FCS fegt Basel bei Generalprobe vom Platz

Wie gewohnt wurden außerden Teo Herr und Mergim Fejzullahu nicht berücksichtigt. Alle anderen Spieler standen im Aufgebot. Die erste Elf kam wieder ohne größeren Veränderungen im Vergleich zum Testspiel gegen Hesperange aus. Lediglich Marin Sverko (zurück von der Nationalmannschaft) begann für Minos Gouras. Sverko spielte dieses Mal als linker Verteidiger, dafür rückte Mario Müller ins linke Mittelfeld. Ein Experiment im letzten Testspiel um eine andere Option auf dieser Seite zu öffnen, nachdem man mit den bisherigen Optionen nicht vollends zufrieden sein konnte. Die Gastgeber aus Basel spielten vielleicht nicht mit der gleichen Mannschaft wie man nächsten Donnerstag in der Europa-Leaque beginnen wird (u.a saß Valentin Stocker auf der Bank), bot aber doch eine richtig gute Mannschaft mit vielen letztjährigen Stammspieler auf. Die Gastgeber aus Basel spielten vielleicht nicht mit der gleichen Mannschaft wie man nächsten Donnerstag in der Europa-Leaque beginnen wird (u.a saß Valentin Stocker auf der Bank), bot aber doch eine richtig gute Mannschaft mit vielen letztjährigen Stammspieler auf.


Der FC erwischte in Basel gleich einen guten Start und startete auf Augenhöhe mit den Favoriten. Man versteckte sich nicht, brachte die ersten beiden Bälle in den Strafraum der Basler und hatte mindestens so viel Ballbesitz wie die Gastgeber. Taktisch sortierte man sich im Aufbauspiel wieder im mittlerweile gewohnten 4-1-4-1-System, die Vorstöße der Achter hinter die Abwehrkette fanden statt, wurden jedoch stärker begrenzt als noch gegen Hesperange oder Luxemburg. Im Defensivspiel formierte man sich dagegen wieder häufig in ein 4-4-2-System mit Jänicke neben Jacob als Anläufer. Nach fünf Minuten hätte trotzdem Basel das erste Tor machen müssen. Ihr Angriff über den Halblinken Flügel war viel zu schnell für den FC, man bekam die Kette nicht zu und Campo ging alleine auf Batz zu. Uaferro konnte nicht mehr stören und Batz verhinderte mit einer Glanztat den frühen Rückstand. Zwei Minuten später setzte sich der FC über die rechte Seite fest, Shipnoski brachte den Ball in die Mitte, ein Abschluss kam jedoch nicht zu Stande. Mit funktionierenden Gegenpressing holte man sich direkt wieder den Ball, Jänicke traf aus der Drehung ins lange Eck. Eine Minute später verpasste Zeitz einen Freistoß von Perdedaj nur knapp, nach zehn Minuten vertändelte Shipnoski eigentlich den Ball im Zentrum. Jänicke setzte nach, holte sich den Ball und traf aus 20 Meter in die rechte obere Ecke. Die Molschder spielten auch weiter ihren Plan durch, standen Defensiv kompakt und griffen etwa zehn Meter in der Hälfte der Basler an. Dann war man aggressiv und legte viel Wert auf die Abstände zwischen und innerhalb der Ketten. Bei Ballgewinn kombinierte man sich in der Regel sicher gegen das Basler Gegenpressing nach vorne und hatte dann große Räume. Bei eigenen Ballbesitz war es mutiger Fußball, jedoch ohne Hektik. Nicht jede Aktion musste unmittelbar nach vorne gehen. Basel hatte nach einer Ecke eine gute Chance (13.), doch Gefahr blieb vor allem auf Seiten des FCS. Eine Perdedaj-Ecke wurde von Sverko verlängert, Jacob hatte keinen Gegenspieler und nickte aus einem Meter zum 3:0 ein. Nach rund 25 Minuten änderte der FCS seine Taktik, stand nun 15 Meter tiefer und probierte nun ein Spiel mit weniger Ballbesitz und einem größeren Übergewicht für Basel. Basel hatte dann auch zwei gute Chancen um auf 1:3 zu stellen, die größere Gefahr strahlte jedoch weiter der FCS aus. Jacob hatte den vierten Treffer auf dem Fuß, auch ein Elfmeter nach einem Foulspiel an ihm wäre möglich gewesen. Mit dem Halbzeitpfiff parierte Batz einen Kopfball aus wenigen Metern.


