Die Drittligagegner: 1.FC Magdeburg

Das zweite Drittligajahr nach dem Wiederaufstieg steht für den FCS vor der Tür. Der Kader und die sportliche Leitung bei den Malstättern haben sich verändert, aber auch in der restlichen Liga hat sich in der Sommerpause einiges getan und die Kader werden sich bis zum Ende des Transferfensters am 31.August 2021 noch weiter verändern. Neunzehnhundertdrei.de schaut sich diese Veränderungen an, sorgt für Abhilfe und wird die sportliche Seite - in Anlehnung an die traditionelle Vorschau des Kickers - aller Drittligagegner in der Saison 2021/22 beleuchten. Von Montag, 28.Juni bis zum Freitag, 16.Juli ist am jedem Tag eine Mannschaft geplant. Im drittletzten Abschnitt steht der 1.FC Magdeburg im Fokus.



Ausgangslage

Eine starke Aufholjagd rettete Magdeburg in der Vorsaison. In einer chaotischen Saison hielt man lange Zeit am Trainer fest, doch auch nach dem Trainerwechsel lief es zunächst schlecht. Anfang März gab es einen 4:2-Auswärtssieg im Kellerduell bei Viktoria Köln, zugleich der Auftakt in einer Serie von elf Spielen ohne Niederlage. Dadurch beendete man die Saison am Ende auf dem elften Platz und hatte sich frühzeitig den Klassenerhalt gesichert. In der Saison 2021/22 soll nun eine ruhige Saison folgen, auch wenn sich die Verantwortlichen beim FCM mit einem genauen Saisonziel und ihren tatsächlichen Ambitionen beim Blick nach oben noch stark zurückhalten. Die nächsten Schritt soll weiter Christian Tietz betreuen. Der 50-Jährige ist seit Mitte Februar als Cheftrainer in der Verantwortung und hat den Kader im Sommer gemeinsam mit dem Sportdirektor Otmar Schork ordentlich umgebaut. Die finanziellen Weichen wurden dafür gestellt. Der Personaletat wurde im Vergleich zur Vorsaison aufgestockt, auch plant man in Magdeburg bewusst mit einem negativen Jahresergebnis.



Wer ist weg?

13 Spieler haben den Club verlassen. Im Zentrum der Abgänge steht Christian Beck. Der Angreifer verabschiedete sich nach acht Jahren in Magdeburg, sportlich spielte der ehemalige Kapitän aber keine Rolle mehr. Auch Winterleihgabe Sané (nach guten Beginn in der Versenkung verschwunden) ging im Angriff wieder. Im Tor hat man Morten Behrens verloren. Der 24-Jährige Schlusslicht wechselte nach Darmstadt, die Leihe der letztjährigen Nummer 2 Timon Weiner endete. Er kehrte zu Holstein Kiel zurück. Auch in der Abwehr gab es einen Umbruch. Als Rechtsverteidiger ging Dominik Ernst als Stammspieler bekanntlich zum FCS, Links hat Timo Perthel den Club verlassen. Verletzungsbedingt kam er schon in der Vorsaison nur zu acht Einsätzen. Außerdem wurden drei Innenverteidiger abgegeben. Routinier Dustin Bomheuer fehlte die komplette Saison verletzt, Brina Koglin (20 Einsätze) war meistens kein Stammspieler und Philipp Harant ein Reservist. Im defensiven Mittelfeld ist in Thore Jacobsen ein Stammspieler gegangen. Der 24-Jährige war zuvor aus Bremen ausgeliehen und ein Leistungsträger gewesen. Der Vertrag von Klaus Gjasula lief Ende Juni aus, der 35-Jährige trainiert aber weiter mit der Mannschaft. Auf den offensiven Positionen im Mittelfeld gingen Daniel Steininger (17 Einsätze) und Sören Bertram. Bertram war trotz seiner 31 Einsätzen jedoch meist nur Joker.



Wer ist neu?

Die Flügelspieler Maximilian Franzke und Florian Kath konnten nach dem Ende ihrer Leihen fest verpflichtet werden. Kath spielte verletzungsbedingt nur zehn Mal in der Vorsaison, bei Franzke waren es acht Einsätze. Man hat jedoch in beiden Fällen noch große Hoffnungen. Die Qualität bringen beide Spieler sicher mit. Innenverteidiger Leon Schmökel und Sechser Ole Hoch aus der eigenen U19 bekamen einen Profivertrag. Die letztjährigen Leihspieler Nico Mai (20) und Julian Weigel (19) sind zurückgekehrt, beide Akteure dürfen den Verein jedoch verlassen. Dazu kommen neun externe Neuzugänge. Die Neuzugänge sind fast alle maximal 24 Jahre alt. Im Tor war eine komplette Neubesetzung notwendig und man verpflichtete Dominik Reimann. Der 24-Jährige war in der Vorsaison der Ersatzkeeper bei Holstein Kiel. Auf Leihbasis vom FC Augsburg kam zudem Benjamin Leneis (22). Als neue Außenverteidiger kamen Tobias Knost (21) und Tim Sechelmann (22). Rechtsverteidiger Knost kam aus der U23 des Hamburger SVs, Linksverteidiger Tim Sechelmann war Stammkraft beim 1.FC Köln II. Im zentralen Mittelfeld sind Amara Condé und Julian Rieckmann neu. Rieckmann (20) kam von Werder Bremen II, Condé (24) war bei RW Essen ein Spieler mit vielen Einsätzen. Etwas offensiver eingesetzt werden Jason Ceka (21) und Connor Krempecki. Ceka kam von Schalke II und bestritt dort 25 Einsätze mit zwölf Toren. Krempecki ist mit seinen 26 Jahren der einzige Neuzugang über 24 Jahren. Im Angriff hat man den ehemaligen FCS-Jugendspieler Luca Schuler unter Vertrag genommen. Schuler spielte zuletzt ebenfalls bei Schalke II und war dort Leistungsträger mit neun Saisontoren.



Wer soll noch kommen?

30 Spieler stehen im Kader, mit Gjasula könnten es gar 31 Spieler sein und damit hat man den Kader laut Trainer Tietz vorerst zusammen. Den ein oder anderen Transfer mit einem externen Zugang kann es bis Ende August aber noch geben, vor allem wenn man die Streichkandidaten abgeben kann.



Denkbare Aufstellung zum Saisonstart


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Stand: 12.Juli

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