Wie könnte Uerdingen spielen?

Vom System her scheint sich Uerdingen mittlerweile in einem 4-2-3-1-System festgespielt zu haben, wobei die kleine Abweichung in Richtung 4-1-4-1-System oder 4-3-3-System fließend funktioniert. In den letzten fünf Spielen hat man immer so begonnen, zuvor hatte man gegen Meppen ein 4-4-2-System (Raute) auf dem Feld. Allgemein kommen sie unter Kramer sehr gerne aus einer funktionierenden Defensive und sind im Spiel nach vorne oft auf lange Bälle oder Pässe in die Tiefe bedacht. Funktioniert diese Maxime nicht weicht man in der Regel auf die Flügel aus und versucht über frühe Flanken in den Strafraum zu kommen. In Sachen Personal agiert man flexibel und bereits 24 Spieler kamen in dieser Saison zum Einsatz. Nur Bayern II hat bisher mehr Spieler (26) eingesetzt.


Im Tor stellt sich die Frage nach Lukas Königshofer oder Hidde Jurjus. Der erfahrene Königsdorfer (31) war letzte Saison Stammspieler und hat auch die ersten sechs Saisonspiele bestritten. Gegen Duisburg stand dann Sommerneuzugang Jurjus im Tor. Der Niederländer (26) könnte damit die neue Nummer 1 in Uerdingen sein.


In der Innenverteidigung ist seit seiner Genesung Assani Lukimya gesetzt. Der 34-Jährige ist zugleich der Kapitän der Mannschaft und hat die letzten drei Spiele jeweils über 90 Minuten bestritten. Der ehemalige Bundesligaspieler (Bremen) ist seit dem Winter 2019 Stammspieler. In Jan Kirchoff gehört ein zweiter erfahrener Innenverteidiger zu den Langzeitverletzten, die Optionen sind damit Velkov, Girdvainis und Fechner. Girdvainis (27) ist seit dem letzten Winter dar und litauischer Nationalspieler. Er bekam zuletzt gegen Duisburg die Chance und konnte sie nutzen. Zuvor spielte drei Mal Stefan Velkov von Beginn an. Fechner war zu Saisonbeginn eine Option auf der ungewohnten Position.


Auf der linken Abwehrseite ist Christian Dorda gesetzt. Der 31-Jährige ist seit 2017 eine Konstante in Uerdingen und hat in dieser Saison bisher in jedem Spiel begonnen. Auf der rechten Abwehrseite fehlt Omar Traore verletzungsbedingt. Er wurde über einige Spiele von Leon Schneider vertreten, der 20-Jährige stand dann gegen Duisburg aber gleich nicht mal im Kader. Stattdessen begann Patrick Göbel rechts hinten, er wurde erst Anfang Oktober unter Vertrag genommen und war zuletzt schon in der 3.Liga aktiv. Der 27-Jährige absolvierte ein gutes Debüt und dürfte wohl auch am Samstag wieder von Beginn an dabei sein.


Im defensiven Mittelfeld ist eigentlich Tim Albutat gesetzt, er fehlte zuletzt jedoch wegen einer Sprunggelenksverletzung und ist auch für Samstag noch fraglich. Dazu fehlten für den zentralen Bereich gegen Duisburg auch Peter von Ooijen (Muskelriss) und Kolja Pusch. Pusch könnte nach überstandener Gehirnerschütterung wieder dabei sein und würde die Möglichkeiten im Mittelfeld klar erhöhen. Gegen Duisburg begann man mehr oder minder mit drei Sechsern. Fridolin Wagner kehrte nach abgesessener Rotsperre ins Team zurück und könnte auch am Samstag eine Position einnehmen. Sein Konkurrent ist Dave Gnaase. Er hat gegen Duisburg den offensivsten Part im Mittelfeld gespielt und könnte nun wieder etwas tiefer rutschen. Die andere Position sollte in beiden Fällen an Gino Fechner gehen, er hat in sechs von sieben Spielen von Beginn an gespielt und ist das Verbindungsglied der Mannschaftsteile. Die offensive Position könnte wieder an Gnaase gehen. Alternativ würde Kolja Pusch bei überstandener Verletzung wieder auf diese Position rücken. Er ist ein offensiverer Spielertyp. Auch Heinz Mörschel kann diese Position spielen. In den letzten Wochen kam er jedoch nur von der Bank. Weniger Einsatzzeiten hatten bisher Kobiljar und Ibrahimaj.


Auf der rechten Außenbahn kämpfen Feigenspan und Kinsombi um den Startplatz. Beide Spieler haben schon ihre Chancen bekommen, gegen Duisburg spielte Feigenspan (26) von Beginn an. Kinsombi (21) wurde in der Schlussphase eingewechselt. Er schwankte schon letzte Saison zwischen der Startelf und der Rolle als Joker. Auf der linken Seite scheint sich mehr und mehr Gustav Marcussen durchzusetzen. Der Däne kam im September aus seiner Heimat, hat gegen Duisburg sein erstes Tor gemacht und belebt die Offensive der Krefelder. Feigenspan, aber auch Ibrahimaj sein Alternativen. Dazu hat man in Hans Anapak einen jungen, unbekümmerten Spieler im Kader. Er hat schon Einsatzzeiten bekommen und kann eine Überraschung sein. Im Angriff hat Neuzugang Muhammes Kiprit seine Chance genutzt. Adriano Grimaldi (Muskelfaserriss) und Osayamen Osawe (Syndesmoseband) sind verletzt und der 21-Jährige spielte in den letzten vier Spielen immer über 90 Minuten. Er steht in der Saison auch schon bei vier Saisontreffern, hat einen Lauf und braucht nur wenige Chancen. Die Alternative ist Mörschel.



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