Serie: SpVgg Unterhaching im Detail

Mit dem Aufstieg in die 3.Liga findet sich der FCS nach einigen Jahren in der Regionalliga wieder in einer komplett anderen Spielklasse wider. Es gibt neue Gegner und neue Aufgaben. Während die regelmäßigen Gegner in der Regionalliga Südwest bekannt waren, sind die bevorstehenden Gegner Neuland. Neunzehnhundertdrei.de sorgt für Abhilfe und wird die sportliche Seite - in Anlehnung an die traditionelle Vorschau des Kickers - aller Drittligagegner in der Saison 2020/21 beleuchten. An allen Wochentagen gibt es gleich zwei Teams in der Vorschau. Wie schon heute Morgen geht es auch im 14.Teil unserer Serie nach München, dieses Mal ist Vorstadtklub Unterhaching an der Reihe.






Ausgangslage

Seit 2017 ist Unterhaching wieder in der 3.Liga und geht nun in die vierte Saison in der Spielklasse. Mit der letzten Saison war man nicht zufrieden. Obwohl man lange Zeit in der Spitzengruppe vertreten war, folgt in der Rückrunde - spätestens nach der Corona-Pause - ein Einbruch und am Ende landete man nur auf dem elften Platz. Trainer Claus Schromm (seit 2015 bei Haching) musste seinen Stuhl räumen, bleibt dem Club jedoch als sportlicher Leiter erhalten. Seinen Nachfolger hat er selbst ausgesucht: Arie van Lent. Van Lent soll der Mannschaft eine neue DNA verpassen und sie zum Aufstieg führen. Für das Jahr 2020/21 hat man jedoch erst mal eine stabile Saison mit Blick nach oben ausgerufen. Der Aufstiegswunsch ist auch ein finanzieller Wunsch. Unterhaching ist an die Börse gegangen, das Eigenkapital hat sich innerhalb von einem Jahr halbiert. Einen geringen Etat besitzt man jedoch nicht und kann sich einen großen und starken Kader leisten.




Wer ist weg?


NameAlterPositionLigaeinsätze 19/20Neuer VereinSpielklasse
Alexander Winkler28IV341.FC Kaiserslautern3.Liga
Florian Dietz22ST201.FC Köln II (Leihe)Regionalliga



Lediglich zwei Spieler haben den Club bisher verlassen. Angreifer Florian Dietz (22) hat bisher den Durchbruch in der 3.Liga nicht geschafft, er wurde an den 1.FC Köln II verliehen. Mit Innenverteidiger Alexander Winkler wechselte zudem ein Stammspieler zum 1.FC Kaiserslautern. Winkler war fünf Jahre lang eine Konstante in Unterhaching.


Wer ist neu?


NameAlterPositionLigaeinsätze 19/20Alter VereinSpielklasse
Jannis Turtschan19RVeigene U19
Niclas Anspach19RM0Rosenheim (Leihende)Regionalliga
Christoph Ehlich21RM0Rosenheim (Leihende)Regionalliga
Stephan Mensah20RA0Rosenheim (Leihende)Regionalliga
Alexander Kaltner20RA0Rosenheim (Leihende)Regionalliga
Nicolaj Madsen32OM13Rosenheim (Leihende)Regionalliga
Julian Richter21ST21Wacker BurghausenRegionalliga
Patrick Hasenhüttl23ST23Türkgücü MünchenRegionalliga



Auch in Sachen Neuzugängen hat man sich zurückgehalten, sieht man einmal von fünf Leihrückkehrern ab, sie spielten alle bei Kooperationspartner Rosenheim. Abwehrspieler Jannis Turtschan aus der eigenen U19 erhielt einen Profivertrag. Zwei externe Neuzugängen kamen für den Angriff. Patrick Hasenhüttel erzielte letzte Saison 13 Tore für Türkgücü München, konnte sich mit dem Aufsteiger jedoch nicht auf einen neuen Vertrag einigen. Julian Richter war Stammspieler bei Regionalligist Wacker Burghausen.



Wer soll noch kommen?

Der Kader ist bisher sehr groß. 38 Spieler stehen offiziell im Kader. Felix Gottlicher, Viktor Zentrich, Deniz Haimerl, Boipelo Mashigo, Leonard Grob, Daniel Hausmann und Andreas Hirtlreiter sind alleine acht Spieler im Kader die noch in der U19 spielen dürfen und meist auch sollen. Gurski (41) im Tor ist mehr Teilzeitkraft. Dazu hat man Dominik Stroh-Engel und Sascha Bigalke (das Hachinger Gesicht der letzten Jahre) aussortiert. Am Ende der Transferperiode werden dazu wohl wieder einige Leihen zu Rosenheim folgen.


Der Kader


Viele Nachwuchskräfte stehen im Kader, bis Kaderplatz 18 - 20 hat man aber fast nur etablierte Spieler und einige absolute Routiniers. Es ist ein guter und ein breiter Kader. Eigengewächs Nico Mantl ist allerdings erst 20 Jahre alt, aber seit letzter Saison Stammtorhüter und schon im Fokus von Zweitligisten. Sein Vertreter ist der ehemalige Wormser Steve Kroll. Kapitän Welzmüller und Marc Endres sind die routinierten Spieler in der Innenverteidigung, fehlen aber verletzungsbedingt. Christoph Greger - schon letzte Saison Stammspieler - soll daher nun in die Rolle des Abwehrchefs schlüpfen. Als Partner bleibt als gelernter Innenverteidiger momentan nur Grauschopf. Er machte letzte Saison 17 Spiele, kam aber meist links hinten zum Einsatz. Dazu kommt in Felix Göttlicher noch ein großes Talent aus der U19. Als Außenverteidiger geht Max Dombrowka als großer Favorit in die Saison. Er nimmt seit Jahren - und meist auf links - einen Platz ein. Jannick Bandowski ist ein gutes Back-Up. Auf der rechten Abwehrseite ist Manfred Schwabl (30) in einer ähnlichen Situation wie Dombromka. Im zentralen Mittelfeld wäre normal Dominik Stahl gesetzt, mit einem Kreuzbandriss ist der Routinier aber erst mal kein Thema. Gesetzt ist normal auch Lucas Hufnagel, er nimmt eine zentrale Rolle im Spiel der SpVgg ein. Neben ihm könnte Jim-Patrick Müller (31). Eigentlich ein Flügelspieler wurde er am Ende der letzten Saison umfunktioniert. In der Rückrunde war zudem der 23-Jährige Alexander Fuchs eine Stammkraft. Auf der offensiven Außenbahn hat sich letztes Jahr Moritz Heinrich in den Fokus gespielt. Er könnte wieder auf der linken Seite als Stammspieler in die Saison gehen. Einen zweiten Stammspieler auf den Außen hatte man letztes Jahr nicht. Jim-Patrick Müller, Felix Müller, Luca Marseiler und Max Krauß kämpften um diesen Platz. Die Situation könnte weiter bestehen bleiben. Im Sturm fehlt Stephan Hain verletzungsbedingt, er wollte eigentlich wieder durchstarten. Die besten Karten dürfte so oder so Felix Schröter haben, ein Stammspieler aus der letzten Saison mit acht Treffern. Die Neuzugänge Hasenhüttl oder Richter könnten an seiner Seite beginnen, ansonsten ist unter van Lent auch ein Wechsel zu einem 4-2-3-1-System denkbar.




Mögliche Aufstellung zum Saisonstart

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Stand: Montag, 7.September 2020