Vorbericht: Saarlandligaspitzenreiter ist Pokalauftakthürde

Im Rahmen der Länderspielpause bestreitet der FCS seinen ersten Saarlandpokaleinsatz in dieser Saison. Am Dienstag ist man ab 19:00 Uhr zu Gast beim Saarlandligisten SG Mettlach/Merzig. Der Kartenverkauf läuft seit letzten Mittwoch ausschließlich über einen Online-Shop des saarländischen Fußballverbandes ab. Die Eintrittspreise liegen bei zehn Euro für Vollzahler. Ermäßigte Eintrittskarten (für Kinder bis 14 Jahren und Versehrte) kosten fünf Euro. Weitere Ermäßigungen sind nicht vorgesehen.


In Mettlach gelten die aktuell bekannten Regeln (3G+). Einige Drittligisten - darunter auch die kommenden Gegner vom Halleschen FC und 1860 München - konnten das spielfreie Wochenende für ein Spiel im Landespokal nutzen und ursprünglich sollte auch die FCS-Begegnung bereits an diesem Wochenende stattfinden. Beide Vereine und der Verband hatten sich auf einen Termin am Samstag geeinigt. Die Gastgeber hätten sich - bei tollen Oktoberwetter - über eine große Kulisse freuen dürfen während die Malstätter die Vorbereitung auf Halle ohne jegliche Störung hätte durchführen können. Spielverderber war der FV Siersburg. Der Gegner der Mettlach an diesem Spieltag der Saarlandliga lehnte eine Spielverlegung auf einen anderen Termin ab. Der Pokalwettbewerb befindet sich in der fünften Runde. Der Sieger der Begegnung qualifiziert sich für das Achtelfinale (Rahmenterminkalender: 10.November 2021).



Die Spielstätte

Die Heimspielstätte der Mettlacher ist das Stadion am Schwimmbad, seit 2018 ist die Anlage unter dem Begriff "Villeroy & Boch Stadion" bekannt. Offiziell ist die Spielstätte für 4.500 Zuschauer ausgelegt, für das Pokalspiel am Dienstag sind bis zu 2.500 Zuschauer zugelassen. Der Sportplatz verfügt über beide Längsseiten über einen Ausbau von einigen Stufen. Auf der Hauptseite stehen drei Stufen, auf der Gegenseite fünf Stufen zur Verfügung. Im restlichen Stadion (inklusive Aschebahn) ist lediglich ebenerdiges Stehen möglich.



Zuschauerresonanz

Die SG Mettlach/Merzig ist ein typischer Amateurverein im Saarland und so schaut es auch in Sachen Zuschauerresonanz aus. Der Schnitt liegt aktuell bei rund 200 Zuschauern, damit liegt man im hinteren Mittelfeld der Saarlandliga. Die meisten Zuschauer kamen Hasborn (300), auch gegen Herrensohr (250) waren über 200 Zuschauer auf der Anlage. In den weiteren Heimspielen gegen Dillingen (180), Brebach (150) und Bischmisheim (100) lag man unter dieser Marke. Am Dienstag könnte eine vierstellige Kulisse möglich sein.



Wie viele Wechsel sind erlaubt?

In den saarländischen Amateurligen und im Pokal besteht in dieser Saison die gleiche Regel wie in der 3.Liga. Bis zu fünf Wechsel sind erlaubt, zur Verfügung stehen im laufenden Spiel drei Wechselfenster. Dazu kommt die Halbzeitpause. Ein zusätzlicher Wechsel in einer Verlängerung ist nicht vorgesehen. 21 Spieler dürfen im Kader stehen.



Die fünfte Runde im Überblick

Neben dem FCS-Spiel wurden zwei Spiele in diese Woche vorgeschoben. Am Mittwoch empfängt Saar 05 Saarbrücken die SV Elversberg, außerdem genießt Oberligist Hertha Wiesbach das Heimrecht gegen Saarlandligist Borussia Neunkirchen. Das Heimrecht wurde auf Wunsch der Neunkircher getauscht, eine Situation die in der Vergangenheit bei Pokalspielen des FCS vom Verband vehement abgelehnt worden war. Der zweite Regionalligist aus Homburg ist kommenden Dienstag bei Röchling Völklingen zu Gast. Alle weiteren Begegnungen sind bis dato für den ursprünglichen Spieltermin am 20.Oktover vorgesehen.



(Pokal-)Historie zwischen den Clubs

Nur in einer Spielzeit spielten die beiden Clubs in der gleichen Klasse. 2008/09 in der Oberliga Südwest gewann der FCS beide Duelle. In Mettlach gewann man mit 5:1, das Rückspiel als feststehender Meister mit 6:2. Dazu kommen vier Vergleiche im Saarlandpokal. Die Bilanz ist mit je zwei Siegen ausgeglichen. 2007 unterlag man vor 1.200 mit 0:1 und das letzte Pokalduell 2013 ging ebenfalls an Mettlach. Zwar ging der FCS unter der Regie von Milan Sasic durch Raffael Korte in Führung, doch Mettlach glich nach einer Stunde aus und erzielte in der Verlängerung den verdienten Siegtreffer. Im März 2010 gewann der FCS durch zwei Treffer von Lukas Kohler mit 2:0 in Mettlach. Außerdem trafen sich beide Teams 2011 im Finale in Dillingen. Vor 5.500 Zuschauern setzte sich der FCS nur knapp mit 3:2 (Tore: Fuchs, Sieger, Eigentor) gegen den SVM durch.



