Die Drittligagegner: VfL Osnabrück

Das zweite Drittligajahr nach dem Wiederaufstieg steht für den FCS vor der Tür. Der Kader und die sportliche Leitung bei den Malstättern haben sich verändert, aber auch in der restlichen Liga hat sich in der Sommerpause einiges getan und die Kader werden sich bis zum Ende des Transferfensters am 31.August 2021 noch weiter verändern. Neunzehnhundertdrei.de schaut sich diese Veränderungen an, sorgt für Abhilfe und wird die sportliche Seite - in Anlehnung an die traditionelle Vorschau des Kickers - aller Drittligagegner in der Saison 2021/22 beleuchten. Von Montag, 28.Juni bis zum Freitag, 16.Juli ist am jedem Tag eine Mannschaft geplant. Den Abschluss macht mit Zweitligaabsteiger Osnabrück der erste Heimspielgegner für den FCS.



Ausgangslage

Chance verpasst? Nach dem Klassenerhalt in der Saison 2019/20 hatte der VfL in der vergangenen Spielzeit die große Chance die Weichen für eine Etablierung in der 2.Bundesliga zu stellen. Nach elf Spieltagen lag man noch auf Platz 5. Es folgte eine eklatanter Absturz mit nur einem Sieg aus 15 Spielen. Man fiel damit in den Abstiegskampf und beendete die Saison als Sechszehnter. In der Relegation unterlag man schließlich Osnabrück. Nun steht der VfL vor einem Neuaufbau. Als neuer verantwortlicher Trainer verpflichtete man den 37-Jährigen Daniel Scherning. Der 37-Jährige war zuletzt Co-Trainer beim SC Paderborn. Seine Aufgabe ist es einen weitgehend neuen Kader in die Spur zu bringen. Zusammengestellt wurde das Aufgebot vom neune Sportdirektor Amir Shapourzadeh. Ein Saisonziel hat der VfL noch nicht ausgegeben. Aus finanzieller Sicht will der Club weiter solide wirtschaften, auch wenn man in der letzten Saison einen Verlust von rund 600.000 Euro hinnehmen musste. Nun fallen die großen TV-Gelder weg, dafür hat man die Strukturen verschlankt.



Wer ist weg?

Gleich 18 Abgänge musste der VfL nach dem Abstieg verkraften, auch wenn viele Spieler freiwillig abgegeben worden. Fünf Angreifer sind weg. Luc Ihorst (18 Einsätze) war von Bremen ausgeliehen und spielt nun in Braunschweig. Der niederländische Winterneuzugang Grot spielte verletzungsbedingt quasi keine Rolle. Auch Sebastian Müller (8 Einsätze) kam erst im Winter, seine Leihe endete. Routinier Christian Santos hatte acht Toren in 29 Spielen erzielt, sein Vertrag wurde aufgelöst. Etienne Amenyido wurde dagegen an Zweitligist St. Pauli verkauft. Der 23-Jährige war einer der Lichtblicke der Vorsaison. Im Mittelfeld musste man Sebastian Kerk durch eine Ausstiegsklausel ziehen lassen. Er erzielte beim Absteiger 20 Scorerpunkte. Etwas defensiver hatte man bei Ludovit Reis keine Chance. Die Leihgabe aus Spanien spielt nun in Hamburg. Im zentralen Mittelfeld kam auch Bryan Henning fast immer zum Einsatz, er entschied sich für einen Wechsel zu Mitabsteiger Eintracht Braunschweig. Nicht verlängert wurde der Vertrag von David Blacha (Meppen). Auch Reservespieler Marc Augé musste gehen. Die Leihe von Niklas Schmidt (22 Einsätze) endete. Flügelspieler Multhaup (26 Einsätze) ging als einer von drei Spielern nach Braunschweig. In der Defensive endete die Leihe mit dem zweiten Torwart Moritz Nicolas, auf der linken Abwehrseite gingen mit Ken Reichel (20 Einsätze) und Kevin Wolze (22 Einsätze) zwei erfahrene Spieler. Rechts gilt das gleiche für Konstantin Engel (13 Einsätze). Stammspieler Bashkim Ajdini zog einen Wechsel zum SV Sandhausen vor. Innenverteidiger Adam Susac spielt mittlerweile beim FSV Zwickau.



Wer ist neu?

Die Liste der Neuzugänge umfasst 13 Spieler. Fast alle Neuzugänge sind noch in einem jungen Alter. In der Abwehr bekam Luis Sprekelmeyer aus der eigenen U19 einen Vertrag, Außenverteidiger Hakim Traoré kehrte von einer Ausleihe zum VfB Oldenburg zurück. Ebenfalls neu auf der linken Seite sind Florian Kleinhansl und Manuel Haas. Kleinhansl (20) kam von Stuttgart II, Haas (25) spielte letzte Saison eine untergeordnete Rolle beim SV Ried. Auf der rechten Seite konnte man Omar Traoré (23) vom KFC Uerdingen verpflichten, von Wolfsburg II kam Davide Itter (22). Im zentralen Mittelfeld kehrte Sven Köhler nach seiner Leihe aus Verl zurück und soll nun in Osnabrück eine deutlich größere Rolle einnehmen. Oliver Wähling kam vom FSV Mainz 05 II. Nach guten Jahren in der Regionalliga will der 21-Jährige nun den nächsten Schritt gehen. Lukas Kunze war Stammspieler beim SV Rödinghausen in der Regionalliga. Für die Offensive kam Ba-Mauaka Simakala. Der 24-Jährige kam ebenfalls aus Rödinghausen und sorgte dort für 14 Saisontore. Den nächsten Schritt geht auch Felix Higl (24). Er kam vom SSV Ulm und erzielte letzte Saison 13 Treffer. Aus der eigenen Jugend erhielt Tom Bertelsmann einen Vertrag. In Andrew Wooten holte man auch noch einen Routinier. Der 31-Jährige spielte zuletzt für Admira Wacker in Österreich.



Wer soll noch kommen?

24 Spieler stehen unter Vertrag. Gesucht wird auf jeden Fall noch ein - vielleicht auch zwei - Spieler für die offensiven Außenbahnen. Danach will man sich den Markt bis Ende August anschauen und möglicherweise noch auf anderen Positionen nachlegen.




Denkbare Aufstellung zum Saisonstart

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Stand: 14.Juli

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