Die Lage des FCS vor Würzburg

Der jüngste Heimsieg über Magdeburg hat die Stimmung beim FCS noch mal um ein gutes Level gesteigert, sieht man einmal von den unsäglichen Anschuldigungen seitens der Magdeburger ab. Diesen unschönen Nebenaspekt zur Seite geschoben hatte man in der Vorbereitung auf Würzburg nur wenig Zeit. Insgesamt stehen nur drei spielfreie Tage an, wobei am heutigen Samstag auch noch die Anreise zu bewältigen ist. Für eine englischen Woche sind drei Tage aber auch eine gute Zeitspanne und

man kann in dieser Zeit genügend Frische generieren. Beim FCS hat man die Zeit entsprechend für viel Regeneration genutzt denn das Spiel gegen Magdeburg war sehr intensiv, hat viele Kräfte gekostet und am Sonntag benötigt man die größtmögliche Frische für die eigene Spielidee.


Obwohl der Gegner ein Zweitligaabsteiger ist, wird der 1.FCS als Favorit auf dem Papier in das Spiel gehen. Angesichts des gelungenen eigenen Saisonstartes und des überhaupt nicht gelungenen Saisonstartes der Kickers lässt sich kein anderer Schluss ziehen. Man weiß mittlerweile aber um die Enge und Unberechenbarkeit dieser Liga und darf das nächste extrem schwere Spiel zu erwarten. Würzburg hat einen komplett anderen Spielstil als Magdeburg und wird nach dem schwachen Auftritt am Mittwoch in Freiburg auf Wiedergutmachung aus sein. Auch diesen Gegner muss man mürbe machen und das eigene Leistungsvermögen ausschöpfen.



U23-Regel/Spieltagskader

Seit dieser Saison dürfen die Drittligisten insgesamt 20 Spieler an einem Spieltag in den Kader berufen. Weiterhin müssen vier Spieler die U23-Regel erfüllen. U23-Spieler ist in der Saison 2021/22, wer nach dem 30.Juni 1998 geboren wurde. Angesichts des erweiterten Kaders hat die Bedeutung der U23-Regel abgenommen und wird für den FCS auch in Würzburg keine Rolle spielen.



Personelle Situation

Eine verbesserte Situation wie noch gegen Magdeburg ist nicht eingetreten, im Gegenteil. Das Spiel unter der Woche hat seine Spuren hinterlassen. Zunächst aber gilt die bekannte Situation: Auch in diesem Spiel muss der FCS auf die Langzeitverletzten Steven Zellner, Boné Uaferro, Sebastian Bösel und Jonas Hupe verzichten. Die drei erstgenannten Spieler fehlen noch Monate, Torhüter Hupe wird nach seinem Muskelfaserriss als erster Spieler wieder zurückkehren. Ebenfalls nicht zur Verfügung steht Sebastian Jacob. Der Angreifer muss mit muskulären Problemen weiter aussitzen. Zusätzlich steht hinter den Einsätzen von Robin Scheu, Dominik Ernst (muskuläre Probleme) und Dennis Erdmann (Kniebeschwerden) ein Fragezeichen. Sie konnten am Freitag auch nicht auf dem Feld trainieren, haben jedoch teilweise ein individuelles Regenerationsprogramm abgespult. Ihr Einsatz entscheidet sich im heutigen Abschlusstraining. Muss der FCS am Ende auf alle drei Spieler verzichten, so bleiben gerade einmal 17 Feldspieler übrig. Einen vollbesetzten Kader könnte man dann nicht mehr aufbieten. Und unter den Feldspieler befindet sich Tim Korzuschek ein gerade wieder fitter Spieler nach längerer Verletzung und U19-Akteur Frederic Recktenwald.



Die FCS-Taktik

Das 4-2-3-1-System hat sich in den ersten fünf Spielen etabliert und passt - auch angesichts der personellen Situation - gut zu den aktuellen Möglichkeiten des Kaders.



Wie könnte der FCS beginnen?

