Siebter Neuzugang: Auch Alexander Groiß wird Saarbrücker

Der 1.FC Saarbrücken um Sportdirektor Jürgen Luginger bastelt weiter fleißig an seinem Kader für die Saison 2021/22. Am Samstag erst stellte der FCS in Tim Korzuschek einen neuen Spieler für die offensive Außenbahn vor, am heutigen Montag wurde dann der Transfer von Alexander Groiß offiziell. Groiß kommt vom Karlsruher SC (sein Vertrag beim KSC lief aus) nach Saarbrücken und unterschreibt einen Vertrag über zwei Jahre bis zum 30.Juni 2023. Groiß war - wie die meisten Spieler in dieser Transferperiode - zuvor nicht als Gerücht aufgetaucht. Insgesamt ist Groiß der siebte Neuzugang vor der neuen Saison. Zuvor hatte man bereits die Transfers von Nick Galle (Linksverteidiger, kommt von Alemannia Aachen), Dominik Ernst (Rechtsverteidiger, kommt vom 1.FC Magdeburg), Dave Gnaase (Zentrales Mittelfeld, kommt aus Uerdingen), Tim Korzuschek (Linkes Mittelfeld, kommt vom FC Gießen), Justin Steinkötter (Angriff, kommt von Borussia Mönchengladbach II und Adriano Grimaldi (Angriff, kommt vom KFC Uerdingen) bekannt gegeben.


In Alexander Groiß schnappt sich der FC einen zweitligaerfahrenen und zugleich noch jungen Defensivspieler. Er passt mit dieser Ausgangslage perfekt in das bisherige Beuteschema beim FCS. Groiß wurde beim VfB Stuttgart ausgebildet und spielt seit 2018 beim Karlsruher SC. Insgesamt bestritt er für den KSC schon 22 Einsätze in der 2.Bundesliga, in der abgelaufenen Saison kam er zehn Mal zum Einsatz. Eine ausführliche Vorstellung erfolgt im Laufe des Abends.


Groiß fällt - da sein Geburtstag erst am 1.Juli ist - in der kommenden Saison noch unter die U23-Regel und verstärkt den Block von jungen Spielern beim FCS. Mit Nick Galle, Rasim Bulic, Luca Kerber, Justin Steinkötter, Marius Köhl, Tim Korzuschek und dem Neuzugang stehen mittlerweile schon sieben U23-Spieler (+ U19-Spieler wie Frederic Recktenwald) für die kommende Saison unter Vertrag. Gemeinsam mit einem oder zwei neuen Torhütern für die U23-Regel ist man nun in einen sicheren Bereich für die Regel und muss nicht mehr zwingend die Augen nach weiteren U23-Spielern offen halten. Der Neuzugang darf aber nicht nur ein Spieler für die Nachwuchsregel sein, sondern kommt an einen Scheidepunkt seiner Karriere. Er hat in der 2.Bundesliga den Durchbruch nicht ganz geschafft und geht nun einen Schritt zurück um sich in der 3.Liga durchzusetzen. Groiß ist ein flexibler Defensivspieler. Ausgebildet wurde er in Stuttgart im defensiven Mittelfeld und diese Position hat er auch in Karlsruhe in der Regel gespielt. Er kann aber genauso gut auch in der Innenverteidigung eingesetzt werden und bringt mit einer Körpergröße von 1,90 Meter auch mehr Kopfballstärke in den Kader.



Die Anzahl der unter Vertrag befindlichen Spieler steigt mit der Verpflichtung des Defensivspielers auf 24 Akteure. Recktenwald soll in der kommenden Saison weiter bei der U19 bleiben und dort seine Ausbildung im Jugendbereich abschließen. Die Zukunft von Leihgabe Marius Köhl bleibt offen. Der Stamm liegt damit zum aktuellen Zeitpunkt eher bei 22 Spielern. Mögliche Sommerabgänge (Sverko, oder Bulic, aber auch ein Abgang von Mendler ist möglich) mit Vertrag könnten die Größe des Kaders verringern. Ohne Abgänge bleibt bei einer normalen Kadergröße nicht mehr so viel Raum für Neuzugänge, zumal ja noch zwei Torhüter den FCS verstärken sollen. Trotzdem wird noch mindestens ein Flügelspieler auf der Liste stehen und auch in der Innenverteidigung könnte der FCS noch einen weiteren Neuzugang gut gebrauchen. Das zentrale Mittelfeld dagegen könnte als Baustelle nun geschlossen sein, vor allem wenn ein fester Wechsel zu einem Doppelsturm geplant ist.



Sportdirektor Jürgen Luginger schätzt Groiß wie folgt ein.

Dass sich Alexander Groiß für den 1. FC Saarbrücken entschieden hat, freut uns außerordentlich. Er ist körperlich robust, besitzt ein gutes Kopfballspiel und bringt dazu eine fußballerische Note mit, die einer Mannschaft im Spielaufbau und bei der Spielkontrolle richtig gut tut. Neben seiner angestammten Position im Mittelfeld, kann er zusätzlich noch in der Innenverteidigung agieren.



Alexander Groiß äußerte sich wie folgt:

„Auf die neue Herausforderung beim 1. FC Saarbrücken freue ich mich sehr. Denn ich glaube, dass der Schritt zurück in die 3. Liga in meiner Entwicklung ein klarer Schritt nach vorn sein kann. Zuletzt hatte ich leider nicht die Einsatzzeiten, die ich mir erhofft habe und deswegen brenne ich darauf wieder dauerhaft auf dem Platz zu stehen. Dafür muss ich mich natürlich dem Trainer aufdrängen und in jedem Training alles raushauen, aber genau dies ist meine Zielsetzung“.




Möglicher Kaderansatz beim FCS

Torwart: Batz (2022), ???, ???

RV: Bösel (2022), Ernst (2022), Recktenwald (U23/2024)

IV: Zellner (2023), Sverko (2022)

IV: Uaferro (2022), ???

LV: Müller (2022), Galle (U23/2022)

DM: Zeitz (2022), Bulic (U23/2022)

RM: Deville (2022), ???

ZM: Jänicke (2022), Kerber (U23/2023)

ZM: Gnaase (2023), Groiß (U23/2023)

LM: Mendler (2022), Gouras (2022), Korzuschek (U23/2023)

ST: Jacob (2023), Günther-Schmidt (2022), Grimaldi (2023), Steinkötter (U23/2023), Köhl (U23/2022)

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