VOR DUELL MIT EX-KLUB

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von: INGRID GEUCKLER-PALMERTveröffentlicht am22.09.2020 - 22:31 Uhr


Er rettete mit seinem Kopfball-Tor zum Auftakt einen Punkt in Lübeck!


Saarbrückens Tobias Jänicke (31) jubelte danach befreit. „Ich habe mich einfach gefreut!“ Kein Wunder, denn Jänicke ist nicht gerade ein Kopfball-Ungeheuer. Der Saarbrücker Torschütze lacht: „Nein, es ist nicht so, dass ich reihenweise Tore köpfe. Aber das war vorbestimmt.“

Seine Kinder Nahla (8) und Elijah (5) jubelten für Papa: „Sie haben das Spiel verfolgt, waren stolz“, erzält Jänicke.


81 Spiele in der 2. Liga, 173 in der der 3. Liga. Jänicke ist ein erfahrener Spieler. Seine Torgefahr ist neu.


Er erklärt: „Ich habe sonst die rechte Seite alleine beackert. Jetzt turne ich irgendwo im Zentrum rum. Der Weg zum Tor ist kürzer und ich war schon immer ein offensiver Spieler. Der Trainer sagt immer: ‚Jeder ist eingeladen, Tore zu schießen.‘“


Mit 31 Jahren ist Jänicke Saarbrückens zweitältester Spieler. In Saarbrücken hat er es mit richtig jungen Mitspielern zu tun. „Es ist schon eine andere Generation. Ich habe mehr erlebt. Die Jungen lassen auch was von ihrem Leben einfließen. Sie gehen weg und feiern auch. Sie können Geschichten erzählen.“

Jänicke wiederum verbringt seine Freizeit mit der Familie, träumt davon, ein Wohnmobil zu haben, um auch spontan ein bisschen unterwegs sein zu können.


Doch erst mal geht es Samstag gegen seinen Ex-Klub Hansa Rostock. „Aber von den aktuellen Spielern kenne ich keinen mehr. Die Punkte sollen hier bleiben.“


Auf den Ludwigspark freut er sich: „Gut, dass sie es geschafft haben, dass wir hier spielen können. Wie ein 50-Millionen-Stadion sieht es zwar nicht aus, aber es ist endlich ein richtiges Heimspiel.“

Für die Fans hat Jänicke aber auch eine Botschaft: „Wir hauen jede Woche alles raus, aber man darf nicht vergessen, dass wir Aufsteiger sind. Die Menschen hier waren verwöhnt in den letzten Jahren.“

Und stellt klar: „Wir werden vermutlich nicht weiterhin drei, viermal im Monat gewinnen. Das muss man wissen! Wir können jeden schlagen, aber wir können auch von jedem auf die Mütze kriegen.“




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