Zur Pause kam beim FCS Christopher Schorch für Boné Uaferro ins Spiel. Neben Spielzeit für Schorch wollte man Uaferro (unter der Woche auch noch teilweise im individuellen Training) nicht zu sehr belasten. Mit Wiederanpfiff spielte der FCS wieder nach dem Plan der ersten 25 Minuten und wurde schnell belohnt. Im Mittelfeld eroberte man sich die Kugel, Perdedajs Chipball düpierte die komplette Abwehr und Jänicke traf freistehend zum 4:0 (48.). Nach 50 Minuten kam der FCS über die rechte Seite, nach einer Flanke von Shipnoski stand Müller komplett frei. Der Abwehrspieler köpfte jedoch neben das Tor. Nur 30 Sekunden später unterlief den Baslern dafür ein Handspiel im eigenen Strafraum, den fälligen Elfmeter verwandelte Perdedaj sicher. Danach verwaltete der FCS vor allem das Spiel und ging nicht mehr in die höchste Intensität. Es reichte jedoch um Basel weiterhin zu kontrollierne. Nach einer Stunde kam Minos Gouras für Marin Sverko ins Spiel. Der letzte Neuzugang hatte wie im internen Test und im Testspiel gegen Hoffenheim einen sehr starken Eindruck hinterlassen. Nach zwei Einsätzen über 90 Minuten und nur einer Trainingseinheit mit der Mannschaft war die Stunde jedoch vollkommen ausreichend. Müller rückte dafür nach links hinten, Gouras auf den linken Flügel. Die Zeit der Wechsel hatte begonnen. Nach 64 Minuten kam Kianz Froese für den angeschlagenen Perdedaj ins Spiel. Nach 70 Minuten kamen Golley, Deville und Vunguidica für Jänicke, Shipnoski und Jacob ins Spiel. Der FCS hatte zuvor noch durch den freien Gouras eine gute Chance, auch die Gastgeber konnten zwei, drei gute Gelegenheiten für sich verbuchen. Neun Minuten vor Spielende wurden die letzten vier Wechsel getätigt. Breitenbach, Köhl, Bulic und Singer kamen für Zellner, Müller, Zeitz und Bösel ins Spiel. Damit spielte lediglich Daniel Batz komplett durch und alle Feldspieler bekamen zumindest einige Einsatzminuten. Mit den zahlreichen Wechseln auf beiden Seiten verflachte die Begegnung klar unde abgesehen von den wenigen erwähnten Ausnahmen gab es quasi keine Torraumszenen mehr zu verzeichnen. Ausnahme: Quasi mit Schlusspfiff kam Basel über rechts, in der Mitte hatte man viel Raum und traf nach einem Ballverlust von Breitenbach zum 1:5.


Der Sieg ist verdient und er geht auch in der Höhe vollkommen in Ordnung. Das Gegentor in der letzten Minute wird nerven, es war total unnötig. Die Molschder waren insgesamt die deutlich bessere und aktivere Mannschaft, waren griffiger und spritziger. Gerade in Sachen Gegenpressing hat man in dem Spiel sehr viele gute Entscheidungen getroffen. Das reine Ergebnis beim FC Basel ist natürlich eine absolute Sensation. Vor dem Spiel hätte man mit Sicherheit eine Niederlage erwartet. Dieser Kader hat Bundesliganiveau, ist international gestanden und man hat nicht die zweite Mannschaft auf das Feld geschickt. Über die 90 Minuten waren sie von der Papierform jedoch weit entfernt und fanden nie einen Zugriff auf das Spiel und den FCS. Das Selbstvertrauen, das Ergebnis und die Spielzeit nimmt man beim FC sicher gerne mit, wäre unter Garantie aber noch lieber viel mehr gefordert worden und hätte sich einige Phasen gewünscht in denen man hinten rein gedrängt worden wäre. Diese Phasen gab es schlicht nicht. Der angedachte Sinn des Testspiels wird sich daher auch nicht zu 100% erfüllt haben. Bei den Malstättern hat natürlich auch zurückkehrende Frische geholfen, man wirkte schon deutlich spitziger als noch in Luxemburg oder gegen Hoffenheim. Die ersten 70 Minuten war man schon richtig stark unterwegs gewesen und dann haben zahlreiche Wechsel das Spiel zerstört. Lukas Kwasniok wird die Eindrücke aus dieser Generalprobe nun ganz behutsam einordnen müssen. Die Basler haben schon viel Platz gelassen und waren - abseits von ein, zwei Frustfouls - auch sehr passiv in den Zweikämpfen. Die Intensität von Lübeck wird nächste Woche deutlich höher liegen, da braucht man kein Prophet sein. Von der Mannschaft her braucht man nicht viele Spieler hervorzuheben, es war eine taktisch und spielerisch sehr reife Leistung gelesen. Tobias Jänicke sticht mit drei Treffern natürlich heraus, auch Marin Sverko konnte wieder viele Pluspunkte sammeln und kann in den Kampf um die Startplätze gegen Lübeck eingreifen.




