Die Lage des FCS vor Halle

Fußball ist ein schnelles Geschäft. War die Stimmung nach dem Auftaktunentschieden in Lübeck in Saarbrücken noch bescheiden, so hat der Heimsieg gegen Rostock die Sachlage ins Positive gedreht. Die ersten beiden Spiele sind für die Kwasniok-Elf mit vier Punkten jedenfalls gut verlaufen (es ist der beste FCS-Start in der 3.Liga) und nun gilt es den Schwung von Rostock mitzunehmen und die nächsten Punkte zu holen. Es ist ein Heimspiel und da will man etwas zählbares in Richtung Klassenerhalt mitnehmen. Mit einer Leistung wie gegen Rostock sind Punkte auch möglich. Nach zwei Spieltagen in der Liga kann man aber schon das Vorurteil der Liga bestätigen: Es sind in der Regel Spiele, in denen Kleinigkeiten entscheiden. Man wird am Sonntag die gleiche Intensität im eigenen Spiel brauchen, ansonsten ist in dieser Liga nichts zu holen. Seit Dienstag bereitet man sich intensiv auf das Spiel gegen Halle vor und hat zahlreiche Trainingseinheiten absolviert. Am morgigen Samstag wartet noch das Abschlusstraining auf die Mannschaft.




Personelle Situation

Definitiv verzichten muss der FCS auch am Sonntag auf Innenverteidiger Boné Uaferro. Es wird mit seiner Meniskusverletzung noch die ein oder andere Woche nicht zur Verfügung stehen. Er soll nach Möglichkeit Ende Oktober wieder dabei sein können. Auch Fanol Perdedaj wird dem FCS weiterhin fehlen, die Wadenbeschwerden wollen nicht abklingen und er ist noch nicht wieder im Training. Ursprünglich sollte er seit Dienstag wieder dabei sein. Fraglich ist außerdem noch Sebastian Bösel. Den Neuzugang plagen laut Vereinsinformationen Oberschenkelprobleme. Gute Nachrichten gibt es dagegen von Anthony Barylla. Der Außenverteidiger ist seit Wochenbeginn wieder im Training aktiv und könnte am Wochenende zum ersten Mal in dieser Saison im Kader stehen. Mit den beiden Spielern stünden Kwasniok 24 Spieler zur Verfügung und sechs Spieler würden den Sprung in den Kader verpassen.



Wie könnte der FCS beginnen?

Das 4-1-4-1-System hat sich beim FCS in den ersten Saisonwochen etabliert. Etabliert ist auch Torhüter Daniel Batz. Sein Vertreter ist wie gewohnt Castellucci. Klarer Favorit auf der rechten Abwehrseite wäre normal wie in der Vorwoche Sebastian Bösel. Gegen Rostock hat er ein starkes Spiel gemacht und die nötige Steigerung im Vergleich zu Lübeck gezeigt. In dieser Form kann es auf Sicht auch einen richtigen Zweikampf zwischen ihm und Anthony Barylla um den Startplatz werden. Sollten nun beide Spieler ausfallen oder Bösel fehlt und Barylla kommt noch nicht für die Startelf in Frage (letzter Einsatz im Test gegen Hoffenheim Ende August) hat man noch Jayson Breitenbach als Option. Normal wäre die Startelf für ihn weit weg, am Sonntag könnte nun seine Chance warten. Alternativ wäre auch Marin Sverko auf die rechte Abwehrseite zu ziehen (hat er in der Nationalmannschaft schon gespielt) und dann die Innenverteidigung und die linke Abwehrseite anders zu besetzen. In der Innenverteidigung ist Steven Zellner gesetzt. Er ist einer der Köpfe der Mannschaft und der Abwehrchef. Daneben bleibt es erst mal der Kampf zwischen Christopher Schorch und Marin Sverko. Sverko hat gegen Halle in der Innenverteidigung gespielt und da seine Sache gut gemacht. Allgemein hat er zwei gute Ligaspiele gezeigt. Er hat keinen Anlass gegeben um ihn aus dem Team zu nehmen, so muss Schorch wohl wieder auf der Bank Platz nehmen. Links hinten gibt es Mario Müller und wie in Lübeck Sverko als Optionen. Müller hat zuletzt auf seiner Stammposition überzeugen können und wird daher wie regelmäßig in den Vorjahren auch der große Favorit auf die Startelf sein.


