Neuzugang: Rabihic kommt aus Verl

Der zweite Sommerneuzugang ist unter Dach und Fach. Von Drittligakonkurrent SC Verl wechselt Kasim Rabihic an die Saar. Dies vermeldete der FCS am heutigen Dienstag. Der 29-Jährige Offensivspieler bindet sich für zwei Jahre an den FCS und steht bis 30.Juni 2024 bei den Malstättern unter Vertrag. Der Kontakt in Verl lief aus, Rabihic kommt ablösefrei ins Saarland. Rabihic nach Torhüter Tim Paterok (VfR Aalen) der zweite Neuzugang für die anstehende Spielzeit.


Rabihic wurde 1993 in München geboren und durchlief die komplette Jugendarbeit der SpVgg Unterhaching. Mit dem Ende seiner Jugendzeit verließ er die SpVgg und wechselte zum BC Aichach. Dort war er als junger Spieler in der Bayernliga aktiv und gleich eine Stammkraft seiner Mannschaft. In 32 Saisoneinsätzen erzielte er drei Tore und bereitete eine zweistellige Anzahl an Treffern vorn. Den Aufstieg in die Regionalliga verpasste er jedoch in den Aufstiegsspielen. Rabihic spielte ein weiteres halbes Jahr in der Bayernliga und steigerte seine Leistung weiter. Als Leistungsträger steuerte er vier Treffer und wieder über zehn Vorlagen bei. Im Winter wechselte er schließlich zum TSV 1860 München und gehörte dort zur zweiten Mannschaft in der Regionalliga. Bei den Löwen hatte er Anlaufschwierigkeiten, in acht Einsätzen stand er nur ein Mal auf dem Feld. Im zweiten Jahr bei 1860 sah die Situation schon besser aus. Nach einer guten Vorbereitung war Rabihic zeitweise Stammspieler und absolvierte 24 Einsätze. Sechs Scorerpunkten gelangen. Die Bewerbung durch seine Leistung reichten für eine Verpflichtung durch Rot-Weiss Essen. In der Regionalliga West war Rabihic wieder über viele Phasen eine Stammkraft, absolvierte insgesamt 27 Saisoneinsätze und konnte auch den Landespokal gewinnen. Im zweiten Jahr in Essen kam er noch auf 22 Einsätze (14x Startelf), hatte in der zweiten Jahreshälfte jedoch seine Position verloren.


Sein Vertrag in Essen wurde nicht verlängert, Rabihic kehrte vorerst nach Bayern zurück und spielte in der Regionalliga beim FC Pipinsried. Ab seiner Verpflichtung Ende August war Rabihic ein Leistungsträger der Mannschaft, 16 Scorerpunkte gelangen dem Offensivspieler in der Saison 2017/18. 2018/19 setzte er noch einen drauf und landete bei 21 Scorerpunkten in 28 Einsätzen. Nur zu Saisonbeginn hatte er kurze Zeit verletzungsbedingt gefehlt. Seine Leistungen halfen nichts, Pipinsried stieg ab. Rabihic schloss sich Türkgücü München an, war beim späteren Meister der Bayernliga eine feste Stammkraft und kam auf 21 Scorerpunkte in 21 Begegnungen. Trotzdem trennten sich die Wege nach dem Aufstieg, Rabihic ging nach Verl. Beim Drittligaaufsteiger schlug der Offensivspieler voll ein und kam zu 21 Scorerpunkten in 36 Drittligaspielen. 30 Mal spielte er von Beginn an für den SCV und gehörte zur starken Truppe des Überraschungsaufsteigers. In der Saison 2021/22 war Rabihic bis in den März eine Stammkraft und oftmals der große Lichtblick der Verler. 18 Scorerpunkte sammelte er. Ab März fiel er in die Rolle des Reservisten und kam regelmäßig von der Bank.


Der 29-Jährige Rabihic kommt mit einer großen Erfahrung ins Saarland. In den vergangenen beiden Spielzeiten bestritt er 68 Drittligaspiele für Verl und kann dabei auf die starke Bilanz von zwölf Toren und 27 Vorlagen schauen. In der Regionalliga kommen über 150 Spiele und 43 Tore sowie über 30 Vorlagen hinzu. Größere Verletzungssorgen plagten den Spieler in den letzten Jahren nicht. Der Offensivspieler ist flexibel einsetzbar. In Verl hat er in den letzten beiden Spielzeiten viele Positionen gespielt. Vorzugsweise kommt er über die rechten Flügel, aber auch auf der linken Seite wurde er regelmäßig eingesetzt. Laut Sportdirektor Jürgen Luginger ist Rabihic auch für die beiden Flügelpositionen eingeplant während er bei seinen vorherigen Stationen auch die Position des Mittelstürmers und die des offensiven Mittelfeldspielers eingenommen hatte.


Die erste Verpflichtung eines Feldspielers zielt auf eine der großen Baustellen des bisherigen FCS-Kaders ab. Auf den Flügelpositionen hakte es, spätestens nachdem Minos Gouras seine starke Form der ersten Saisonspiele verlor. Mit Rabihic und Robin Scheu stehen nun zwei Flügelspieler in der Mannschaft, dazu kommt aktuell noch Tim Korzuschek. Eine Zukunft besitzt der 23-Jährige beim FCS allerdings nicht, die Freigabe für einen Vereinswechsel ist erteilt. Auch Spieler wie Tobias Jänicke, Julian Günther-Schmidt oder Justin Steinkötter sind Alternativen für die offensiven Außenbahnen und doch hat die sportliche Leitung in diesem Bereich noch ordentlich Arbeit vor sich. Zwei Spieler braucht es definitiv noch für die offensive Dreierreihe und neben der Qualität muss auch die Breite stimmen. Insbesondere fehlende Breite ist dem FCS auf den Flügeln in den letzten Jahren regelmäßig auf die Füße gefallen. Rabihic ist ein vielversprechender Transfer. Der Spieler ist seit Jahren eine feste Größe in seinen Mannschaften, hat die letzten beiden Jahre in der 3.Liga überzeugt und seine (gehobene) Klasse für die 3.Liga unter Beweis stellen können. Zum aktuellen Zeitpunkt stehen bereits 23 Spieler für die neue Saison unter Vertrag, dazu sollen noch die Abwehrspieler Boné Uaferro und Bjarne Thoelke stoßen. Abgänge - neben Korzuschek - aus dem aktuellen Aufgebot stehen im Raum.


Kasim Rabihic: „Ich freue mich, künftig für einen echten Traditionsverein mit großen Ambitionen zu spielen. Saarbrücken ist nicht zuletzt für seine begeisterungsfähigen Fans bekannt – das spornt noch einmal mehr an“.


Jürgen Luginger: „Kasim kann gefährliche Standards schießen, ist dribbelstark und hat einen unbändigen Drang Richtung gegnerischen Strafraum. Damit soll er für mehr Torgefährlichkeit über die Flügel sorgen.“




Kaderüberblick

TW: Batz (2024), Paterok (2023), Hupe (2023), Johnen (2023)

RV: Ernst (2023), Boeder (2023), Recktenwald (2024)

IV: Zellner (2023), Becker (Leihe/2023)

LV: Krätschmer (2023)

DM: Zeitz (2023), Kerber (2024), Gnaase (2023), Groiß (2023)

RM: Scheu (2023), Rabihic (2024)

OM: Jänicke (2023), Günther-Schmidt (2023)

LM: Korzuschek (2023)

ST: Jacob (2023), Steinkötter (2023), Grimaldi (2023)

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