Wenn du etwas ändern willst, fang bei Dir an.

Okay, ich bin nicht reif für die Klappse aber hab am Freitag doch Züge an mir gesehen, die mir nicht gefielen. Ich gehöre auch zu denen, die diese ewige Miesmacherei, Ungeduld auf den Verein und Spiele bezogen nervig und blöd finden. Aber man tappt schnell in die Falle, nur warum ist das so?

Weil eine Mischung aus Euphorie und "Wünschen" leicht die Realität aus dem Auge verliert. Im Vorfeld des Spiels ging es nach den veränderten Corona Regeln eigentlich eine Woche lang nur darum, wie viele Zuschauer am Ende wohl da sein werden, welche Tribüne als erstes ausverkauft ist und wie das dann sein wird mit mehr Zuschauern. Genau in diese Falle bin ich getappt, was am Ende Züge angenommen hat, das ich selber bei Reservix nachgeschaut habe, wie viele Tickets wo und wann über den imaginären Tisch gingen. Gleichzeitig ging damit unterschwellig eine Erwartungshaltung und Wunsch einher, es möge ein legendärer Abend werden - auch ergebnistechnisch.


Eintracht Braunschweig war in der Gedankenwelt nicht wirklich vorhanden, dabei handelt es sich um eine Mannschaft, die letztes Jahr noch in der zweiten Liga kicket und die nachweislich ein gutes Team hat und auswärts kaum Gegentore zulässt. Das wusste ich zwar, es ging aber in der Gedankenwelt von Tickets, Zuschauer und Vorfreude unter ...


So geht es dann fern der Realität ins Spiel. Das startet nicht so schlecht und man führt zwischenzeitlich. Bei dem Ausgleich schon eine arge Ernüchterung und bei der Führung wieder Ekstase. Was kommt, wissen wir und in mir steigt eine unkontrollierte Enttäuschung auf die ich nicht kanalisiert kriege, weil ich nicht der Lage bin, die Sache einzuordnen, weil mein Erwartungsmanagement den Bach herunter gegangen ist. Komplett unfähig, ein hoch spannendes Spiel als das zu bewerten, was es war, ein Schlagabtausch gegen einen starken Gegner mit guten und schlechten Dingen beim eigenen Team und am Ende ein spätes, aber gerechtes Unentschieden.


Immerhin -das macht Mut- hab ich nach dem Spiel -als ich schon dabei war einen Kurzbericht zu tippen der nichts von der niedergeschriebenen Einsicht beinhaltete- es besser ist nichts zu schreiben als etwas zu schreiben für das man sich am Ende entschuldigen muss.


Gut, am Ende muss ich mich dann natürlich noch selbst in Schutz nehmen. Aufgrund der Entfernung sehe ich die allermeisten Heimspiele im TV und da geht einem auch das Stadionfeeling ab, auf dem Sofa vor dem TV geht man schon halbwegs Sauer ins Spiel weil man nicht Live dabei sein kann - so geht es mir jedenfalls meistens.


Zuhause erwische ich mich während eines Spiels wie ich schonmal auf das Handy oder Laptop Glotze oder zwischendrin durch die Wohnung renne um irgendwas zu holen. Alles absurde Dinge die mir im Stadion nicht passieren, Diskussionen um Kioske, Bier und Wurst kann ich nichts abgewinnen, ich bin im Stadion um Fußball zu schauen und das man mich 3-4 Stunden vor und nach dem Spiel auf selbigen erreicht ist fast ausgeschlossen. Entweder hab ich es erst gar nicht dabei oder es ist dabei aber ausgeschaltet.

Kommentare 5