Die Lage des FCS vor Rostock

Mit einem Unentschieden ist der FCS am vergangenen Samstag aus Lübeck abgereist. Den Punkt nahm man gerne mit, mit dem Zähler kann man durchaus leben und doch konnte man nicht vollständig zufrieden sein. Gute 20 oder 25 Minuten haben in diesem Spiel für einen Punkt gereicht, der Auftritt zuvor löste jedoch keine Freudensprünge aus. Am Samstag gilt es nun von Beginn an die Nervosität abzulegen. Es ist ein anderes Spiel mit einem gänzlich anderen Gegner. Rostock spielt seit dieser Saison in einer Viererkette statt Dreierkette und unterscheidet sich da klar von Lübeck, auch die Spielausrichtung ist eine Andere und man verfügt über einen stärkeren Kader. Dafür hat der FCS dieses Mal Heimrecht und man hat bereits ein Pflichtspiel in den Knochen. Dieser Umstand wird dem FC helfen.




Personelle Situation

Auch gegen Rostock wird der FCS auf einige Spieler verzichten müssen. Boné Uaferro fällt nach seiner OP letzten Freitag noch einige Zeit aus und er könnte vielleicht Ende Oktober wieder eine Alternative werden. Auch Anthony Barylla wird definitiv am Wochenende ausfallen. Er konnte noch nicht vollständig ins Mannschaftstraining zurückkehren und ist überwiegend durch Laufeinheiten aktiv, teilweise setzt er noch komplett aus. Auch das Spiel gegen Halle dürfte für ihn noch zu früh kommen. Auch auf Fanol Perdedaj wird der FCS verzichten müssen. Seine Wadenprobleme sind nicht abgeklungen, obwohl er gegen Lübeck auf der Bank saß. Entsprechend wurde er aus dem Training genommen. Markus Mendler wird im Gegenzug zum ersten Mal eine Option für den Kader sein. Das Spiel in Lübeck kam zu früh, er hat dafür weiter am Comeback gearbeitet und die Woche auch voll trainiert. Ein Fragezeichen steht hinter der Verfügbarkeit von Sebastian Jacob. Am Dienstag war reines Lauftraining angesagt, am Mittwoch dann Aufwärmen mit dem Team und danach Lauftraining. Am Ende sollte die Zeit eigentlich ausreichend sein. Dann hätte Kwasniok die Auswahl aus 23 Spielern und fünf Akteure würden den Sprung in den Kader am Samstag verpassen.



Wie könnte der FCS beginnen?

Vor Daniel Batz im Tor sucht man die zehn Spieler die im 4-1-4-1-System beginnen werden. Klarer Favorit auf der rechten Abwehrseite ist Sebastian Bösel. Der Neuzugang hatte gegen Lübeck ein ordentliches Debüt und dazu fehlt Barylla. Er wird sich steigern müssen. Dahinter hat man momentan Jayson Breitenbach. Eine andere Frage ist, wie nah Breitenbach tatsächlich an Bösel dran ist. Seine Startelfchancen dürften hier eher gering sein. In der Innenverteidigung ist weiter Steven Zellner gesetzt und man sucht wie schon gegen Lübeck seinen Partner. Da hat man auf Christopher Schorch gesetzt und der Hüne ist auch für Samstag die erste Option. Er hatte gegen Lübeck durchaus seine Probleme und da hat man die eher geringe Spielzeit in den letzten Vorbereitungsspielen gesehen. Da auch Barylla fehlt und man Breitenbach in der Liga kaum als Innenverteidiger sehen wird, ist Marin Sverko die Alternative. Er hat die Position auch nach der Auswechslung von Schorch gegen Lübeck gespielt. Die Entscheidung des zweiten Innenverteidigers ist auch von der Besetzung auf der linken Seite abhängig. Links hinten gibt es Mario Müller und Sverko als Optionen. Bleibt Müller im linken Mittelfeld ergibt sich der Rest von selbst. Sverko hat gegen Lübeck auf der Seite gespielt und seine Aufgabe dort gut erledigt und die Vorschusslorbeeren durchaus bestätigt.