Der Gegner: SG Mettlach/Merzig

1920 wurde der SV Mettlach als Fußballabteilung des Turnvereins 1885 Mettlach gegründet, bereits seit 1923 wird der Club jedoch selbstständig geführt. Die Vereinsfarben sind Blau und Weiß. Der Verein verbrachte den Großteil seiner Historie in den saarländischen Amateurligen, leistete sich aber auch einige kurze Ausflüge in überregionale Ligen. Durch drei Aufstiege spielte man insgesamt für neun Jahre in der Oberliga. Zuletzt gelang 2008 der Aufstieg in die Oberliga, bereits nach einer Spielzeit stieg man damals jedoch wieder ab spielt seit 2009 durchgängig in der Saarlandliga. In den letzten Jahren fand man sich meist im hinteren Mittelfeld der Liga wieder und pendelte sich in der Regel auf Platz 12 oder 13 ein. Ein fünfter Platz 2019 war die große Ausnahme. In der abgebrochenen letzten Saison lag man nach acht Spielen auf dem fünften Platz. Der Kader spielt zum größten Teil seit einigen Jahren zusammen, mit an Bord sind auch einige ehemalige Jugendspieler des FCS wie Sascha Hermes, Jona Schmitt, Fabian Theobald oder Jacob Collmann. Ab dieser Saison geht man offiziell als SG Mettlach-Merzig an den Start und hat zu diesem Zweck eine Spielgemeinschaft mit Kreisligist SpVgg Merzig geschmiedet. Dadurch soll unter anderem der Unterbau der Saarlandligamannschaft verbessert werden.



Bisherige Saison & Tabellensituation

Die Mettlacher konnten im bisherigen Saisonverlauf in der Saarlandliga absolut überzeugen. Nach elf Spieltagen führt man die Spielklasse an und ist als einzige Mannschaft noch ohne Niederlage. Neben neun Siegen gab es auch zwei Unentschieden. Mit 29 Punkten liegt man vor Auersmacher und konnte sich von der restlichen Liga schon leicht absetzen. Man stellt mit 30 Toren die gefährlichste Offensive der Liga, neun Gegentreffer sind der zweitbeste Wert der Spielklasse. Bester Torschütze ist Felix Klemmer, der 25-Jährige steht bereits bei elf Saisontreffern. Es folgen Tim Roob (sechs Tore), Jacob Collmann (fünf Treffer) und Andre Paulus (vier Tore). Alle fünf Spiele im heimischen Stadion am Schwimmbad konnten bei einem Torverhältnis von 24:4 gewonnen werden. Mettlach startete erst verspätet in die Saison, am 3.Spieltag gab es den eigenen Auftakt. Im Heimspiel gegen Hasborn sahen 300 Zuschauern einen 3:0-Sieg. Es folgte ein 1:1-Unentschieden in Quierschied sowie ein knapper Heimsieg über Halberg Brebach. Siege in Schwalbach (2:1), gegen Dillingen (4:1) und Herrensohr (5:3) etablierten Mettlach ganz oben in der Tabelle. Am 8.Spieltag gewann man beim FC Homburg II mit 2:1, beim SV Bliesmengen folgte das zweite Remis. Nach 90 Minuten hieß es 2:2-Unentschieden. Zuletzt gab es einen 8:0-Heimsieg über ein personell geplagtes Bischmisheim und darauf einen 2:0-Auswärtssieg beim VfL Primstal. Am Samstag verteidigte man durch einen 3:0-Heimsieg über den FV Siersburg die Tabellenführung.



Die Mettlacher Pokalsaison und Pokalhistorie

Seit der zweiten Runde steht Mettlach an sich im Wettbewerb, doch das erste Spiel des Saarlandligisten wurde abgesagt. Hüttersdorf trat nicht an. In der dritten Runde tat man sich bei Bezirksligist Schmelz schwer, siegte am Ende knapp mit 2:1. Das Siegtor erzielte Thome erst in der Nachspielzeit. In der letzten Runde war mit dem SC Roden ein weiterer Bezirksligist der Gegner, dieses Mal wurde Mettlach der Favoritenrolle deutlich gerecht und siegte mühelos mit 7:1.


Die Mettlacher Pokalhistorie hält das ein oder andere Highlight parat. Fünf Mal stand der Club im Finale, zuletzt 2011 in Dillingen gegen den FCS. In drei Fällen (1984, 1993, 1995) gewann man den Pokal. Hinter den drei Proficlubs und Borussia Neunkirchen ist Mettlach damit der erfolgreichste Club der Pokalgeschichte. Bei der letzten regulären Pokalspielzeit 2019/20 schied man in der vierten Runde aus, 2018 gelang der Sprung bis in das Achtelfinale.

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