Die Lage des FCS vor Unterhaching

Am Sonntag soll beim FCS nach der unfreiwilligen Spielpause durch das kurzfristig abgesagte Spiel beim MSV Duisburg vom letzten Freitag wieder der Ball rollen. Das nächste Heimspiel im Park gegen Unterhaching steht auf dem Programm. Beim FCS gilt es die Pause schnell abzustreifen und möglichst von Beginn an an die Leistungen der letzten beiden Spiele anknüpfen zu können, zumal nun direkt eine englische Woche vor der Brust steht. In dieser englischen Woche mit zwei Heimspielen und dem Auswärtsspiel bei 1860 München ist es das Ziel den guten Saisonstart auszubauen und so viele Zähler wie möglich in Richtung Klassenerhalt zu holen. Mit Unterhaching kommt dabei zunächst ein sehr unangenehmer Gegner nach Saarbrücken und die Molschder werden eine ähnliche Intensität wie gegen Rostock und Halle benötigen um Punkte zu holen. Kleinigkeiten entscheiden in der 3.Liga über Sieg oder Niederlage. Nach der Absage letzten Freitag hat der FCS noch vor der Abreise im Raum Duisburg trainiert und auch am Samstag im Sportfeld ein härtetes Training eingelegt um die Belastungen auf einem Pflichtspiel zu simulieren. Anschließend gab es zwei freie Tage und seit Dienstag ist man in der Vorbereitung auf das Spiel. Am morgigen Samstag wartet noch das Abschlusstraining auf die Mannschaft.




Personelle Situation

Die personelle Situation gestaltet sich beim FCS momentan etwas angespannt. Minos Gouras fehlt dem FCS durch seine Schulterverletzung noch einige Monate. Auch die zuletzt nicht wirklich berücksichtigten Rasim Bulic (Handbruch) und Jonas Singer (muskuläre Probleme) stehen dem FCS nicht zur Verfügung. Ein großer Verlust ist der Ausfall von Kapitän Manuel Zeitz. Er plagt sich mit einer Fersenverletzung herum und konnte die ganze Woche nicht trainieren. Christopher Schorch ist mit einer Erkältung fraglich. Boné Uaferro und Fanol Perdedaj stehen dagegen laut Aussagen des Vereins etwas überraschend erstmalig in dieser Saison zur Verfügung. Beide Akteure haben in dieser Woche noch nicht das volle Programm absolviert. Uaferro war nach seiner Meniskusverletzung eigentlich auch erst für Ende Oktober eingeplant worden. Marin Sverko und Maurice Deville sind nach ihren Länderspielreisen seit Donnerstag wieder bei der Mannschaft. Viel Zeit für Training mit der Mannschaft und um ihren Zustand zu beurteilen bleibt nicht, beide Akteure haben unter der Woche aber nicht lange gespielt. Sverko wurde in der letzten Minute eingewechselt, Deville stand über 32 Minuten auf dem Platz. Ohne Christopher Schorch stünden 22 Spieler für den Kader zur Verfügung, vier Spieler müssten dann gestrichen werden.



Wie könnte der FCS beginnen?

Das 4-1-4-1-System hat sich beim FCS in den ersten Saisonwochen etabliert. Etabliert ist auch Torhüter Daniel Batz. Sein Vertreter ist wie gewohnt Castellucci. Auf der rechten Abwehrseite könnte sich Lukas Kwasniok zum ersten Mal konkret mit der Frage beschäftigen müssen, ob er Sebastian Bösel oder Anthony Barylla den Vorzug gibt. Barylla hat gegen Halle ein starkes Comeback gezeigt und zuvor hatte sich Bösel mit starken Leistungen festgesetzt. Wer kriegt den Vorzug? In der Innenverteidigung bleibt Steven Zellner als Abwehrchef gesetzt. Er ist einer der Köpfe der Mannschaft und der Abwehrchef, seine Geschwindigkeit bleibt bei der Absicherung gegen Konter ein Faustpfand. Als sein Partner kommen Sverko und Barylla in Frage. Uaferro wird nach dem längeren Ausfall kaum ein Kandidat für die Startelf sein. Mit Barylla umginge man hier die Frage auf der rechten Abwehrseite, Sverko hat (sofern er nicht durch die Reisestrapazen mit Kroatien müde ist) aber eigentlich keinen Grund gegeben ihn auf die Bank zu setzen und in den letzten Spielen absolut überzeugt. Links hinten gibt es Mario Müller und wie im ersten Saisonspiel hat man Sverko als Option dahinter. Müller hat zuletzt auf seiner Stammposition überzeugen können und wird daher wie regelmäßig in den Vorjahren auch der große Favorit auf die Startelf sein.