Im defensiven Mittelfeld ist Kapitän Manuel Zeitz gesetzt. Er ist aber auch einer jener Spieler die sich im Vergleich zum Auftritt in Lübeck steigern müssen. Dort hat er doch einige Fehlpässe gespielt und einige leichte Fehler gemacht. Die Option ist im Grunde nur Sebastian Bösel. Auf der Acht hat man eine besetzte Position durch Tobias Jänicke. Auch abgesehen von seinem Tor hat er die Rolle in Lübeck ordentlich ausgefüllt. Mittlerweile ist er in dieser Rolle keine Überraschung mehr. Dazu fehlen für die Position einfach Optionen. Das sieht man auch beim Blick auf die zweite Achterposition. Normal wäre Fanol Perdedaj gesetzt und wie sehr Perdedaj dem FCS-Spiel fehlt hat man im ersten Saisonspiel gesehen. Man muss seinen Ausfall aber nun kompensieren. Die Optionen sind Kianz Froese, Markus Mendler, Timm Golley und Maurice Deville. Froese hatte gegen Lübeck kein gutes Spiel und könnte trotzdem wieder beginnen und eine weitere Chance erhalten. Er kann viel besser sein als noch in Lübeck und eigentlich ist die Acht seine Position. Deville wurde dort nicht eingesetzt. Seine Vorbereitung war nicht gut, verlief nicht ohne Probleme und er wirkt nicht nah an der Mannschaft. Golley hatte in den letzten Wochen nicht so viele Argumente für die Startelf gebracht und bei Markus Mendler ist einfach die Frage wie fit er ist. Mendler hat das letzte Mal gegen Luxemburg Spielpraxis gehabt und es wird eher nicht für 90 Minuten reichen.


Durch diese Tatsache könnte er auch auf der linken Außenbahn keine Rolle für die Startelf spielen. Da hat man gegen Lübeck mit Müller begonnen und ein Außenverteidiger ist aus dieser Position eine defensive Variante. Spielt er wieder hier ist die Abwehrkette mit Schorch und Sverko klar. Gouras hat sich natürlich nach den Einwechslung in den Fokus gespielt. Hoffnungen auf einen Startelfeinsatz darf er sich sicher machen, ob er die Impulse von Beginn an bringen kann ist eine andere Sache. Qualität hat er, das Loch in der Mitte der Vorbereitung ist überwunden. Ansonsten muss man Spieler wie Vunguidica und Deville in den Fokus nehmen. Auf der rechten Außenbahn hat man dagegen durch Shipnoski einen Stammspieler. In Lübeck ist er auch schwer ins Spiel gekommen und hatte trotzdem die wenigen offensiven Aktionen mit eingeleitet. Auch da hat man Deville oder Singer als Alternative. Die rechte Außenbahn ist klar durch Nicklas Shipnoski besetzt. Der Neuzugang hat sich diesen Status mit einer guten Vorbereitung verdient und sich fast durchgängig gesteigert. Nun muss er es auch in die Liga bringen und noch konsequenter spielen. Die Alternative ist Jonas Singer oder Deville. Die linke Seite ist wie angesprochen eine Baustelle, obwohl maximal Mendler als Spieler für diese Position fehlt. Gouras ist ordentlich und eine denkbare Variante. So ganz in den Fokus gespielt hat er sich jedoch noch nicht. So könnte tatsächlich wieder Mario Müller diese Rolle einnehmen. Das Duo Sverko/Müller ist natürlich defensiver als mit einem echten Flügelspieler. Möglicherweise werden sogar Maurice Deville und José Vunguidica in die Überlegungen einbezogen.


Im Angriff ist normal Sebastian Jacob gesetzt. Sollte er widererwartend nicht spielen können hat man ein Problem und muss sich eine andere Lösung suchen. Gegen Lübeck hat man Vunguidica dafür gewählt und der Angreifer hatte im eh lahmenden FCS-Spiel einen schweren Stand. Als Angreifer bleibt ansonsten nur Maurice Deville oder Kwasniok müsste basteln. Ob da eine sinnvolle Option besteht? So oder so wird man den Angreifer viel mehr unterstützen müssen.





Mögliche Aufstellung


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Ersatzbank


Ramon Castellucci (ETW)Jayson Breitenbach
Christopher SchorchMarkus Mendler
Maurice DevilleTimm Golley
José Vunguidica



An sich hat man zwölf Spieler für die sieben Kaderplätze in der Hinterhand, realistisch müssen jedoch Teo Herr und Mergim Fejzullahu abgezogen werden. Dazu haben auch Marius Köhl und Rasim Bulic nur Außenseiterchancen für den Kader. Dann muss von den verbliebenen acht Spielern noch ein Akteur gestrichen werden. Wie schon in Lübeck könnte es erneut Jonas Singer treffen. Marin Sverko, Nicklas Shipnoski, Minos Gouras und Jayson Breitenbach wären die vier U23-Spieler.



Nicht im Kader

Anthony BaryllaMuskelfaserriss
Fanol PerdedajWadenprobleme
Boné UaferroMeniskuseinriss
Jonas Singernicht berücksichtigt
Rasim Bulicnicht berücksichtigt
Teo Herrnicht berücksichtigt
Mergim Fejzullahunicht berücksichtigt
Marius Köhlnicht berücksichtigt

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