Im defensiven Mittelfeld ist Kapitän Manuel Zeitz gesetzt. Gegen Rostock hat er unter Beweis gestellt welchen Wert er für diese Mannschaft haben kann und gerade im gespielten System ist ein solcher Abräumer vor der Abwehr sportlich ungemein wichtig. Als Option bleibt im Grunde nur Sebastian Bösel. Rasim Bulic ist zunächst mal weit weg vom Team. Auf der Acht hat man eine besetzte Position durch Tobias Jänicke. Er hat sich auf der Position etabliert und nimmt da momentan eine zentrale Rolle im FCS-Spiel ein. Daneben kann man durchaus einige Probleme sehen was die formstarken Alternativen angeht. Perdedaj fehlt weiterhin als potenzieller Stammspieler und der Verlust wiegt weiter schwer. Eine Option ist Froese, er sollte am Sonntag aber nicht in der Favoritenstellung sein. Da hat man erst mal Timm Golley. Er hatte einen ordentlichen Auftritt gegen Rostock und ist ein Spieler für besondere Momente. Da ist auch mal ein Ballverlust dabei und er kann sich größere Hoffnungen machen am Sonntag wieder zu beginnen. Sein Hauptkonkurrent ist Markus Mendler. Noch hat er keine Minute in der 3.Liga gespielt, aber er ist nach seiner Verletzung nun eine Woche weiter und wird jetzt auch eine echte Alternative für die Startelf werfen.


Die größte Problemzone (neben rechts hinten) in der Aufstellung scheint auch vor diesem Spiel das linke Mittelfeld zu sein. Maurice Deville hat die Position gegen Rostock gespielt und ist bei allem Einsatz im Verhältnis zum Rest doch ein Stück abgefallen. Er hatte ne schwierige Vorbereitung und auf Knopfdruck kann es nicht perfekt bei ihm laufen. Die Alternative (sofern man nicht wieder Müller nach vorne ziehen will) sind Minos Gouras und Markus Mendler. Gouras wurde zwei Mal eingewechselt und hat jeweils für Alarm gesorgt. Die Rolle liegt ihm, auch von Beginn an könnte er der Mannschaft sicher helfen. Mendler ist eine valide Option, aber womöglich nicht der perfekte Spieler im taktischen Korsett für die linke Außenbahn. Auf der rechten Außenbahn hat man dagegen durch Shipnoski einen klaren Stammspieler. Die Position macht aktuell auch keine Sorgen und seine Spielweise passt richtig gut in das System. Das Tor gegen Rostock hat er sich verdient und trotzdem ist bei ihm noch Luft nach oben da, er bringt schlicht ganz viel Potenzial mit. Keine Chancen auf den Außenbahn hat momentan Jonas Singer. Im Angriff ist natürlich Sebastian Jacob gesetzt. Seinen Wert hat man gegen Rostock perfekt gesehen. Dahinter hat man Deville und Vunguidica als Alternativen.



Mögliche Aufstellung


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Ersatzbank


Ramon Castellucci (ETW)Anthony Barylla
Christopher SchorchKianz Froese
Markus MendlerMinos Gouras
José Pierre Vunguidica



Nicht im Kader

Boné UaferroMeniskusverletzung
Fanol PerdedajWadenverletzung
Sebastian BöselOberschenkelprobleme
Rasim Bulicnicht berücksichtigt
Teo Herrnicht berücksichtigt
Marius Köhlnicht berücksichtigt
Mergim Fejzullahunicht berücksichtigt
Jonas Singernicht berücksichtigt



Mit Breitenbach, Sverko, Shipnoski und Gouras hätte man die gleichen vier U23-Spieler wie zuletzt im Kader. Auch einige Ü23-Spieler wie Mendler sollten ihren Kaderplatz sicher haben. Dazu könnte dann Barylla oder Bösel stößen. Teo Herr (sofern bis dahin nicht verliehen), Marius Köhl, Rasim Bulic und Mergim Fejzullahu haben maximal Außenseiterchancen auf den Kader. Wirklich realistisch erscheint eine Nomierung jedoch wenn dann bei Rasim Bulic. Zusätzlich könnte es zum dritten Mal Jonas Singer treffen. Der Neuzugang hat den erwartet schweren Stand bei der Konkurrenz und muss auf seine Chance warten.

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