Bundesgericht mindert Strafe gegen Erdmann

Am heutigen Mittwoch fand vor dem DFB-Bundesgericht unter Sitzung von Achim Späth die Berufungsverhandlung im Fall Dennis Erdmann statt. Der FCS hatte zu Beginn der Verhandlung auf eine erneute Beweisaufnahme verzichtet, im Gegenzug jedoch einen Antrag gestellt um die restliche Sperrzeit auf Bewährung auszusetzen. Diesem Antrag folgte das Bundesgericht und die verbliebene Sperre (zwei Wochen) gilt nun unter Bewährung bis Saisonende. Erdmann ist ab Samstag in Halle wieder spielberechtigt. Der Innenverteidiger verpasste insgesamt fünf Ligaspiele und das gestrige Pokalspiel. Auch die Geldstrafe (3.000 Euro) wurde aufgehoben.


Bundesgerichts-Vorsitzender Achim Späth, der die Sitzung im Frankfurter Hermann-Neuberger-Haus leitete, sagte zum Urteil: "Durch die Beschränkung der Berufung ist der vom DFB-Sportgericht festgestellte Tatbestand auch für das DFB-Bundesgericht bindend. Strafmildernd hat das Bundesgericht trotz der schwerwiegenden Vorfälle berücksichtigt, dass den 13 Zeugen durch dieses fiktive Geständnis die erneute Vernehmung und Belastung erspart blieb."


Auf der Pressekonferenz vor dem Pokalspiel gegen Mettlach stellte FCS-Trainer Uwe Koschinat die aktuelle sportliche Situation von Dennis Erdmann dar. Der Defensivspieler hatte bewusst in den letzten Wochen nicht alle Trainingsinhalte absolviert. Laut Aussage des Trainers konnten dadurch die Kniebeschwerden gelindert werden. Mittlerweile ist Erdmann wieder voll in den Trainingsbetrieb integriert und auch aus sportlicher Sicht direkt eine Option.


Laut der Saarbrücker Zeitung bleibt indes wie zu erwarten eine Ermittlung des DFB-Kontrollausschusses gegen den Vorsitzenden der Sportgerichtsverhandlung, Herrn Stephan Oberholz, aus. Der Richter hatte im Sportgerichtsverfahren mit der gänzlich deplatzierten Aussage „Bell Bell (Spieler des FCM), das ist ein lustiger Name, hört sich an wie ein Hund“ für Aufsehen gesorgt.

Kommentare 14

  • Klappe zu, Affe tot.

  • Wir klären sie Sache nicht und von der Seite her ist dann gut das sie vom Tisch ist. Magdeburg wünsche ich nur Scheiße ;)

  • Thema gegessen, weiter gehts.

    • Einen ordentlichen Rückzug gab es in dieser Geschichte nicht mehr seid die Lügenbaronen aus Magdeburg bei der Bild vorstellig wurden.

  • Hat der Verein diese Strategie ausgerufen oder der Anwalt auf eigene Faust?


    Man akzeptiert das eigentlich Urteil und den Schuldspruch. Man macht wochenlang auf Betroffen, was Erdmann auszuhalten hat... Aber sobald man einen Deal macht und Erdmann sofort spielen kann ist alles scheißegal? Erbärmlich.

    • Um was ging es sonst? Das war doch das Ziel?

    • Es ging um mehr. Ein kompletter Freispruch war aus meiner Sicht aber nicht zu erwirken. Also hat man sich auf das machbare konzentriert. Allerdings kann man dieses Vorgehen von mehreren Blickwinkel betrachten und zu verschiedenen Ansichten gelangen.

    • Der eigentlich Vorwurf ist inzwischen dem DFB, Erdamnn und dem Verein egal. Man wollte es hinter sich haben..

    • Wie hättest du das denn gemacht @sgt.pepper?

    • Wie ich das gemacht hätte ist egal. Der Verein hat stets von ungerechtfertigten Vorwürfen geredet und dann macht man so einen Deal damit der Spieler zwei Spiele früher dabei sein kann. Aber die Diskussionen über dieses Thema bringen nichts, die machen es -vor allem in Internet- eigentlich nur schlimmer, soll sich halt jeder selber sein Urteil bilden und gut ist. Sportlich hilft uns das natürlich eine ganze Ecke weiter.

  • Scheiß Ergebnis. Bei der ersten Gelegenheit geht es dann wieder los...

  • Kein Freispruch aber spielberechtigt, sieht so aus als war das die Linie die man gegangen ist und man ist zufrieden damit...