Zwischen den Pfosten des eigenen Tores ist die Ausgangslage klar. Daniel Batz wird als unumstrittene Nummer 1 erneut im Kasten stehen und Batzi zeigte auch gegen Magdeburg wieder eine souveräne Leistung. Als sein Vertreter hat man Marcel Johnen in der Hinterhand.


Bei der Besetzung der zehn Feldspieler geht es darum, die bestmögliche Mannschaft auf das Spielfeld zu schicken. Da spielen am Ende der englischen Woche auch Themen wie die Frische eine größere Rolle und man muss sehen, wie viele Änderungen nötig und auch möglich sind. Am Liebsten würde Uwe Koschinat dabei mit der gleichen Viererkette wie in den letzten Spielen angehen. Manuel Zeitz und Nick Galle sind auf ihren Positionen gesetzt. Links hinten hätte man mit Mario Müller noch einen komplett frischen Spieler in der Hinterhand, doch Galle hat sich stabilisiert und obwohl er in gewissen Bereich noch Luft nach oben zeigt ist die Entwicklung zu diesem frühen Saisonzeitpunkt sehr positiv zu bewerten. Entscheidend bleibt in dieser Hinsicht die Verfügbarkeit von Ernst und Erdmann. Können beide Spieler von Beginn an spielen, so werden sie auch auflaufen. Andernfalls ist die Besetzung der zweiten Innenverteidigerposition durch Pius Krätschmer klar. Er ist der logische Ersatz, hat jetzt auch einige Zeit mit der Mannschaft trainiert und bei seinen beiden Einsätzen ordentliche Leistungen zeigen können. Weitere Optionen als Einwechselspieler sind Rasim Bulic und Alexander Groiß. Komplizierter wird die Situation beim Rechtsverteidiger. Ernst sowie der eingeplante Vertreter Scheu sind fraglich, Bösel als weitere Alternative verletzt. Können beide Spieler nicht, so muss Koschinat basteln. Einer der beiden Linksverteidiger könnte die Seite wechseln, ansonsten haben Rasim Bulic und Tobias Jänicke in der Vergangenheit schon mal diese Position gespielt.


Im zentralen Mittelfeld ist Luca Kerber der gesetzte Spieler. Als sein Partner begann gegen Magdeburg Alexander Groiß. Nach 55 Minuten musste er nach eher durchwachsenen Leistung vom Feld. Ihm muss man nach seinen Verletzungen aber auch etwas Zeit einräumen. Als komplett frischen Spieler hat man Dave Gnaase dahinter. Er kam gegen den FCM überhaupt nicht zum Einsatz. Sofern nicht in der Innenverteidigung gebraucht kann auch Pius Krätschmer wieder hier eingesetzt werden. Davor ist Julian Günther-Schmidt als starker Verbindungsspieler zum Angriff gesetzt. Back-Up Jänicke könnte auf der rechten Seite gebraucht werden, er hat gegen Magdeburg lediglich 25 Minuten gespielt. Jänicke liefert sich auf Rechts einen Zweikampf mit dem gegen Magdeburg starken Scheu. Die muskulären Probleme lassen sich auf seinen Trainingsrückstand zurückführen. Selbst wenn er zur Verfügung steht muss man bei seiner Personalie genau darauf achten, inwiefern ein weiterer Einsatz von Beginn an Sinn macht. Steht Scheu nicht zur Verfügung und muss Jänicke als Rechtsverteidiger aushelfen, so kommen Maurice Deville und Justin Steinkötter als Alternativen in Frage. Links ist Minos Gouras der Stammspieler. Tim Korzuschek kann - sofern im Kader - maximal als Einwechselspieler zur Alternative werden. Im Sturmzentrum muss sich Adriano Grimaldi durchkämpfen. Er hat gegen Magdeburg ein wichtiges Tor gemacht, der Wert seiner Arbeit für die Mannschaft in jedem Spiel ist kaum zu bemessen.



Mögliche Aufstellung

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Ersatzbank


Marcel Johnen (ETW)Rasim BulicFrederic RecktenwaldMario MüllerAlexander GroißTim KorzuschekMarius KöhlJustin Steinkötter

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