Vorgestellt: VfL Osnabrück

Die zweite Drittligasaison nach dem Wiederaufstieg wartet auf den FCS und mit vielen Gegnern hat man sich schon in der letzten Saison um Punkte duelliert. Durch Ab- und Aufstieg sind jedoch insgesamt sieben neue Gegner in der Liga vertreten. Die Spanne reicht von Traditionsvereinen hin zu Neulingen und großer Attraktivität hin zu einer geringen Attraktivität. Um die Sommerpause zu überbrücken, gibt es in den kommenden Tagen jeweils einen kurzen Blick auf die neuen Gegner in der 3.Liga. Parallel zum vergangenen Jahr soll vor Saisonbeginn dann der sportliche Blick auf alle Teams der 3.Liga folgen. Im vorletzten Teil geht es heute um den VfL Osnabrück.




Stenogramm


Offizieller Name:Verein für Leibesübungen von 1899 e. V. Osnabrück
Unternehmensform:VfL Osnabrück GmbH & Co. KGaA
Gründung:17.April 1899
Vereinsfarben:Lila-Weiß
Mitglieder:3.800
November 2019
Ort:Osnabrück
Bundesland:Niedersachsen
Einwohner:ca. 165.000
Entfernung:450 KM
Stadion:Bremer Brücke
Kapazität:16.100
ZS-Schnitt 2020/21:3.2002.Bundesliga
ZS-Schnitt 2019/20:14.7112.Bundesliga
ZS-Schnitt 2018/19:11.9313.Liga
Bilanz:8/5/7
Letzte Duelle:Saison 2013/143.Liga
Platzierung 2020/21:16.Platz2.Bundesliga
Platzierung 2019/20:13.Platz2.Bundesliga
Größter Erfolg:Endrunde dt. Meisterschaft1939, 1940, 1950, 1952
Ewige Tabelle 3L:3.Platz

Beschreibung

Rund 4.000 Mitglieder bilden den VfL Osnabrück, wobei die Profiabteilung bereits seit 2013 ausgegliedert ist. Gegründet wurde der Verein im April 1899. Die Lila-Weißen können auf eine schöne Vereinshistorie zurückblicken, auch wenn ihnen der Sprung in die Bundesliga bisher immer verwehrt blieb. Zuvor hatte man über Jahre in der höchsten Spielklasse gespielt. Seither pendelt der Club zwischen der Zweit- und Drittklassigkeit. In den letzten zehn Jahren war meist die 3.Liga die Heimat. Nach dem Abstieg 2011 spielte man acht Jahre in Folge in der Liga und landete meist im vorderen Mittelfeld. 2018 erreichte man als Siebzehnter nur den Klassenerhalt, in der anschließenden Saison schaffte eine umgebaute Mannschaft die Meisterschaft. 2019/2020 hielt man die 2.Liga, nach guten Start landete man am Ende auf Platz 13. Auch letzte Saison hatte man einen starken Start, geriet dann jedoch in eine Negativspirale und fiel bis auf den Relegationsplatz zurück. In den Entscheidungsspielen gegen Ingolstadt verlor man.


Wie bei allen Absteiger fällt auch für Osnabrück die bisherigen großen TV-Gelder aus der 2.Bundesliga weg und werden nur durch die vergleichsweise geringen Summen in Liga 3 aufgefangen. Dazu spielt auch die Pandemie mit. So soll sich der Verlust in der letzten Saison auf rund 600.000 Euro belaufen. Zuvor hatte sich der Verein auf eine solide finanzielle Basis stellen können und besitzt weiterhin ein positives Eigenkapital von 1,5 Millionen Euro. Der Gesamtetat in der letzten Drittligasaison lag bei elf Millionen Euro, in der zweiten Bundesliga dann bei 20 Millionen Euro. Aus sportlicher Sicht wartet nach dem Abstieg ein kleiner Umbruch auf den VfL, als neuer Trainer wurde bereits Daniel Scherning verpflichtet.


Als Heimspielstätte des VfL fungiert das Stadion an der Bremer Brücke mit einem Fassungsvermögen von 16.100 Plätzen. Das Stadion gehört dem Verein respektive der GmbH. Eröffnet wurde das Stadion im Jahr 1933 und wurde über die Jahrzehnte immer wieder Um- oder Neugebaut. Alle vier Tribünen sind überdacht, doch sind die vordersten Stufen nicht inbegriffen. Die Ostkurve ist als Stehtribüne konzipiert und dient als die Fantribüne in Osnabrück. In der Westkurve liegt der große Gästeblock. In Sachen Zuschauer kann man sich auf die eigenen treuen Anhänger verlassen. In der letzten Zweitligasaison ohne Zuschauerbeschränkungen konnte man einen Schnitt von fast 15.000 Zuschauern vorweisen und auch in Liga 3 hat man einen guten Rückhalt. Zwischen 8.000 und 9.000 Zuschauer pilgern dann im Normalfall an die Bremer Brücke. In der letzten Aufstiegssaison waren es sogar fast 12.000 Zuschauer gewesen.


20 Mal standen sich Mannschaften des FCS und den VfL bereits gegenüber. Mit acht Siegen bei sieben Niederlagen ist die Bilanz leicht positiv aus Sicht der Malstätter. Man konnte jedoch keines der letzten sieben Spiele gegen Osnabrück gewinnen. Bei den letzten Duellen in der Saison 2013/14 gab es im Ludwigspark ein Unentschieden ohne Tore. Im Rückspiel gewann Osnabrück deutlich mit 4:1.

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