Dynamo Dresden

An die (teils sehr attraktiven) Gegner in der 3.Liga muss man sich erst mal wieder gewöhnen. Um die lange Sommerpause zu überbrücken gibt es in den kommenden Wochen einen kurzen Blick auf die Gegner in der 3.Liga, vor Saisonbeginn soll dann noch mal jeweils die sportliche Sicht der Teilnehmer beleuchtet werden. Im ersten Teil geht es heute um Zweitligaabsteiger Dynamo Dresden.




Stenogramm


Offizieller Name: Sportgemeinschaft Dynamo Dresden e. V.

Unternehmensform: Nicht vorhanden

Gründung: 12.April 1953

Vereinsfarben: Schwarz-Gelb

Mitglieder: 23.385

Ort: Dresden

Bundesland: Sachsen

Einwohner: ca. 554.000

Entfernung: 639 KM

Stadion: Rudolf-Harbig-Stadion (32.066)

ZS-Schnitt 19/20: 27.232 (2.Bundesliga, vor Geisterspielen)

ZS-Schnitt 18/19: 28.434 (2.Bundesliga)

Bilanz: 2/2/4

Letzte Duelle: Saison 2010/11 (3.Liga)

Platzierung 2019/20: 18.Platz (2.Bundesliga)

Platzierung 2018/19: 12.Platz (2.Bundesliga)

Größter Erfolg: 8x DDR-Meister

Ewige Tabelle 3L: 14./15.Platz

Beschreibung


Die Sportgemeinschaft Dynamo Dresden e. V. - abgekürzt als SG Dynamo Dresden, SGG oder Dynamo - ist ein 1953 gegründeter Verein aus der sächsischen Landeshauptstadt Dresden. Zurück geht der Club auf 1950 und die üblichen Vereinsgründungen in der DDR. Die Entwicklung der SGD ist bekannt und man hat sich längst das Image eines großen Traditionsverein erschaffen. So verfügte der Club im März 2020 über mehr als 23.000 Mitglieder. Die Vereinsfarben sind Schwarz-Gelb. Die Heimspiele trägt man im Rudolf-Harbig-Stadion aus. Die Traditionsspielstätte wurde von 2007 bis 2009 umgebaut und ist heute eine moderne Spielstätte mit einem Fassungsvermögen von 32.123 Plätzen. In der 2.Liga kamen im Schnitt zwischen 27.000 und 28.000 Zuschauer ins Stadion und auch in ihren Jahren in der 3.Liga gehörte Dynamo immer zu den zuschauerstärksten Clubs. In der letzten Aufstiegssaison lag der Schnitt gar bei über 27.000 Zuschauern, in der Saison zuvor waren es über 24.000 Besucher im Schnitt gewesen. Für die Liga ist der Zweitligaabsteiger eine absolute Bereicherung.


Dresden hatte eine schwierige Anfangszeit und begann erst 1969 sich in der DDR-Oberliga zu etablieren. Bis 1991 verließ man die Spielklasse nicht mehr und war sehr erfolgreich. Acht Mal sicherte man sich die Meisterschaft, sieben Mal wurde man nationaler Pokalsieger. International stand man im Halbfinale des UEFA-Pokals und drei Mal im Viertelfinale des Europapokals der Landesmeister. Mit der Wende qualifizierte man sich für die gesamtdeutsche Bundesliga. Drei Spielzeiten lang hielt man die Klasse, 1995 stieg man ab und kehrte bisher nie zurück. Mit dem Abstieg ging ein Lizenzentzug einher und Dresden spielte in der Folge in der Regionalliga Nordost, 2000 ging es gar in die viertklassige Oberliga. 2004 gelang der Aufstieg in die 2.Bundesliga, konnte sich jedoch nicht etablieren und musste 2006 wieder absteigen. 2008 war man Gründungsmitglied der 3.Liga, erst 2011 gelang für drei Jahre die Rückkehr in die 2.Liga. Von 2014 bis 2016 war man wieder in der 3.Liga aktiv und die letzten vier Spielzeiten war man Zweitligist.


In der Saison 2019/20 gab es einen ordentlichen Start, doch eine lange Negativserie ließ Dresden bis auf den letzten Platz abrutschen. In die Winterpause ging man mit sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz. Man investierte im Winter in viele Leihgaben, konnte den Rückstand jedoch nicht mehr aufholen und muss einmal mehr zurück in die 3.Liga. Zuletzt war man dort in der Saison 2015/16 vertreten.


Die finanzielle Situation des Clubs scheint - anders als oft in der Vergangenheit - sehr ansprechend zu sein. Man hat ein Eigenkapital in Höhe von etwa 10 Millionen Euro. Die Geisterspiele der 2.Bundesliga haben Dynamo natürlich extrem getroffen und der Abstieg in die 3.Liga ist auch in wirtschaftlicher Sicht schmerzhaft. Die TV-Gelder sinken extrem. Man hatte zuletzt ordentlich in die Infrastruktur investiert und die Kosten auf Drittliganiveau zu senken wird wie für alle Absteiger schwer werden. Der kolportierte Spieleretat in der 2.Liga lag zuletzt bei etwa 11 Millionen Euro, die geplanten Zahlen für die Saison 2020/21 sind noch nicht bekannt. Die letzten Duelle mit Dresden gab es für den FCS in der Drittligasaison 2010/11. Das Spiel in Dresden verlor der FCS, das Heimspiel im Park konnte mit 3:2 gewonnen werden.




Danke an goalgetter13 für den Bericht