Die Drittligagegner: SC Verl

Das zweite Drittligajahr nach dem Wiederaufstieg steht für den FCS vor der Tür. Der Kader und die sportliche Leitung bei den Malstättern haben sich verändert, aber auch in der restlichen Liga hat sich in der Sommerpause einiges getan und die Kader werden sich bis zum Ende des Transferfensters am 31.August 2021 noch weiter verändern. Neunzehnhundertdrei.de schaut sich diese Veränderungen an, sorgt für Abhilfe und wird die sportliche Seite - in Anlehnung an die traditionelle Vorschau des Kickers - aller Drittligagegner in der Saison 2021/22 beleuchten. Von Montag, 28.Juni bis zum Freitag, 16.Juli ist am jedem Tag eine Mannschaft geplant. Der Auftakt macht heute der SC Verl.







Ausgangslage

Nach einem überragenden ersten Jahr geht es für den SC Verl im zweiten Jahr um eine nachhaltige Etablierung in der 3.Liga. Den Erfolg des Vorjahres (Platz 7) zu wiederholen scheint angesichts hochwertiger Abgänge und eines großen Umbruches schwierig, auch wird niemand mehr den "kleinen SCV" auf die leichte Schulter nehmen. Doch die gute sportliche Leitung hat sich nicht verändert und das Fundament des Clubs steht bei einem Etat von kolportierten vier Millionen Euro auf soliden Füßen. Die Transferpolitik ist mutig wie auch alternativlos. Auch in dieser Saison führt Erfolgstrainer Trainer Guerino Capretti (Vertrag bis Sommer 2022) die Mannschaft an und will auch in dieser Saison in seinem 4-3-3-System agieren. Ein Nachteil könnte die Stadiongeschichte sein. Das heimische Stadion an der Poststraße ist nicht drittligatauglich und bei einer Rückkehr von Zuschauern muss der SC Verl ins rund 70 Kilometer entfernte Stadion am Lotter Kreuz ausweichen. Die letztjährige Ausweichspielstätte in Paderborn ist für den Club auf Dauer nicht zu finanzieren.



Wer ist weg?

Zwölf Spieler haben den Club verlassen. Im Zentrum steht vor allem Flügelspieler Aygün Yildirim (Regensburg). Er sorgte letzte Saison für 19 Scorerpunkte. Ebenfalls in die zweite Liga geht der starke Linksverteidiger Ritzka. Die dritte verlorene Stammkraft ist Abräumer Mehmet Kurt. Der Sechser ging nach Wiesbaden. Im zentralen Mittelfeld ist mit Philipp Sander (Kiel, Leihende) eine zweite Stütze weggebrochen. Auch die Leihe von Sven Köhler (ZM, 10x Startelf in der Rückrunde) endete. Flügelspieler Berkan Taz entschied sich gegen eine Vertragsverlängerung und wechselte zu Aufsteiger Dortmund II. Justin Eilers kam in der Rückrunde gut in Fahrt, wechselte jedoch zu Halle. Die Abwehrspieler Steffan Lang und Yannick Langesberg standen verletzungsbedingt kaum zur Verfügung. Abgänge wie Nico Hecker (RA), Matthias Haeder (ST), Siemann (IV) oder Patrick Choroba (RV) spielten keine große Rolle.



Wer ist neu?

Das Verler Konzept in diesem Sommer lautete bisher: Neben Leihen werden entwicklungsfähige Spieler aus tieferen Ligen verpflichtet um ihnen die Chance zum Durchbruch zu geben. Gleich 12 von 15 Neuzugängen kommen aus der Regionalliga oder tiefer, viele Spieler fallen noch unter die U23-Regel. Im Tor leiht man Niclas Thiede von Freiburg II (elf Einsätze) aus. Für die Innenverteidigung kommt Cottrell Ezekwem. Der Zwei-Meter-Mann spielte zuletzt in Homberg. Als Rechtsverteidiger stößt Nico Ochojski von Fortuna Köln zum SCV. Er war dort Stammspieler. Links sollen Migel Schmeling (fünf Einsätze für Dortmund II) und Luca Stellwagen (13 Einsätze für Viktoria Köln) den Abgang von Ritzka auffangen. Im zentralen Mittelfeld sind Vinko Sapina (SSV Ulm), Emanuel Mirchev (Hamburg U19), Lukas Petrov (20/Augsburg II) und Tom Baack (22/Regensburg) neu. Die beiden letztgenannten Spieler sind Leihgaben. Sie sollen die Abgänge von Kurt, Sander und Köhler auffangen. Auch hat man sich schon die Dienste von fünf Angreifern gesichert. Cyrill Akono war zuletzt von Mainz II an Lübeck ausgeliehen und spielte beim Absteiger eine gute letzte Halbserie. Joel Grodowski (23) kam von Preußen Münster. Ron Berlinski stößt von Oberligist Meinerzhagen zur Mannschaft und der ehemalige FCS-Jugendspieler Valdrin Mustafa (mit 18 Toren für RW Koblenz in der Regionalliga) ist ebenfalls neu. Aus der U19 von Hannover 96 verpflichtete man Maximilian Franke. Die Angreifer können im 4-3-3-System der Verler auch auf der Außenbahn spielen. Für dort wurde Oliver Schmitt vom 1.FC Köln II ausgeliehen.



Wer soll noch kommen?

Viele Baustellen bietet der Kader nicht mehr, 27 Spieler stehen bereits unter Vertrag. Offen ist noch ist die Zukunft von Angreifer Zlatko Janjic. Er hat seinen auslaufenden Vertrag noch nicht verlängert. Sollte Janjic den Verein verlassen, so könnte noch ein erfahreneren Angreifer in den Fokus der Verantwortlichen rücken, Alle anderen Positionen sind von der Quantität gut besetzt.



Denkbare Aufstellung zum Saisonstart

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Stand: 27.Juni

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