Der Ausfall von Manuel Zeitz verursacht im zentralen Mittelfeld eine große Lücke. Der Kapitän ist in den letzten Spielen voran gegangen. Sein Ersatz dürfte Sebastian Bösel sein. Er hat als Rechtsverteidiger gute Leistungen gezeigt und könnte nun zum ersten Mal auf seine Lieblingsposition rücken. Als Back-Up hat man noch Perdedaj oder Froese dahinter. Auf der Acht hat man eine besetzte Position durch Tobias Jänicke. Er hat sich auf der Position etabliert und nimmt momentan eine zentrale Rolle im FCS-Spiel ein. Daneben dürfte Timm Golley die besten Karten haben. Er hat zwei gute Spiele gehabt und scheint in dem System eine Position gefunden zu haben die ihm liegt. Druck von hinten existiert, auch wenn Perdedaj noch kein Startelfkandidat sein wird (sofern er überhaupt im Kader steht). Man hat Markus Mendler in der Hinterhand, er scharrt nach seiner ersten Einwechslung auf seine Einsätze. Man hat Kianz Froese dahinter. Er hat seine schwächere Leistung in Lübeck längst getilgt und sein Potenzial mal wieder angedeutet. Auch Lukas Schleimer ist mittlerweile auch noch eine Option für diese Position.


Für die rechte offensive Seite ist Nicklas Shipnoski zuständig. Er sollte mittlerweile auch den Infekt rund um das Duisburg-Spiel hinter sich gelassen haben und wieder bei 100% sein. Ein Spieler mit dieser Dynamik auf der Außenbahn ist in jeder Mannschaft gerne gesehen. Im linken Mittelfeld dürfte es auf die Frage Maurice Deville oder Markus Mendler hinaus laufen. Deville hat gegen Halle überzeugt, hat seine Treffer gemacht und sich damit im Grunde eine weitere Nominierung verdient. Ähnlich wie bei Sverko stellt sich die Frage, wie er die Länderspielphase verkraftet hat. Mendler hatte sich nach seiner Einwechslung gegen Halle gut eingefügt. Er ist eine valide Option, aber womöglich nicht der perfekte Spieler im taktischen Korsett für die linke Außenbahn. Im Angriff ist natürlich Sebastian Jacob gesetzt. Seinen Wert hat man gegen Rostock perfekt gesehen. Dahinter hat man Deville und Vunguidica als Alternativen und auch Lukas Schleimer nimmt nun die Rolle des Herausforderers ein.



Mögliche Aufstellung


bp0jv.png%20




Ersatzbank


Ramon Castellucci (ETW)Boné Uaferro
Jayson BreitenbachKianz Froese
Markus MendlerLukas Schleimer
José Pierre Vunguidica



Nicht im Kader

Minos GourasSchulterverletzung
Christopher SchorchErkältung
Manuel ZeitzFersenverletzung
Fanol PerdedajTrainingsrückstand
Jonas Singer
muskuläre Probleme
Rasim BulicHandbruch
Teo Herrnicht berücksichtigt
Marius Köhlnicht berücksichtigt
Mergim Fejzullahunicht berücksichtigt



Mit Sverko und Shipnoski hätte man zwei U23-Spieler in der Startelf, dazu sollten Jayson Breitenbach und Lukas Schleimer stoßen. Dazu kommt Uaferro (bzw. Schorch wenn fit) als Option für die Defensive. Im Mittelfeld deckt man mit Kianz Froese und Markus Mendler alle Positionen ab, wodurch eine verfrühte Nominierung von Perdedaj nicht notwendig ist. Da kann man ihm lieber noch zwei oder drei Trainingstage gönnen. Mit Vunguidica hat man auch noch eine Option für die Offensive in der Hinterhand. Den Kader verpassen würden dann noch Teo Herr, Marius Köhl und Mergim Fejzullahu.

Kommentare 3