Vorbericht: Spitzenspiel gegen Haching

Nach der unfreiwilligen Pause am letzten Wochenende geht es für den FCS nun in die erste englische Woche der Saison. Diese Phase kann sich mit Saarlandpokal und Nachholspielen auf bis zu vier englische Wochen in Folge vergrößern. Jetzt startet die Saison ohne (geplante) Pause und mit Spiel an Spiel richtig und es gilt für den FCS den starken Saisonstart zu bestätigen und sich weiter in der Liga zu etablieren. Los geht es am Sonntag (schon wieder) mit dem Heimspiel gegen die ebenfalls stark gestartete SpVgg Unterhaching. Der FCS hat dieses Mal das frühe Sonntagsspiel bekommen, Anstoß im Park ist in der Folge bereits um 13:00 Uhr. Es handelt sich - zu einem sehr frühen Zeitpunkt in der Saison - um ein tabellarisches Spitzenspiel. Der Schiedsrichter der Partie wird - wie in Corona-Zeiten üblich - erst am Spieltag bekannt gegeben.







Livestream

Eine Übertragung im Fernsehen gibt es nicht (die ARD darf nur Spiele am Samstag zeigen), das Spiel wird jedoch wie gewohnt durch Magenta Sport als Einzelspiel übertragen. Weitere Informationen.



Die Spielstätte/Zuschauer

Zum dritten Mal nach all den Jahren im Exil darf der FCS wieder im eigenen Stadion spielen, es gelten allerdings die gleichen Einschränkungen wie bei den ersten beiden Heimspielen. So sind lediglich 900 Zuschauer auf der Haupttribüne zugelassen (das Stadion ist ausverkauft) und Gästefans aus Unterhaching sind nicht zugelassen. Wir haben einige Dinge rund um den neuen Ludwigspark zusammengefasst, auch der Verein wird zum Ende der Woche hin wieder informieren.



Bilanz

In der Vergangenheit gab es zwischen den beiden Teams 19 Pflichtspiele und die Bilanz ist bisher komplett ausgeglichen. Beide Teams konnten jeweils sieben Siege holen, dazu kommen fünf Unentschieden. Auch das Torverhältnis (33:34) ist fast ausgeglichen. Im Ludwigspark ist die Bilanz des FCS leicht positiv. Vier Heimspiele konnten gewonnen werden, dazu kommen zwei Unentschieden und drei Siege für Unterhaching. In der ersten Drittligazeit des FCS von 2010 bis 2014 spielte man dauerhaft gegeneinander. In den acht Drittligavergleichen gab es ebenfalls eine fast ausgeglichene Statistik. Hier gab es drei FCS-Siege und vier Siege für Unterhaching, im Park gewannen beide Teams je zwei Spiele. Den letzten Sieg holte Unterhaching im September 2012. Damals gab es ein 4:2 für die Gäste. Die letzten Duelle stammen aus der Saison 2013/14. In Unterhaching unterlag der FCS mit 1:3, im Rückspiel sicherte ein Tor von Marcel Ziemer einen 1:0-Sieg.



