FCS setzt Testspielserie gegen Luxemburg fort

Mit einem 2:2-Unentschieden gegen Regionalligist Hoffenheim ist der FCS am vergangenen Freitag wieder in die Reihe an Testspielen eingestiegen. Am Dienstag gibt es den nächsten Test und zum zweiten Mal nach dem Test in Nancy gibt es internationalen Flair. Gastgeber des FCS ist die luxemburgische Nationalmannschaft. Anstoß im Nationalstadion des Großherzogtums ist um 19:00 Uhr. Wie alle Länderspiele (und Testspiele von Nationalmannschaften) in diesen Tagen findet das Spiel gemäß der UEFA-Richtlinie ohne Zuschauer statt.


Luxemburgs Nationalmannschaft gehört eher zu den "Kleinen" im internationalen Wettbewerb. In der - allerdings nicht wirklich aussagekräftigen - Fifa-Weltrangliste belegt man momentan den 98.Platz und befindet sich damit auf Augenhöhe mit Bahrain oder Jordanien. Zwischenzeitlich lag man sogar schon mal rund zehn Plätze (84.Platz) weiter vorne. In der Vergangenheit lag man häufig zwischen den Plätzen 130 und 150, doch der Aufschwung der Nationalmannschaft ist seit Jahren unübersehbar. Seit 1910 gehört man der FIFA an, die Qualifikation für ein großes Turnier gelang der Nation jedoch noch nie. Nah dran war man bei der EURO 1964 als man in der Qualifikation die Niederlande ausschaltete und erst im einem Entscheidungsspiel gegen Dänemark (beide vorherigen Spiele endeten Unentschieden) unterlag. In der Qualifikation zur WM 2010 landete man mit fünf Punkten auf Platz 5 (von 6), zur WM 2014 wurde man mit sechs Punkten Tabellenschlusslicht und bei der Quali für 2018 landete man mit erneut sechs Punkten auf dem vorletzten Platz. Bei den Qualifikationen zu Europameisterschaften wurde man Letzte (2012/4 Punkte) und Vorletzter (2016/4 Punkte). In der Nations Leaque 2018/2019 schnupperte man in einer Gruppe mit Weißrussland, Moldau und San Marion am Gruppensieg, am Ende reichte es hinter Weißrussland aber nur zu Platz 2. Für die Nationalmannschaft von Luxemburg bedeutet der Test gegen den FCS noch mal die Möglichkeit vor der anstehenden Nations Leaque zu testen. Am Samstag spielt man zum Auftakt bei Aserbaidchan, am folgenden Dienstag hat man dann Heimrecht gegen Montenegro. Dritter Gruppengegner ist Zypern. Für Luxemburg ist das erste Ziel den Abstieg zu vermeiden. Seit 2010 ist Luc Holtz (49) der Nationaltrainer im Großherzogtum. Für diese Länderspielperiode hat er 23 Spieler nominiert. Mit Offensivspieler Maurice Deville fällt auch ein FCS-Akteur unter diese Spieler. Mit Florian Bohnert (Mainz 05), Tim Hall (Gil Vicente) und Edvin Muratovic (Dudelange) stehen zudem drei Spieler mit FCS-Vergangenheit im Aufgebot. 17 Spieler verdienen ihr Geld außerhalb von Luxemburg.



Aufgebot der luxemburgischen Nationalmannschaft

Torwart

Kips, Moris, Schon


Abwehr

Carlson, Laurent, Malget, Hall, Selimovic, Mahmutovic


Mittelfeld

Martins, Gerson, Barreiro, Skenderovic, Thill, Olesen, Thill, Deville, Sinani, Bohnert


Angriff

Bensi, Curci, Rodrigues, Muratovic




Die Mannschaft von Lukas Kwasniok hat Donnerstag mit der letzten Phase der Vorbereitung begonnen und nach den trainingsfreien Tagen auch am Wochenende weiter trainiert. Samstag gab es eine Doppeleinheit, am Sonntag Morgen wurde ein weiteres Mal trainiert. Der Trainingsplan für Montag und Dienstag ist bisher nicht bekannt. Am morgigen Montag startet die vorletzte reine Vorbereitungswoche, dazu hat man noch die Spielwoche vor Lübeck. Entsprechend wartet nun der Feinschliff auf die Mannschaft und der Kampf um die Stammplätze zum Saisonstart. Bis zu diesem Zeitpunkt warten nach dem Test gegen Luxemburg mutmaßlich noch zwei Testspiele auf die Malstätter. Am Wochenende soll getestet werden (wie zuvor berichtet laut dem Portal Fussball.de im Sportfeld gegen den luxemburgischen Erstligisten FC Swift Hesperingen, das Spiel wurde jedoch vom FCS noch nicht offiziell bestätigt) und am Wochenende vor dem Ligastart soll es die Generalprobe geben. Offiziell ist hier noch kein Gegner bekannt, es war mal ein Test gegen Regionalligist RW Koblenz angedacht.


Aus personeller Sicht muss der FCS auf Marin Sverko verzichten. Der Defensivspieler hat gegen Hoffenheim II noch 70 Minuten gespielt (länger wie jeder andere Spieler) und ist mittlerweile aus Saarbrücken abgereist. Ab Montag weilt er offiziell bei der kroatischen U21-Nationalmannschaft. Maurice Deville ist bei der luxemburgischen Nationalmannschaft, in der Abstellungsperiode hat Luxemburg auch im Testspiel den Zugriff auf den Offensivspieler. In welcher Mannschaft Deville am Dienstag eingesetzt wird hängt in der Folge an Luc Holtz. Ein Fragezeichen steht noch hinter Anthony Barylla. Er musste gegen Hoffenheim II vorzeitig ausgewechselt werden, konnte am Samstag aber zumindest ein leichtes individuelles Training absolvieren. Ein Risiko wird man bei Barylla kaum eingehen wollen. Ob aktuell noch Testspieler beim FCS verweilen ist unbekannt. Ohne die beiden Nationalspieler und Barylla hat Lukas Kwasniok die Auswahl aus 23 Spielern. Darunter fallen auch Teo Herr und Mergim Fejzullahu, beide Akteure spielen bekanntlich keine Rolle. Gegen Hoffenheim hatte Kwasniok seine Mannschaft noch fast vollständig in zwei Teams mit jeweils 45 Minuten eingeteilt. Nur Sverko spielte - zum Leidwesen von Bulic - über 70 Minuten. Laut der Ankündigung des Trainers soll nun die Zeit der Arbeitsteilung zurückgefahren werden. Wahrscheinlich schon ab Dienstag werden nun viele Spieler wieder über mindestens 60 Minuten zum Einsatz kommen, ähnlich wie man es schon gegen Karlsruhe getan hatte. Interessant wird daher sein, welche Dinge Kwasniok am Dienstag probieren möchte. In der bisherigen Vorbereitung gab es eine überraschend festgefahrene Achse mit Barylla, Zellner, Uaferro, Müller, Zeitz, Perdedaj, Shipnoski, Gouras, Deville und Jacob. Kommt dieses Gebilde (sofern verfügbar) am Dienstag länger als eine Halbzeit gemeinsam zum Einsatz? Oder wird es Anpassungen geben? In der Innenverteidigung (Schorch), im zentralen Mittelfeld (Froese, Bösel) und auf den Außenbahnen (Jänicke) sind andere Kombinationen möglich. Nach den Aussagen des Trainers werden zudem nicht mehr zwingend alle Spieler im Aufgebot zum Einsatz kommen und die Anzahl der Wechsel begrenzt werden.



Mögliche Aufstellung

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