielte dort fortan in der U19 und der Bundesliga West. In seinem ersten Jahr in Münster war Steinkötter - obwohl jüngerer Jahrgang - ein fester Bestandteil des Kaders und kam am Ende auf 23 Einsätze. Allerdings spielte er nur sechs Mal von Beginn an und wurde bei allen anderen Spielen eingewechselt. Ihm gelangen zwei Saisontore und der Klassenerhalt mit dem SCP. Das letzte Jugendjahr sollte dann seinen Durchbruch zu Tage fördern. Als älterer Jahrgang war Steinkötter in Münster gesetzt und ein Leistungsträger. 14 Saisontreffer gelangen dem Angreifer in der Hinrunde für Münster. Dazu wurde er in die Abläufe der Drittligamannschaft integriert und saß in der Vorrunde insgesamt drei Mal bei den Profis auf dem Feld. Am 14.Oktober 2017 wurde er im Auswärtsspiel in Unterhaching für eine Viertelstunde eingewechselt und feierte sein Aktiven- und Drittligadebüt. Drei Wochen bekam er eine weitere Viertelstunde im Heimspiel gegen Fortuna Köln. Im Winter 2018 verließ er dennoch den Club und ging mit einem Wechsel in die U19 von Borussia Mönchengladbach den nächsten Schritt. In Gladbach war Steinkötter in der Rückrunde Stürmer Nummer 1 und stand in allen Begegnungen in der Startelf. Sechs Tore gelangen ihm, wodurch er insgesamt 20 Treffer in dieser Saison erzielte. Auch qualifizierte er sich mit seiner Mannschaft für das Halbfinale im DFB-Pokal. Mit seinen Leistungen trug er maßgeblich zum Klassenerhalt der Gladbacher in einem schwierigen U19-Jahr bei.


Mit dem Ende seiner Jugendzeit erhielt der Angreifer einen Vertrag in der U23-Mannschaft der Gladbacher und er erlebte dort eine ordentliche erste Aktivensaison. In 27 von 34 möglichen Ligaspielen wurde er eingesetzt. 19 Mal kam er dabei von der Bank ins Spiel. Am 1.September erzielte er gegen Wuppertal seinen ersten Treffer im Aktivenbereich und sorgte zugleich für den späten Siegtreffer. Am Saisonende hatte er immerhin sieben Treffer auf seinem Konto. Mit seiner Mannschaft wurde er Vierter. In der Saison 2019/20 konnte er einen klaren Schritt nach vorne gehen. Bis zum Saisonabbruch im März hatte er in fast allen Spielen gespielt und kam unter dem Strich auf 23 Einsätze. Gleich 17 Mal gehörte er der Anfangsformation ein. Neun Tore landeten auf seinem Konto und Gladbach landete im Mittelfeld. In der laufenden Saison wechseln sich bei ihm Phasen als Stammspieler und Phasen als Einwechselspieler ab. Von Januar bis Ende März hat er so regelmäßig von Beginn an gespielt, zuletzt kam er mehr von der Bank. Bisher kam er in allen 37 Saisonspielen zum Einsatz, wobei er 23 Mal von Beginn an am Start war. Ihm gelangen sieben Saisontore.


Mit seinen 21 Jahren ist Steinkötter längst noch nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen. Trotzdem kann der Spieler bereits auf 87 Einsätze in der Regionalliga West zurückblicken. In diesen Spielen gelangen ihm 23 Tore. Dazu kommen die beiden Drittligaeinsätze für Preußen Münster und 48 Einsätze in der U19-Bundesliga (22 Tore). Er wird im September 22 Jahre alt und es wird höchste Zeit für den nächsten Schritt. Bisher hat er im Aktivenbereich nur in einer U23-Mannschaft gespielt und ab Sommer ist es eine andere Aufgabe bei einer ersten Mannschaft. Von der Position her hat er fast immer als Mittelstürmer gespielt und ist nur selten ins zweite Glied gerückt.



Daten


Geburtstag:26.September 1999
Geburtsort:
Nationalität:Deutsch
Größe:1,84
Starker Fuß:Rechts
Position:Mittelstürmer
Nebenposition:Hängende Spitze
Letzter Club:Borussia Mönchengladbach II
Vertrag bis:30.06.2023



Stationen in der Jugend


VereinVonBis
Hammer SpVg???30.06.2016
Preußen Münster01.07.201604.01.2018
Borussia Mönchengladbach05.01.201830.06.2018



Stationen im Aktivenbereich


VereinVonBisLiga
Borussia Mönchengladbach II01.07.201830.06.2021Regionalliga West



Einsätze


AnzahlLigaTore
23.Liga0
87Regionalliga West23
48U19-Bundesliga22
2U19-DFB-Pokal0

Kommentare 4

  • Scheint wenn man sich so durchliest kein Schlechter und variable Mann in der Offensive zu sein. Wünschen wir im eine erfolgreiche Zeit bei uns.

  • Soll damit der Sturm komplett sein? Ich hoffe es nicht!

    • Weller hat wahrscheinlich die Finanzen so im Blick die die Ausstiegsklauseln der Spieler und wir stehen auch vor der Insolvenz. Will soll man sich sonst die Ansammlung von Lowbudget Spielern erklären?

    • Plant man denn tatsächlich noch mit Köhl, In Koblenz hat der auch nicht wirklich was gerissen.