Heimspiel gegen Unterhaching nun doch als Geisterspiel

Noch am Freitag Nachmittag war man beim FCS optimistisch trotz der steigenden Fallzahlen das Heimspiel gegen Unterhaching vor Zuschauern austragen zu können. Am Abend musste diese Entscheidung (nachdem von Seiten der Behörden die maximal zulässige Anzahl an Zuschauer sstark gekürzt wurde) nun revidiert werden und das Spiel wird am Sonntag als Geisterspiel ausgetragen. Dies gab der FCS in einer Pressemitteilung bekannt.



Die Pressemitteilung des Vereins im Wortlaut:


Liebe Mitglieder, Fans und Freunde des 1. FC Saarbrücken,


der zunehmende europaweite Pandemiedruck hat nun leider auch unsere Region erreicht. Laut den örtlichen Gesundheitsbehörden ist im Zuständigkeitsbereich des Regionalverbandes Saarbrücken die kritische Inzidenzmarke überschritten. Dies hat unmittelbare Auswirkungen auf unser Heimspiel am Sonntag gegen Unterhaching. Die bislang erlaubte Obergrenze von 900 Zuschauern ist drastisch reduziert worden. Das gültige Hygienekonzept muss an die aktuell verschärfte Pandemielage angepasst und neu mit den verpflichtend einzubindenden Behörden abgestimmt werden. Diese Umstellung ist weder in der Kürze der Zeit, noch mit der gebotenen Sorgfalt zur Sicherung der Gesundheit unserer Zuschauer und des spieltagsbegleitenden Personenkreises zu bewerkstelligen.


Mit großem Bedauern, aber auch mit dem notwenigen Respekt und Verantwortungsbewusstsein für gesellschaftliche Realitäten haben wir uns daher entschlossen, das Spiel gegen Unterhaching als sogenanntes „Geisterspiel“ ohne Zuschauer durchzuführen. Das Risiko einer Verschärfung der örtlichen Corona-Pandemie ist durch die Zusammenkunft mehrerer Hundert Menschen einfach zu hoch. Eine kurzfristige Reduzierung der erlaubten Zuschauerzahl hätte auch bedeutet, dass eine erneute Auswahl des Zuschauerkreises notwendig geworden wäre. Hierzu hätte es definitiv keine faire Lösung gegeben. Wir maßen uns nicht an, aus einer begeisterten Fanschar von 900 Kartenbesitzern diejenigen auszuwählen, die letztendlich ins Stadion dürfen und die anderen unwillkürlich zu enttäuschen. Das wäre unzumutbar.


Wir bitten unsere Zuschauer und Fans um Verständnis für diese Entscheidung, die auch mit Blick auf die dramatisch steigenden Fallzahlen bei unseren französischen Freunden im Nachbarland und in den angrenzenden Kreisen getroffen wurde. Wir alle tragen in diesen Zeiten mit unserem eigenen Verhalten die Verantwortung für eine Eindämmung der Epidemie und die baldige Rückkehr zur Normalität.


Bitte bleiben Sie deshalb an diesem Sonntag dem Ludwigspark fern und reisen nicht an. Sie tragen dadurch mit dazu bei, dass von Spielen des 1. FC Saarbrücken keine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung ausgeht.


Der Kaufpreis für die Eintrittskarten wird selbstverständlich zurück erstattet. Sie müssen dahingehend nichts tun, denn unser Ticketanbieter, die Reservix GmbH, wird am Montag auf Sie zu kommen und die geleisteten Zahlungen rückabwickeln.

Wir bedanken uns für Ihr Verständnis und hoffen, dass diese für uns alle sehr einschneidende Zeit bald ein Ende hat.

Kommentare 6

  • 7-Tage-Inzidenz über 50 pro 100.000 Einwohner

    • Veranstaltungen nur noch mit max. 100 Teilnehmern
    • Erweiterte Maskenpflicht an Orten, wo Menschen dichter bzw. länger zusammenkommen, z.B. in Fußgängerzonen, bei öffentlichen Veranstaltungen, in Gaststätten außerhalb des zugewiesenen Platzes, bei Gottesdiensten oder gemeinsamen Gebeten unter freiem Himmel, in Kirchen, Moscheen, Synagogen oder sonstigen Räumlichkeiten
    • Begrenzung der Teilnehmerzahlen am Kurs-, Trainings- und Sportbetrieb sowie in Tanzschulen
    • keine Zuschauer beim Kurs-, Trainings- und Sportbetrieb
    • https://corona.saarland.de/DE/…ung-coronaverordnung.html
  • Das war doch ne Maßnahme vom Verein ein komplettes Geisterspielt zu machen.

  • In andere Landesteilen spielt man trotz selbigen Zahlen vermutlich dennoch mit Zuschauern? Richtig?

  • S heisse, für die jenigen die eine Karte haben.

  • Geisterspiele werden uns die nächsten Monate begleiten.