2.Test: Swift Hesperange wartet

Seit zwei fast zwei Wochen befindet sich der 1.FCS in der Vorbereitung auf die Spielzeit 2022/23. Man gibt sich ambitioniert und die kommenden Wochen sollen die Grundlagen für eine hoffentlich erfolgreiche Spielzeit legen. Nach der ersten Trainingswoche, dem eher lockeren Testspielstart bei der SpVgg Quierschied und einer schweißtreibenden zweiten Vorbereitungswoche steigt auch der Schwierigkeitsgrad der Testspielgegner an. Statt einem Saarlandligisten wartet im zweiten (von insgesamt sechs) Testspiel der FC Swift Hesperange als Prüfstein. Mit dem Erstligisten aus Luxemburg wartet ein anderes Kaliber auf die Mannschaft von Uwe Koschinat. Anstoß in Hesperange ist um 16:00 Uhr.



Zehner für Testspiel

Das Testspiel findet im Stade Alphonse Theis (Navigation: Stade Alphonse Theis, Rue du Stade, 5812 Luxembourg statt. Es ist die reguläre Heimspielstätte von Hesperingen und nach dem ehemaligen Bürgermeister des Ortes benannt. Das Stadion hat eine Kapazität von rund 4.000 Plätzen und ist typisch für die Plätze im Großherzogtum. Um Zentrum steht die Haupttribüne mit einem Fassungsvermögen von rund 600 Sitzplätzen. Auf der Gegengerade sind einige Stufen für Stehplätze angebracht, ansonsten verfügt die Anlage über keinen Ausbau. Testspiele in Luxemburg kosteten bis vor einigen Jahren nie Eintritt, mittlerweile hat sich dies geändert. So wird auch der Zutritt zum Spiel am Samstag einen Preis von zehn Euro betragen.



Luxemburger in der Vorbereitung

Testvergleiche mit Vertretern aus Luxemburg stehen beim FCS in den Vorbereitungen an der Tagesordnung. 2019 gab es die Saisoneröffnung gegen den US Mondorf (7:0), 2020 testete man gegen die Nationalmannschaft des Großherzogtums (0:0) und auch letztmalig gegen Swift Hesperange. Im Sportfeld siegte der FC mit 3:1. Vergangenen Sommer war man für ein Testspiel bei Fola Esch zu Gast und unterlag mit 1:2. Durch die regelmäßigen Vergleiche kann man das Niveau der BGL-Ligue gut einschätzen. Die Liga hat sich gut entwickelt und die Tabellenspitze um Dudelange, Differdange, Hesperingen oder Fola Esch bewegt sich längst auf Drittliganiveau und die Testspiele konnten in der Vergangenheit oft viele Erkenntnisse bringen.



Der Testspielgegner: FC Swift Hesper

Der Football Club Swift Hesperange - kurz Swift Hesper beziehungsweise auf deutsch Swift Hesperingen - wurde im Jahr 1916 gegründet. Lange Zeit spielte der Club in Luxemburg keine Rolle, erst 1985 gelang der Aufstieg in höchste Spielklasse des Landes. Man blieb zehn Jahre am Stück in der Liga, war meist jedoch als graue Maus unterwegs. 1990 gewann man den Landespokal und spielte nach dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte für eine Runde international. 1995 ging es hinab bis in die 3.Liga. Von 2001 bis 2012 spielte man wieder durchgängig in der ersten Liga, anschließend war man eine Fahrstuhlmannschaft. Im Sommer 2020 stieg man durch den Saisonabbruch als Tabellenführer wieder in die (aufgestockte) BGL-Ligue auf und konnte sich auf Anhieb in der Spitzengruppe etablieren. Der Club wird seither von Flavio Becca - zuvor bei F91 Dudelange und Virton aus Belgien aktiv - unterstützt und erreichte als Aufsteiger den dritten Platz. In der vergangenen Spielzeit wurde man Vierter und verpasste die Qualifikation für das internationale Geschäft. Der Test gegen den FCS ist das erste bekannte Freundschaftsspiel in diesem Sommer. Im weiteren Verlauf testet man unter anderem noch gegen Dudelange, Mondercange und Eintracht Braunschweig. Saisonstart für die Luxemburger ist erst am 7.August.


Mit Dominik Stolz (ehemals Sandhausen), Tom Schnell (Trier), Jan Ostrowski (Mainz), Youn Czekanowicz (Aachen, Leverkusen) und Kevin Malget (Aachen) hat man einige Akteure im Kader, die auch schon in Deutschland unterwegs waren. Dazu kommen zahlreiche Spieler mit einer Vergangenheit in Frankreich oder Belgien. Auch innerhalb Luxemburgs hat man einige bekannte Kräfte wie Kevin Malget. Im Sommer hat man bereits zahlreiche Spieler verpflichtet und will sich in der kommenden Saison definitiv wieder für den internationalen Wettbewerb qualifizieren. Aus dem Saarland bekannt ist Smail Morabit. Der 33-Jährige hat für Elversberg und Köllerbach gespielt und kommt aus Mondorf. Mit dem Brasilianer Gustavo aus Ettelbrück, Innenverteidiger Delgado von Dudelange und Linksaußen Bryan Nouvier von Jeunesse Esch hat man die hohen Ambitionen untermauert und man geht gemeinsam mit Meister Dudelange als Top-Favorit in die neue Saison. Zudem hat man den bisherigen Trainer Parisi entlassen, neuer Übungsleiter ist Pascal Carzaniga.



