Remis im Testspiel FCS gegen Hoffenheim II


Gestern morgen um 8.15 Uhr rappelte das Telefon von Marco Widersinn. Am anderen Ende: Lukas Kwasniok. Der hatte mitbekommen, dass die Partie der Kraichgauer gegen den FC Walldorf Astoria wegen eines Pokalspiels der Walldörfer ausgefallen war. Also vereinbarten die beiden Trainer einen Test für heute.


Lukas Kwasniok nahm erneut einige Änderungen vor. Zunächst spielten Castellucci im Tor, Sverko auf links in der Abwehr, daneben Uaferro und Zellner in der Innenverteidigung und Barilla wieder auf rechts. Das Mittelfeld bildeten heute Zeitz, Perdedaj und Volley und in vorderster Front agierten Gouras, Jacob und Shipnoski.


Es entwickelte sich von Beginn an ein temperamentvolles Spiel, das nach vier Minuten einen aufs Hoffenheimer losstürmenden Timm Volley sah, der jedoch von der aufmerksamen Abwehr der Gäste abgefangen wurde. In der Folge blieben Chancen für die Blau-schwarzen Mangelware, denn die Weißen pressten enorm hoch, so dass es den Hausherren kaum gelang, den Ball aus der Abwehrzone heraus zu befördern. Teilweise wirkte die Hintermannschaft des FCS hilflos angesichts der Wucht der zumeist doppelt attackierenden Hoffenheimer. In der 26. Minute fiel entsprechend fast logischerweise der Führungstreffer durch Skenderovic. Das massive Pressing der Gäste lies in der Folge etwas nach, doch große Chancen konnten sich die Saarländer trotzdem nicht erarbeiten. In der 43. Minute musste Anthony Barylla verletzungsbedingt vom Feld. Für ihn kam Tobias Jänicke. Und plötzlich drehte sich der Wind. Zwei Minuten später verwandelte Timm Golley einen Freistoß aus etwa 20 Meter ins linke untere Eck von Torwart Domen Grill.


Nach der Pause wurde kräftig durchgewechselt. Bis auf Tobias Jänicke und Marin Sverko blieben alle Spieler der Startelf in der Kabine. So kam Testspieler Dominik Schönnenbeck im Tor zu seinem ersten Spiel für den 1. FC Saarbrücken. Die Abwehr bildeten Mario Müller auf links, Marin Sverko rückte neben Christopher Schorch in die Innenverteidigung, rechts blieb Tobias Jänicke. Das Mittelfeld bildeten Froese, Bösel und Mendler, während Singer, Deville und Vunguidica im Sturm spielten.


Die Hoffenheimer begannen erneut stark und erzielten nach 3 Minuten die erneute Führung durch Meris Skenderovic. Doch die zweite Garde der Saarbrücker ließ sich davon nicht schocken. Viel ging über die linke Seite, wo Müller sehr offensiv agierte und immer wieder Vunguidica bediente. Wenn sich zusätzlich Froese und Deville einschalteten, wurde es gefährlich. Deville präsentiertes ich heute in deutlich besserer Form als zuletzt. Auch der später für Sverko eingewechselte Rasim Bulic stabilisierte die Mannschaft merklich. Der verdiente Ausgleich zum 2:2 fiel in der letzten Spielminute als Mendler sich rechts durchsetzte und den im Fünfmeterraum lauernden Deville mustergültig bediente.

Fazit: Auch wenn es in der ersten Hälfte ein schwieriges Match für den 1. FC Saarbrücken war, so konnte sich die „zweite Elf“ nach der Pause freispielen und immerhin ein Unentschieden gegen einen starken Gegner aus der Regionalliga Südwest erreichen, der in einer Woche in die Saison starten wird. Erneut wurde klar, dass eine Stammelf noch nicht wirklich beisammen ist. Unser Favorit war heute derjenige, der zuletzt auf den Platz kam: Rasim Bulic. Der ging beherzt zur Sache und räumte kräftig ab. Maurice Deville hat sein bisher bestes Spiel gezeigt. Am Dienstag wird er keine Gelegenheit dazu haben. Dann wird er gegen seinen Verein im Trikot der luxemburgischen Nationalmannschaft antreten.


Quelle Saarnews