Vorgestellt: Dynamo Dresden

Die dritte Drittligasaison nach dem Wiederaufstieg wartet ab Mitte Juli auf den FCS und mit den meisten Gegnern hat man sich schon in der letzten/den letzten beiden Saisons um Punkte duelliert. Durch Ab- und Aufstieg sind jedoch insgesamt sieben neue Gegner in der Liga vertreten. Die Spanne reicht von großen Traditionsvereinen hin zu lange versunkenen Clubs sowie von einer großer Attraktivität hin zu einer geringeren Attraktivität. Um die Sommerpause zu überbrücken, gab es in den kommenden Tagen jeweils einen kurzen Blick auf die neuen Gegner in der 3.Liga. Parallel zu den letzten beiden Jahren soll vor Saisonbeginn dann der sportliche Blick auf alle Teams der 3.Liga folgen. Zum Abschluss der Reihe geht es um einen Rückkehrer in die 3.Liga, den Zweitligaabsteiger von Dynamo Dresden.




Stenogramm


Offizieller Name:Sportgemeinschaft Dynamo Dresden e. V.
Unternehmensform:Keine
Gründung:12.April 1953
Vereinsfarben:Schwarz-Gelb
Mitglieder:24.817
Mai 2022
Ort:DresdenSachsen
Einwohner:ca. 556.000
Entfernung:639 KM
Stadion:Rudolf-Harbig-Stadion, Dresden
32.249
ZS-Schnitt 2021/22:13.761 Zuschauer
2.Bundesliga
ZS-Schnitt 2020/21:676 Zuschauer
ZS-Schnitt 2019/20:27.232 Zuschauer
2.Bundesliga
Bilanz:3/3/4
Letzte Duelle:Saison 2020/21
3.Liga
Platzierung 2021/22:16.Platz2.Bundesliga
Platzierung 2020/21:1.Platz
3.Liga
Größter Erfolg:DDR-Meister
8x
Ewige Tabelle 3L:10.Platz




Beschreibung

Die Sportgemeinschaft Dynamo Dresden e. V. - abgekürzt als SG Dynamo Dresden, SGG oder Dynamo - ist ein 1953 gegründeter Verein aus der sächsischen Landeshauptstadt Dresden. Zurück geht der Club auf 1950 und die üblichen Vereinsgründungen in der DDR. Die Entwicklung der SGD ist bekannt und man hat sich längst das Image eines großen Traditionsverein erschaffen. So verfügte der Club aktuell über fast 25.000 Mitglieder. Die Vereinsfarben sind Schwarz-Gelb. Dresden hatte eine schwierige Anfangszeit und begann erst 1969 sich in der DDR-Oberliga zu etablieren. Bis 1991 verließ man die Spielklasse nicht mehr und war sehr erfolgreich. Acht Mal sicherte man sich die Meisterschaft, sieben Mal wurde man nationaler Pokalsieger. International stand man im Halbfinale des UEFA-Pokals und drei Mal im Viertelfinale des Europapokals der Landesmeister. Mit der Wende qualifizierte man sich für die gesamtdeutsche Bundesliga. Drei Spielzeiten lang hielt man die Klasse, 1995 stieg man ab und kehrte bisher nie zurück. Mit dem Abstieg ging ein Lizenzentzug einher und Dresden spielte in der Folge in der Regionalliga Nordost, 2000 ging es gar in die viertklassige Oberliga. 2004 gelang der Aufstieg in die 2.Bundesliga, konnte sich jedoch nicht etablieren und musste 2006 wieder absteigen. 2008 war man Gründungsmitglied der 3.Liga, erst 2011 gelang für drei Jahre die Rückkehr in die 2.Liga. Von 2014 bis 2016 war man wieder in der 3.Liga aktiv und dann war man vier Spielzeiten ein Zweitligist. In der Saison 2019/20 gab es einen ordentlichen Start, doch eine lange Negativserie ließ Dresden bis auf den letzten Platz abrutschen. In die Winterpause ging man mit sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz. Man investierte im Winter in viele Leihgaben, konnte den Rückstand jedoch nicht mehr aufholen und stieg ab. In der 3.Liga gelang als Meister der sofortige Wiederaufstieg, doch das Schicksal von 2020 wiederholte sich mit umgedrehten Rollen. Dieses Mal spielte man eine gute Hinrunde, lieferte dann jedoch eine katastrophale Rückrunde ab. In der Relegation verlor man schließlich gegen den 1.FC Kaiserslautern und so findet sich der Meister von 2021 im Sommer 2022 erneut in der 3.Liga wieder.


Die Heimspiele trägt man im Rudolf-Harbig-Stadion aus. Die Traditionsspielstätte wurde von 2007 bis 2009 umgebaut und ist heute eine moderne Spielstätte mit einem Fassungsvermögen von über 32.000 Plätzen. In der Saison 2022/23 ist man damit die größte dauerhafte Spielstätte der 3.Liga. Dynamo Dresden verfügt über ein gewaltiges Fanpotenzial. Teilweise hatte man in der 3.Liga einen Schnitt von über 27.000 Zuschauern und auch in der zweiten Liga erreichte man vor Corona diese Werte. In der Saison 2019/20 lag der Schnitt - trotz vier Geisterspielen - noch bei über 20.000 Zuschauern, zuvor waren nie weniger als 25.000 Besucher im Stadion gewesen. In der vergangenen Saison haben Zuschauerbeschränkungen und der sportliche Verlauf für einen Schnitt von fast 14.000 Besuchern gesorgt. Nach Ende der Corona Maßnahmen waren gegen Regensburg gleich wieder über 20.000 Zuschauer und gegen Aue dann fast 30.000 Besucher vor Ort.


Kaum ein Drittligist besitzt so gute finanzielle Voraussetzungen als Dynamo Dresden. Zwar ist das Eigenkapital in der Pandemiezeit ein Stück gesunken, liegt aber immer noch bei rund acht Millionen Euro. Trotz stark sinkender TV-Gelder hat man auf dieser Basis die Möglichkeit wieder einen herausragenden Kader auf die Beine zu stellen, so wie man es bereits in der Saison 2020/21 getan hatte. Die tatsächlichen Etatgrößen der sächsischen Landeshauptstadt sind nicht bekannt.


Zehn Mal hat der FCS bisher ein Pflichtspiel gegen Dynamo Dresden bestritten, die Sachsen konnten vier Spiele gewinnen, die Malstätter stehen bei drei Erfolgen. Die letzten Vergleiche stammen aus der Drittligasaison 2020/21. Im Hinspiel im Ludwigspark siegte der FCS mit 2:1. Nicklas Shipnoski glich in diesem Geisterspiel mit dem Pausenpfiff einen Rückstand aus, mit der letzten Aktion des Spiels traf Jacob zum Sieg. Im Rückspiel erkämpfte man sich ein 1:1-Unentschieden. Zeitz brachte den FCS in Führung, drei Minuten später glich Sohm für Dresden aus.

Kommentare