Spielplan am Freitag

Der Spielplan zur neuen Drittligasaison soll am Freitag erscheinen. Die vermeldeten Medien am Freitag. Eine exakte Uhrzeit wurde nicht genannt. Die einzelnen Terminierungen werden dann nach und nach im Saisonverlauf vorgenommen werden und richtet sich nach den Ansetzungen der beiden Bundesligen.




Die Lage beim FCS


Die Trainingswoche

Nach dem Test in Quierschied gab es den ersten kleinen Verschnaufer der Vorbereitung. Am Sonntag arbeitete die Mannschaft im Sportfeld vor allem im regenerativen Bereich, für Montag war kein Mannschaftstraining angesetzt. Seit Dienstag ist die Intensität auf und neben dem Platz wieder groß. Vor dem Test steht am Freitag noch eine komplette Einheit im Sportfeld an, auch Samstag vor dem Spiel soll noch eine Intensität abgespult werden. Abschließend für die Woche wird am Sonntagmorgen trainiert.



Nächster Testtorwart am Start

Am Dienstag schaute sich der FCS den nächsten jungen Keeper an. Julian Bauer präsentierte sich im FC-Sportfeld unter den wachsamen Augen von Torwarttrainer Weirich. Der 22-Jährige gehörte im letzten halben Jahr dem Kader von Eintracht Braunschweig an und wurde in seiner Jugend bei Eintracht Frankfurt und dem FSV Mainz 05 ausgebildet.



Auftakt für Schwede, Ernst und Scheu?

Auch in der zweiten Trainingswoche durfte man sich über einen prall gefüllten Trainingsplatz freuen. Alle Spieler aus dem Profikader trainieren, dazu kam der seit Dienstag fest integrierte Jugendspieler Andy Breuer. Doch nicht alle Akteure wird man am Samstag auch im Testspiel sehen. Adriano Grimaldi ist keine Alternative. Der Angreifer absolviert sein Programm und scheint bis dato auf einem guten Weg in Richtung Comeback zu sein. Geduld wird man bei seiner Person noch mitbringen müssen. Dominik Becker hatte schon in der Vorwoche individuell trainiert, auch bis mindestens am Mittwoch dieser Woche hat er nach seiner Bronchitis noch nicht alle Intensitäten gefahren. Auch Pius Krätschmer (nach grippalen Infekt) ist am Dienstag wieder auf den Trainingsplatz zurückgekehrt und ist schon in höheren Intensitäten als Becker unterwegs. Ein vollständiges Mannschaftstraining absolvierte der Linksverteidiger am Mittwoch jedoch noch nicht. Beide Spieler dürften anhand dieser Grundlage im Test nicht eingesetzt werden. Ein Stück weiter sind Robin Scheu, Dominik Ernst und Tobias Schwede. Alle drei Spieler hatten vor dem Spiel in Quierschied eine individuelle Einheit absolviert. Scheu hat offenkundig einen Belastungstest zu Wochenbeginn erfolgreich absolviert und trainiert wieder voll. Dies gilt auch für Dominik Ernst. Der Rechtsverteidiger hatte - nach Knieproblemen am Ende der letzten Saison - in der ersten Vorbereitungswoche noch leicht dosiert trainiert. Neuzugang Tobias Schwede indes sollte zunächst in die Trainingsabläufe der Mannschaft integriert werden. Alle drei Spieler sollten am Wochenende zur Verfügung stehen, für Schwede wartet gar das Debüt im FCS-Trikot. Ohne Becker, Grimaldi und Krätschmer stehen 21 Feldspieler (darunter Nachwuchsspieler Andy Breuer sowie Alexander Groiß) zur Verfügung. Mit kurzfristigen Ausfällen (egal ob angeschlagen oder geschont) muss man in der Vorbereitung immer rechnen.



Wieder jeder über 45 Minuten im Einsatz?

