Spielbericht: Schwacher FCS unterliegt Waldhof Mannheim

Gleich zwei Serien des FCS rissen am Samstag. Zunächst einmal setzte es bei Waldhof Mannheim die erste Auswärtsniederlage der Saison, zugleich war es die erste Niederlage nach sechs Spielen. Es war ein bitterer Tag für einen schwachen FCS. Man lieferte eine schwache erste Hälfte ab, von Anpfiff weg waren die Gastgeber die aktivere Mannschaft und setzten die Malstätter mit ihrem frühen Pressing unter Druck. Mannheim leistete sich dabei zwar im eigenen Aufbauspiel etliche Fehler, eine effektive Ausnutzung blieb auf Seiten des FC jedoch aus. Schon vor der Pause hätte Mannheim in Führung gehen können. So nach vier Minuten, als Torhüter Batz nach einem Rückpass in große Bedrängnis geriet. Ansonsten sahen die Zuschauer lange keine Chancen, aber viele potenziell gefährliche Aktionen der Gastgeber. Acht Minuten vor der Pause hatte Jurcher die große Chance auf die Führung, zog jedoch am langen Pfosten vorbei. Der FCS konnte sich nur durch Standards und Fernschüsse im gegnerischen Strafraum präsentieren.


Im ersten Abschnitt wandelten sich dann die Kräfteverhältnisse. Nun war der FCS die aktivere Mannschaft und baute zunehmend Druck auf die gegnerische Abwehr aus. Ein Problem: Echte Torchancen erspielte sich der FCS bei allem Übergewicht nicht. Krätschmer kam beim FCS für Groiß und sollte mehr offensive Impulse liefern (57.). Vier Minuten später brannte es im Mannheimer Lichterloh, den Konter unterband der FCS nicht. Zeitz konnte gegen Costly zwar noch auf der Linie klären, im Nachschuss traf Boyamba für den Waldhof (62.). Beim FCS wurde mit Scheu und Günther-Schmidt statt Jänicke und Zeitz offensiv gewechselt, doch der Rückstand beendete die bessere Phase der Blauschwarzen. Man hatte keinen Ansatz um die gegnerische Abwehr zu überwinden, auch nicht als Gnaase und Steinkötter für Kerber (fünfte gelbe Karte, fehlt gegen Kaiserslautern) und Jacob ins Spiel kamen (81.). Trotzdem hätte es den Ausgleich geben können. Günther-Schmidt wurde außerhalb des Strafraumes gefoult, anschließend riss Höger Grimaldi im Strafraum zu Boden. Beide Aktionen ahndete der überforderte Schiedsrichter nicht. Ohne Torchance auf Seiten des FCS ging das Spiel zu Ende.


Trotz der Elfmetersituation acht Minuten vor Spielende ist es eine verdiente Niederlage. Sieht man von den 20 Minuten nach der Halbzeitpause ab, so hat der FCS ein schwaches Spiel gezeigt und wurde für einen pomadigen Auftritt bestraft. Offensiv lief über die kompletten 90 Minuten wenig zusammen, in der Defensive bekommt man es auch weiterhin nicht mehr hin, ein solches Spiel zu Null zu bestreiten. Der Gegentreffer in die starke Phase des FCS hinein war der Schlüssel. In dieser Phase hatte Mannheim nach dem Pokalspiel offenkundig mit den Kräften zu kämpfen, die Führung sorgte noch mal für die zweite Luft.



Wie war die Kulisse?

Rund 10.500 Zuschauer bildeten eine würdige Kulisse im Carl-Benz-Stadion in Mannheim. Circa 2.000 Saarbrücker hatten den Weg nach Mannheim auf sich genommen. Sie bildeten eine der größten Auswärtskulissen des FCS in der 3.Liga. Beide Seiten sorgten für einen stimmungsvollen Rahmen.



Personal & Taktik

Ohne die verletzten Zellner, Uaferro und Johnen ging es für den FCS nach Mannheim. Ebenso standen Bösel (Trainingsrückstand), Korzuschek, Deville und Köhl nicht im Aufgebot. Uwe Koschinat veränderte seine Mannschaft im Vergleich zum Unentschieden gegen 1860 München auf einer Position. Nick Galle begann - nachdem er zuletzt aufsteigende Form beweisen konnte - für Mario Müller auf der Position des Linksverteidigers.



Die Tabellensituation

Durch die Niederlage bleibt der FC bei 21 Punkten und ist auf den sechsten Platz zurückgefallen. Kurios: Bei einer Niederlage von Osnabrück am Montag in Verl wäre der FCS - durch das dann bessere Torverhältnis - wieder Fünfter. Der Rückstand auf den Relegationsplatz und den ersten Aufstiegsplatz beträgt zwei Punkte. Nach unten sind es fünf Punkte bis zu einem Abstiegsplatz.



Der "Fluch" der Kulisse hält an

Der 1.FCS wartet weiter auf einen Sieg vor einer fünfstelligen Kulisse. Das Spiel in Mannheim war mittlerweile das zwölfte Pflichtspiel vor einer solchen Kulisse in Serie ohne Sieg. Letztmalig gelang ein Erfolg im Jahr 2013 (DFB-Pokal gegen Werder Bremen). In der Liga liegt der letzte Sieg sogar schon fast 16 Jahre zurück. Im Dezember 2005 gewann man vor 17.000 Zuschauern in Braunschweig. Der letzte Heimsieg stammt vom 30.Januar 2005 (4:1 gegen den MSV Duisburg).



Nächster Halt: Das Derby gegen den FCK

Am kommenden Samstag kommt es im Park zum Derby gegen den FCK. Anstoß im Ludwigspark ist um 14:03. Bitter für den FCS: Auf Luca Kerber müssen die Blauschwarzen nach seiner fünften gelben Karte verzichten. Die ausführliche Vorberichterstattung beginnt am Dienstag. Ohne Zweifel werden die Malstätter in diesem Derby ein gänzlich anderes Gesicht zeigen müssen. Auch der FCK hat am Sonntag das Heimspiel gegen die Würzburger Kickers verloren.

Kommentare 2

  • Täusche ich mich oder hatten wir tatsächlich keine einzige wirkliche Torchance in der gesamten Partie? Gehn se jedzd seid ball fuchzisch Johr gugge, aber sowas....