Im Blick: Die Merkur-Spiel-Arena

Die traditionelle Heimspielstätte der Uerdinger ist das Grotenburg-Stadion. Das Stadion befand sich beim Aufstieg in die 3.Liga 2018 jedoch in einem schlechten Zustand und muss für die 3.Liga umgebaut werden. Dieser Umbau zieht sich hin und der KFC muss in dieser Zeit seine Heimspiele in anderen Stadion. Man ist heimatlos. Dieses Gefühl kennt man beim FCS nur zu gut. Zur Saison 2021/22 soll das Stadion nun spielbereit sein. Im ersten Jahr spielte Uerdingen deswegen in Duisburg, seit der Saison 2019/20 ist man in die Merkur-Spiel-Arena nach Düsseldorf umgezogen.


Diese Arena ist eigentlich die Heimat von Fortuna Düsseldorf. Die Anlage wurde zwischen 2002 und 2004 gebaut und ersetzte das bis dahin bestehende Rheinstadion. Die Kosten für den Umbau lagen bei rund 220 Millionen Euro. Bis zu 66.000 Zuschauern sind bei Konzerten möglich, bei Fußballspielen in der Liga sind 54.600 Zuschauer erlaubt. Das Stadion besitzt allerhand Luxus wie ein schließbares Dach oder eine Stadionheizung. Ansonsten ist es ein typisches Stadion der heutigen Zeit, auffällig sind die Sitze in verschiedenen bunten Farben um eine höhere Auslastung für TV-Zuschauer zu suggerieren. Im neuen Ludwigspark hat man eine ähnliche Variante umgesetzt.


Das Stadion ist durchgängig in einen Unter- und einen Oberrang aufgeteilt. Die Südtribüne beherbergt dabei im Unterrang Stehplätze und ist normal die Heimat der Ultras von Fortuna Düsseldorf. In der Nordostecke sind die Gästefans platziert. Im unteren Bereich gibt es Stehplätze, im oberen Bereich die Sitzplätze. Das restliche Stadion ist mit Sitz- und Logenplätzen besetzt.


Während einem Spielbetrieb mit Zuschauern ist das Stadion für den KFC naturgemäß viel zu groß. Entsprechend wird nur der Unterrang geöffnet, in der Regel sogar nur die Haupttribüne. Dort hat man eine extra "Support-Area" eingerichtet und auch ansonsten bietet die Haupttribüne alle Notwendigkeiten. Bei entsprechenden Andrang können weitere Blöcke im Unterrang (ohne die Stehplätze auf der Südtribüne) geöffnet werden.


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In Sachen Zuschauer hat der KFC ein gutes Potenzial vorzuweisen, in der Meistersaison der Regionalliga West konnte man im eigenen Stadion im Schnitt 2.830 Zuschauer begrüßen und hatte ursprünglich einen großen Pusch durch den Aufstieg erwartet. Trotz des Umzuges kamen im Jahr in Duisburg auch etwa 4.100 Zuschauer im Schnitt ins Stadion. Die meisten Zuschauer hatte man gegen Osnabrück (6.300) zu verzeichnen. In der Regel waren zwischen 3.000 und 4.000 Zuschauer vor Ort. In Düsseldorf bzw. im zweiten Exil-Jahr wurde es dann schon deutlich schwieriger. Der Schnitt sank auf 3.239 Besucher ab. Ohne Gästefans lag man meist bei weniger als 3.000 Besuchern, teilweise hatte man gerade so noch 2.000 Besucher. Auch hier lohnt sich ein Vergleich zum FCS, der über einen deutlich längeren Zeitraum in Völklingen den Schnitt rund um 3.000 Zuschauer halten konnte, auch ohne große Mengen an Gästefans. Die sportliche Situation (Aufstiegskampf gegen Mittelfeld) spielt hier auch seine Rolle.


Eines von drei Heimspielen in dieser Saison durfte vor Zuschauern ausgetragen werden. 1.179 Zuschauer fanden im ersten Heimspiel gegen Meppen den Weg ins Stadion, 2.500 Besucher waren zugelassen. Die Heimspiele gegen Bayern II und Wiesbaden waren dann schon Geisterspiele. Kurios: In Krefeld hätte man teils noch vor Zuschauern spielen dürfen. Auch am Samstag steht ein Geisterspiel an.

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