Zu Beginn der Vorbereitung wird die Mannschaft gerne in zwei Gruppen mit jeweils 45 Minuten Spielzeit gesplittet. Diese Vorgehensweise hat Koschinat in der Vorbereitung 2021 in den ersten beiden Testspielen praktiziert, auch da gab es sechs Testspiele. Parallel zu diesem Jahr dürfte damit mindestens auch noch gegen Hesperange ein kompletter Tausch der Mannschaft winken, ehe man sich dann nach und nach auch auf längere Spieleinsätze konzentrieren wird. Angesichts der geringen Anzahl an Testspielen hat man sonst in dieser Vorbereitung nur begrenzt Möglichkeiten, um Spielzeiten gleichmäßig zu verteilen. Man hat einige Spieler (Thoelke, Frantz, Biada, Becker, Schwede, Recktenwald, Zeitz, Kerber) im Kader, welche mit Verletzungen die letzte Saison beendet haben oder in den letzten Monaten nur wenig Spielpraxis sammeln konnten und die es aufzubauen gilt.


Zwei Systeme will Koschinat in der Vorbereitung einstudieren lassen, gegen Quierschied hat man gleich mal 90 Minuten mit einer Dreierkette gespielt. Setzt man diesen Ansatz fort und entwickelt zunächst einmal das 3-5-2-System als Hauptwaffe? Oder wird gegen die Luxemburg zum ersten Mal mit einer Viererkette gespielt? Der voraussichtliche Kader gibt beide Alternativen her. Auch dürften die in Quierschied begonnenen Tests fortgesetzt werden. Der Kader gibt dies her, zumal nun auch die eingeplanten Linksverteidiger zur Verfügung stehen sollten. Variationen bieten sich viele an. Im zentralen Mittelfeld hatte man so im ersten Spiel die Duos Kerber/Gnaase sowie Zeitz/Neudecker gebildet, im Angriff waren es Günther-Schmidt/Jacob und Steinkötter/Jänicke. In beiden Fällen dürfte die Zusammensetzung getauscht werden. Gleiches gilt auch in der Innenverteidigung. Mit Thoelke/Zellner in der einen Hälfte und Boeder/Frantz/Uaferro in der anderen Hälfte hat man zwei Zusammenstellungen schon mal gehabt, in Luxemburg dürften andere Tandems gefragt sein und auch in Verbindung mit den Außenverteidiger oder den Sechsern zu bringen sein. Daniel Batz soll über die komplette Spielzeit das Tür hüten.



Übersicht über den Kader (4231-System)

TW: Batz, Paterok

RV: Recktenwald, Ernst

IV: Zellner, Boeder, Thoelke, Uaferro,

LV: Schwede,

DM: Gnaase, Kerber, Zeitz, Frantz, (Breuer), (Groiß)

RM: Rabihic, Scheu

OM: Jänicke, Biada

LM: Günther-Schmidt, Neudecker,

ST: Jacob, Steinkötter


Übersicht über den Kader (352-System)

TW: Batz, Paterok

IV: Zellner, Boeder, Thoelke, Uaferro, Frantz, (Groiß)

DM: Gnaase, Kerber, Zeitz, Neudecker, (Breuer)

RM: Recktenwald, Ernst

LM: Schwede, Scheu

OM: Rabihic, Biada

ST: Jacob, Steinkötter, Günther-Schmidt, Jänicke,



Die dritte Vorbereitungswoche

Nach dem Test in Luxemburg ist das erste Drittel der Vorbereitung schon wieder beendet. In der dritten Vorbereitungswoche hat man - abseits von den Trainingseinheiten auf und neben dem Spielfeld - wieder ein Testspiel vor der Brust. Am Samstag, 2.Juli testet man gegen Oberligist FK Pirmasens. Anstoß ist um 18:30 Uhr. Das Spiel findet im Rahmen des Sportfestes der DJK Neuweiler auf dem Rasenplatz in Neuweiler statt und ist das zweite Testspiel auf saarländischem Boden.



Der Vorbereitungsplan im Überblick


DatumOrtHeim-AuswärtsErgebnis
Sonntag, 12.Juni um 16:00 UhrFC-SportfeldTrainingsauftakt
Samstag, 18.Juni um 15:00 UhrQuierschiedSpVgg Quierschied (SL)-FCS0:3 (0:2)
Samstag, 25.Juni um 16:00 UhrHesperingenFC Swift Hesper (1.Liga/Luxemburg)-FCS
Samstag, 2.Juli um 18:30 UhrNeuweilerFCS-FK Pirmasens (OL RPS)
Samstag, 9.Juli um 14:00 UhrKarlsruheKarlsruher SC (2.Liga)-FCS
Mittwoch, 13.Juli um 18:00 UhrOberachernSV Oberachern (OL BW)-FCS
Samstag, 16.Juli um 14:00 UhrFC-Sportfeld1.FC Saarbrücken-1.FC Köln II

Kommentare 2

  • Eine Zehner für ein Freundschaftsspiel? Ganz frisch sind die auch nicht mehr..

    • Du. Bayreuth führt uns in der Liga als Top-Spiel. Daher kostet ein Steher bei unserem Gastspiel dann 16 Euro, statt normal 13 Euro. Alles verrückt mittlerweile.