Bockstarker FCS besiegt Jeff Strassers Hesperange

Lukas Kwasniok berief heute folgende Elf in die Startformation: Batz – Müller, Uaferro, Zellner, Bösel – Zeitz, Perdedaj, Jänicke – Gouras, Shipnoski, Jacob.

Saarbrücken begann wie die Feuerwehr, praktizierten ein brutal hartes Pressing und so bot sich den Zuschauern ein Bild wie wir es im Spiel gegen Hoffenheim II gesehen hatten – nur eben umgekehrt. Die luxemburgischen Titelfavoriten taten sich sehr schwer, sich aus dieser Situation zu lösen. Kamen sie einmal über die Mittellinie verloren sie den Ball meist wieder und dann ging es schnell. So kam Shipnoski über zu einer Chance als er den Ball mustergültig von Jacob in den Lauf gespielt bekam und abschloss. 1:0 nach 7 Minuten.

Swift Hésperange, trainiert übrigens vom luxemburgischen Nationalidol Jeff Strasser, verlegte sich darauf, lange Bälle auf die schnellen Spitzen zu spielen. In der 14. Minute erreichte ein solcher Schuss den auf rechts durchgestarteten Stolz, der zunächst Uaferro, dann den heranstürmenden Batz verlud, aber knapp am Tor vorbei schoß. In der Folge blieb es bei der Saarbrücker Dominanz, wobei Shipnoski und Gouras die Seiten wechselten und der gut aufgelegte Tobias Jänicke einige Lücken in die Abwehr der Gäste riss. Das 2:0 fiel kurz vor dem Pausenpfiff: Minos Gouras legte den Ball im Spurt am Linksverteidiger vorbei und wurde dann im Strafraum gelegt. Den Elfmeter verwandelte Sebastian Jacob im Nachschuss.

Nach der Pause kamen Froese und Golley für Perdedaj und Jänicke. Der kanadische Nationalspieler riss gleich das Spiel an sich und düpierte mehrere Gegenspieler in deren Sechzehner, scheiterte dann aber am Torwart. Kurze Zeit später ergaben sich Möglichkeiten für Golley und Shipnoski, doch erst in der 70. Minute erhöhten die Blau-schwarzen auf 3:0 durch einen sehenswerten Schuss von Kianz Froese aus etwa 20 Metern. Zehn Minuten später konnte der FC Swift Hésperange nach einem Konter durch Bahib auf 3:1 verkürzen. Doch zu diesem Zeitpunkt hatten beide Trainer ihre Teams schon munter durch gewechselt, so dass kein vernünftiges Spiel mehr zu sehen war.

Fazit: Der nicht selten aufbrausende Szenenapplaus dokumentierte: Ein 1. FC Saarbrücken mit dieser Spielanlage macht die Fans glücklich! Es gab mitreißenden Fußball zu sehen, der diesmal auch zu den entsprechenden Toren führte. Das Mittelfeld, egal ob Jänicke, Golley, Perdedaj oder Froese lieferte heute Ideen in Endlosschleife. Ergänzt wurden sie durch die pfeilschnellen Außen und eine solide Defensive. Damit dürfte der Trainer, der nach der Niederlage gegen Homburg hart kritisiert worden war, endgültig rehabilitiert worden sein. Sollte sein Team dieses Leistungsniveau in die Liga retten, dann muss den Fans nicht bange werden.



Quelle: Saarnews hier gibt es noch viele Bilder zum Spiel