Homburg zieht mit 3:0 gegen Saarbrücken verdient ins Pokalfinale ein

Nach 95 Minuten durften die Grün-Weißen endlich Jubeln. Sie ziehen verdient ins Pokalfinale ein, wo sie am Samstag gegen die SV Elversberg treffen werden.

Lukas Kwasniok hatte sein Team im Vergleich zur Startformation im Viertelfinale in Dillingen erneut umgestellt. Barylla stand nun seit langen wieder auf seiner angestammten Rechtsverteidigerposition. Das Mittelfeld, in Diefflen mit Froese, Mendler und Golley besetzt, wurde heute vom 6er Zeitz und den 8ern Bösel und Shipnoski gestellt. Und vorne agierten Mendler, Jacob und Deville.

Den besseren Einstieg in die Partie fanden die Homburger. Dulleck passte auf den Ex-Saarbrücker Göcer, der sofort abdrückte und aus wenigen Metern nur die Latte traf. Das war ein erster Schreckschuss für die favorisierten Saarbrücker, die sich in der Folge darum bemühten, das Spiel in den Griff zu bekommen. Das gelang ihnen weitestgehend, doch wirkliche Torgefahr konnten die Drittligisten nicht erzeugen. Wenn einmal ein Ball durchkam, war er beim ausgezeichneten Salfeld in guten Händen. Die Führung der Heimmannschaft kam durch eine umstrittene Elfmeterentscheidung zustande. Sommer drang in den Strafraum einund fällt nach einem kurzen Tackling mit Sebastian Bösel. Lienhard verwandelt zum 1:0 in der 45. Minute.

Nach der Halbzeit wechselte Kwasniok Perdedaj für Bösel und Golley für Deville, doch das Grundproblem der Saarbrücker blieb: Die Pässe kamen nicht durch. Es gab zu viele Passfehler, die das Aufbauspiel störten. Spätestens in der vordersten Reihe war Ende. Denn die Homburger spielten schlau, zogen sich zurück und lauerten auf Kontermöglichkeiten, die sich auch ergaben. So musste Daniel Batz in der 59. Minute einen Ball des starken Patrick Dulleck abwehren. Kwasniok wechselte nun auch noch Gouras für Mendler ein. Nachdem Lienhard und Stegerer erneut Daniel Batz geprüft hatten, ergab sich im Gegenzug die Chance zum Ausgleich durch eben jenen Minos Gouras, doch Salfeld wehrte seinen Schuss ab. In der 82. Minute führte ein Flachpass von Stegerer auf den kurz zuvor für Dulleck eingewechselten Marceta zum 2:0. Damit war das Spiel entschieden. Das 3:0 unmittelbar vor Spielende erzielte ebenfalls Marceta nach einem Abspielfehler des ansonsten besten Saarbrückers Daniel Batz.

Fazit: Nach dem Spiel sprach Matthias Mink davon, dass er in der ersten Hälfte keine besonders gute Vorstellung seiner Mannschaft gesehen habe. Das Ergebnis ist sicherlich auch ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen. Trotzdem reichte die Leistung, um den 1. FC Saarbrücken in Schach zu halten. Dem fehlte heute jegliche Durchschlagskraft und ein Ideengeber für sein sonst so explosives Offensivspiel.

Die Niederlage in Homburg wird nicht nur ein Wiederaufleben der langen Pokalnächte verhindern. Sie macht auch klar, dass sich die Anhänger des 1. FC Saarbrücken wieder an Niederlagen gewöhnen müssen. Homburg war an diesem Tag ein guter, aber kein Gegner auf Drittliganiveau. Für einen Sieg wird die Mannschaft künftig deutlich mehr investieren müssen als sie heute bereit war zu geben.


Quelle Saarnews hier gibt es noch mehr Infos und sehr viele Bilder zum Spiel