Spieldaten


Wettbewerb:Testspiel
Datum:Freitag, 11.September 202014:00 Uhr
Spielort:St. Jakob-Park, NebenplatzBasel/Schweiz
Zuschauer:Unter Ausschluss der Öffentlichkeit



Tore


SpielstandSpielminuteTorschütze
0:17.Tobias Jänicke
0:210.Tobias Jänicke
0:317.Sebastian Jacob
0:448.Tobias Jänicke
0:550.Fanol Perdedaj (HE)
1:590.Unbekannt


Taktik


System:4-1-4-1





Aufstellung


m



Ersatzbank



Wechsel


SpielminuteEingewechseltAusgewechselt
46.Christopher SchorchBoné Uaferro
60.Minos GourasMarin Sverko
64.Kianz FroeseFanol Perdedaj
70.Maurice DevilleNicklas Shipnoski
70.
José VunguidicaSebastian Jacob
70.
Timm GolleyTobias Jänicke
81.Jayson BreitenbachMario Müller
81.
Marius KöhlManuel Zeitz
81.Jonas SingerSebastian Bösel
81.Rasim BulicSteven Zellner



Nicht im Kader


SpielerGrund
Mergim FejzullahuNicht berücksichtigt
Teo HerrNicht berücksichtigt
Anthony BaryllaMuskelfaserriss
Markus Mendlerangeschlagen



Nächstes Spiel


Gegner:VfB Lübeck
Wettbewerb:3.Liga
Spieltermin:Samstag, 19.September14:00 Uhr
Spielort:Stadion an der Lohmühle
Lübeck
Bemerkung:Aktuell werden 500 Zuschauer eingelassenKeine Gästefans

Antworten 11

  • Das war nicht schlecht. Hätte eher gedacht die vermöbeln uns nach Strich und Kunst. Davon war nix zu sehen, beinahe zu wenig gefordert, aber hier groß Meckern? Es lässt sich natürlich vermuten das Lübeck anders zu Werke geht, ich hoffe das wir dort auch mutig sind...Sverko scheint ein guter zu sein, das hat mir ganz gut gefallen....

  • So darf es sehr gerne kommende Woche weitergehen. Leider dann mal wieder nur im Stream :(

  • Entweder sind wir so stark ( sehr gerne ):thumbup: oder Basel so schwach?;)

    Beim heutigen Spiel hat man eindeutig die Handschrift von Kwassi gesehen.

    Ich hatte die Gelegenheit, die meisten Trainingseinheiten zu beobachten.

    Was im Training von ihm verlangt wird, setzen unsere Jungs langsam aber sicher immer besser um.

    Das Verschieben, das Pressing & auch das schnelle Umschaltspiel waren gut erkennbar.

    Die Mannschaft wird zu dem richtigen Zeitpunkt topfit sein.


    Ich hoffe, dass jetzt endlich die Hetze gegen den Trainer aufhört.


    Laut Sulzbachtal hatte die Startelf von Basel einen Marktwert von 18 Mio & war ziemlich die stärkste Elf die sie haben??

  • Keine Ahnung. Sforza meinte sie hätten die Woche intensiv trainiert und er habe positive Dinge gesehen haha. Soll nicht unser Problem sein ;)

  • Bitte in Lübeck genauso. Was hat Barylla?

  • Leichter Muskelfaserriss im Oberschenkel, hat mit Lauftraining angefangen. Glaube nicht, dass er zur Verfügung steht.

  • Gibt es denn irgendwo eine Zusammenfassung des Spiels?

  • Gibt es denn irgendwo eine Zusammenfassung des Spiels?

    hier sieht man nochmals alle Tore. Auf der Seite weiter unten das zweite Video


    https://telebasel.ch/2020/09/1…uf-morgen/?channel=105110

  • Das war auch nur ein Vorbereitungsspiel. Die Stunde der Wahrheit schlägt nächsten Samstag.

  • Das sehe ich genau so. Meiner freudschen Fehleinschätzung von Basel zum trotz, wird Lübeck dennoch anders zur Sache gehen. Nun war Basel aber zumindest nicht Dieflen (danach kam das Homburg Spiel) und zum anderen hatte ich schon die Befürchtung, wir machen dann in Lübeck was ganz anderes wie in der Vorbereitung, also in die Hose scheissen und defensiver spielen, wenn der Trainer da Konsequent bleibt, hat er schon mal ein Stein im Brett, wobei ich kein Fan von diesem "Postitions Bingo" werde.

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