Der Gegner: SpVgg Unterhaching

Die SpVgg Unterhaching ("Spielvereinigung Unterhaching e. V.") existiert in der heutigen Form seit 1925 und ist das Resultat einer Abspaltung vom TSV Hachinger Tal. Seit Ende 2018 wurde der Club in die Spielvereinigung Unterhaching Fußball GmbH & Co. KGaA ausgegliedert und ist zudem (nach Borussia Dortmund) der zweite börsennotierte Fußballclub in Deutschland. Als eigentlich typischer Amateurverein begann man 1981 mit dem Aufstieg in die Oberliga. 1989 stieg man zum ersten Mal in die 2.Bundesliga auf, stieg aber wie 1993 sofort wieder ab. Erst ab der Saison 1995/96 gelang es sich in der 2.Liga zu etablieren bis man schließlich 1999 sogar in die Bundesliga aufstieg und hielt dort im ersten Jahr sogar überraschend die Klasse und "klaute" Leverkusen am letzten Spieltag die Meisterschaft. Im zweiten Jahr stieg man als Sechszehnter ab. Bis 2007 spielte man (mit Ausnahme einer Saison in der Regionalliga) in der 2.Bundesliga, dann musste man sich aus dieser Spielklasse verabschieden. In der Folge fand die SpVgg als Außenseiter und Ausbildungsvereine eine Heimat in der 3.Liga und spielte dort über mehrere Jahre. 2015 stieg man in die Regionalliga ab, kehrte nach zwei Spielzeiten jedoch wieder zurück und ist mittlerweile wieder in der 3.Liga etabliert. 2017/18 landete man auf dem neunten Platz, 2018/19 wurde man Zehnter und die vergangene Saison beendete man als Elfter. Bis zur Corona-Pause war man Tabellendritter, anschließend geht es bis ins Mittelfeld. Die schwache Rückrunde hatte ihre Folgen. Trainer Claus Schromm musste seinen Pfosten räumen, verließ jedoch nicht den Club. Er rückte ins zweite Glied und ist nun als Sportdirektor aktiv. Neuer Trainer ist Arie van Lent, zuvor auch in Offenbach aktiv. Auf Sicht hat Unterhaching große Ambitionen und möchte zurück in die 2.Bundesliga. Die aktuelle Saison ist als ein Übergangsjahr deklariert worden, den Aufstieg würde man aber natürlich mitnehmen.


Transferaktivitäten

Die Transferaktivitäten im Sommer waren überschaubar und man hat den Kader zusammen gehalten. So gab es nur zwei Abgänge. Florian Dietz (Back-Up Stürmer) wechselte auf Leihbasis zum 1.FC Köln II und soll dort Spielpraxis sammeln. Dazu wechselte Stammspieler Alexander Winkler (Innenverteidiger) zum 1.FC Kaiserslautern. Im Gegenzug hat man drei externe Neuzugänge verpflichtet: Robert Müller kam von Energie Cottbus. Der 33-Jährige ehemalige Zweitligaspieler ist der Ersatz für Winkler. Für den Angriff kamen zudem Julien Richter (21) von Wacker Burghausen und Patrick Hasenhüttl (23) von Türkgücü München. Dazu kehrten insgesamt fünf Spieler nach Leihe zurück.


Bisherige Saison

Die SpVgg ist mit einer Niederlage in die Saison gestartet. Beim FSV Zwickau verlor man mit 1:2. Unterhaching war dabei nicht unbedingt die schlechtere Mannschaft und glich zwischenzeitlich auch durch einen Elfmeter von Stroh-Engel aus, kassierte jedoch kurz vor Schluss den entscheidenden Gegentreffer. Im ersten Heimspiel gegen Aufsteiger Lübeck gab es dann einen knappen 1:0-Erfolg. Haching kam schwer ins Spiel, ging aber nach 24 Minuten in Führung. Greger traf per Strafstoß. Danach war Haching besser und verpasste nur den zweiten Treffer. In Ingolstadt ließ man den zweiten Sieg folgen. Unterhaching überstand Druckphasen der Ingolstädter und ging rund 20 Minuten vor Schluss durch Stierlin in Führung. Diese Führung hielt man und gewann das Spiel. Letzten Sonntag war der SV Meppen zu Gast. In dieser Begegnung geriet man früh in Rückstand, konnte jedoch schon fünf Minuten später durch Neuzugang Hasenhüttl ausgleichen. Man war auch in der Folge die bessere Mannschaft in der ersten Hälfte, verpasste jedoch einen weiteren Treffer. In der zweiten Hälfte war das Spiel ausgeglichener und der eingewechselte Anspach erzielte nach 72 Minuten den Siegtreffer für die SpVgg Unterhaching. Mit drei Siegen in Folge hat man sich erst mal weit oben in der Tabelle platziert und geht als Tabellenzweiter in den fünften Spieltag. Nur 1860 München hat noch einen Punkt mehr geholt als die SpVgg. Dabei war man sehr sparsam unterwegs und alle vier Spiele gingen mit einem Tor Unterschied aus, zwei Spiele hat man auch mit dem knappsten aller Ergebnisse gewonnen. Die fünf Saisontore teilen sich noch komplett auf, kein Spieler hat zwei Saisontore auf dem Konto.



Aufstellung gegen den SV Meppen

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