Der große Saisonrückblick (Teil III) - Gemischte Gefühle

Nach einem teilweise schwierigen Winter ging es für den FCS mit einem positiven Gefühl in den heißen März rein. Nach drei Siegen in Folge hatte man nun drei Heimspiele vor der Brust und insgesamt standen fünf Spiele innerhalb von kurzer Zeit an. Die Gelegenheit sich weiter ganz oben in der Tabelle zu etablieren. Träumen vom Durchmarsch in die 2.Bundesliga war erlaubt und die Malstätter untermauerten dies durch einen 4:1-Flutlichtheimsieg gegen den MSV Duisburg. Insbesondere die Effizienz vor dem Tor stach in dieser Begegnung heraus. Minos Gouras gelang der zweite Doppelpack in Serie. Drei Tage später steuerte der Außenbahnspieler den dritten Doppelpack innerhalb von einer Woche bei, trotz zweimaliger Führung kam der FCS jedoch nicht über ein Unentschieden hinaus. Batz hielt dazu einen Elfmeter. Das Unentschieden schmerzte, gerade da der FCS nach dem 2:1 nach einer Stunde überlegen war und im Grunde keine gefährlichen Situationen zuließ. Auch das dritte Heimspiel lief nicht nach Wunsch. Gegen den FSV Zwickau setzte es eine 1:2-Niederlage. Der FCS fand erst in den letzten Minuten zu seinem Spiel, hätte einen klaren Elfmeter bekommen müssen und blieb am Ende ohne Punkte. Zeitgleich lieferten die Spitzenteams ab und vergrößerten den Rückstand nach oben auf neun Punkte. Es brauchte eine überragende Serie um noch mal auf Tuchfühlung zu kommen, doch dieser Kraftakt konnte nicht mehr bewältigt werden. Der FCS setzte trotzdem am 28.Spieltag noch mal ein Zeichen. Beim souveränen Spitzenreiter Dynamo Dresden entführte man ein 1:1-Unentschieden. Zeitz traf für den FCS. Auch in diesem Spiel wäre ein Sieg möglich gewesen. Mehr möglich war auch im Heimspiel gegen Viktoria Köln. Die Gäste drehten im zweiten Abschnitt jedoch die frühe Führung durch Jacob zu ihren Gunsten, der FCS glich acht Minuten vor Schluss durch Vunguidica aus. Danach warf der FCS im Stile der "letzten Chance" auf oben alles nach vorne und fing sich in letzter Sekunde nach einem Ballverlust noch den dritten Gegentreffer.


Mit diesem Tiefschlag ging es in die einzige Länderspielpause der Saison. Die Pause schien dem FCS zu helfen. Beim Nachbarschaftsduell in Wiesbaden zeigte man sich deutlich verbessert und hatte nach einem Doppelpack von Julian Günther-Schmidt alles im Griff. Zwei unnötige Gegentreffer in den letzten fünf Minuten bedeuteten doch noch ein Remis und zwei verschenkte Punkte. Dadurch wuchs auch der Abstand auf Platz 4 auf fünf Punkte an. Diesen Qualifikationsplatz zum DFB-Pokal hatte man sich als verbliebenes Saisonziel gesetzt. Im Heimspiel gegen Türkgücü München gelang der 13.Saisonsieg. Zeitz staubte nach zwei Minuten nach einer Ecke ab, zwölf Minuten später verwandelte Shipnoski einen Elfmeter. Am Ende gewann man mit 2:1 und schien durch den Aufwind gerüstet für das anstehende Derby beim 1.FC Kaiserslautern. Zum ersten Mal nach Jahrzehnten gastierte der FCS am 17.April 2021 wieder bei der ersten Mannschaft des FCK auf dem Betzenberg. Druck und Erwartungshaltung schienen den FCS jedoch gelähmt zu haben. Da half auch der zwischenzeitliche Ausgleich von Zeitz nichts. Der FCS verlor mit 1:2, obwohl beide Seiten ausreichend Chancen für weitere Tore hatten. Ein bitterer Rückschlag für das Umfeld. Lukas Kwasniok änderte danach die Spielweise seine Mannschaft und hatte zunächst Erfolg. Im Heimspiel gegen Waldhof Mannheim gelang dem FCS ein fulminanter 5:0-Erfolg. Eine gelungene Revanche für die 1:4-Niederlage im Hinspiel. Man stand nun tiefer, lauerte auf Räume und zeigte sich Effizient. Das gleiche Spiel gab es Ende April beim FC Bayern II. Beim Vorjahresmeister spielten die Malstätter routiniert und vor dem Tor mit viel Ruhe. Ein Doppelpack von Shipnoski sowie ein Treffer von Golley und Jacob besorgten den höchsten Auswärtssieg der Saison.


Den Spannungsabfall konnten diese beide Siege jedoch nicht verhindern. Die Mannschaft wurde nach einer langen und harten Saison müde, dazu brachen Stützen wie Steven Zellner, Anthony Barylla oder Sebastian Jacob weg. Die weiteren Offensivspieler verloren ihre Form. Günther-Schmidt kam nach Corona-Quarantäne nicht mehr in seine Form, Gouras und Shipnoski hatten eine schlechte Phase. Die 0:3-Pleite gegen formstarke Magdeburger läuteten den Mai ein. Auch in den folgenden beiden Saisonspielen hatte man seine Probleme in der Offensive, konnte sich jedoch achtbar aus der Affäre ziehen. Am 36.Spieltag holte man beim FC Ingolstadt ein Unentschieden und im letzten Heimspiel gegen den SV Meppen gab es einen 2:0-Sieg. Damit erfüllte man seine Aufgaben sowohl im Auf- als auch im Abstiegskampf. Im Pokalhalbfinale setzte man sich wenige Tage später beim FC Homburg durch. Im Elfmeterschießen war der FCS nach 120 ausgeglichenen Minuten die glücklichere Mannschaft. Zum Saisonabschluss gegen Zwickau nahm der FCS zahlreiche Veränderungen vor verlor unter dem Strich mit 0:2. Auch das letzte Pflichtspiel der Saison ging bekanntlich verloren. Im Saarlandpokalfinale bei der SV Elversberg verlor der FCS hochverdient mit 0:1.


Dadurch hat die Saison mit einem negativen Erlebnis geendet und auch in der neuen Saison spielt der FCS nicht im DFB-Pokal. Gerade die Art und Weise war unwürdig für die sonstige Saison. Denn in der Liga hat der FCS trotz Auf und Abs eine überragende Runde gespielt und am Ende mit dem fünften Platz auch der beste Drittligaergebnis in der Vereinsgeschichte erzielen können.

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