Die Lage des FCS vor Uerdingen

Nach dem verlorenen Spiel gegen Verl hieß es beim FCS erst mal durchschütteln und die anstrengende Woche abzuschütteln. Gegen Verl wirkte der FCS nicht so spritzig und nicht so wach wie noch in den letzten Spielen und musste sich daher am Ende nicht unverdient geschlagen geben. Fünf spieltage Tage blieben dem FC nun in dieser Woche Zeit um die Schlüsse aus dem Spiel zu ziehen. Eine weitere Aufgabe bestand darin, die nächste englische Woche vorzubereiten. Zu diesem Zweck wurde am Montag rein regenerativ gearbeitet, am Dienstag war frei. Mittwoch, Donnerstag und Freitag ist jeweils eine Einheit angesagt, wobei es nach dem Anschlusstraining am Freitag in Richtung Düsseldorf geht.


Beim KFC Uerdingen sollen nun zunächst die nächsten Punkte geholt werden. Es ist wie immer in dieser Liga eine schwere Aufgabe, doch die Reise wird mit dem klaren Ziel nach drei Punkten angetreten. So wie man auch nach München gefahren ist um dort zu gewinnen. Die Konstellation der Heim- und Auswärtsspiele dürfte angesichts der ständigen Geisterspiele eine geringer Rolle einnehmen als in der Vergangenheit.



Personelle Situation

Minos Gouras und Rasim Bulic fehlen erwartungsgemäß, beide Spieler sind noch nicht wieder im Training. Ein Fragezeichen steht noch hinter der Verfügbarkeit von Timm Golley. Der Mittelfeldspieler hat zumindest am Mittwoch nicht trainiert, die Hintergründe sind offen. Zuletzt hatte er immer mal wieder mit Rückenproblemen zu kämpfen. Im Gegenzug ist Abwehrchef Steven Zellner nach den widersprüchlichen Corona-Tests seit Mittwoch wieder beim Team. Seine Quarantäne ist jedoch schon am Samstag beendet worden, so konnte er zumindest individuelles Lauftraining bestreiten. Ein Einsatz gegen Verl oder eine frühere Rückkehr ins Mannschaftstraining scheiterte am fehlenden grünen Licht durch den DFB. Der restliche Kader - auch Manuel Zeitz - hat unter der Woche trainiert und sollte dem FCS - unter der Bedingung keines kurzfristigen Ausfalles oder eines positiven Corona-Testes - voraussichtlich am Samstag zur Verfügung stehen. Ohne Golley wären dies wieder 24 Spieler, gleich sechs Akteure verpassen dann den Sprung in den Kader.


Wie könnte der FCS beginnen?

Im gewohnten 4-1-4-1-System (auch wenn man zuletzt phasenweise immer wieder auf ein 4-4-2-System umgestellt hat) wird man auch in das Spiel in Düsseldorf gehen. Die Unterschiede zu einem klassischen 4-3-3-System sind marginal und sicher kann man die Grundformation des FCS auch auf diese Weise ausgeben. Viele Seiten tun dies bei unseren Heimspielen auch, obwohl die grundsätzliche Spielweise identisch ist mit Auswärtsspielen. Mit dem Spiel gegen Verl hat Kwasniok laut Medien seine Erkenntnisse bezüglich Rotation in englischen Wochen gezogen und könnte in Zukunft weniger rotieren. Dies würde dann die Spiele gegen Duisburg und Dresden betreffen, zunächst gilt es mit voller Kapelle in Düsseldorf zu beginnen. Im Tor heißt dies natürlich Daniel Batz.


In der Innenverteidigung ist die Rückkehr von Steven Zellner zu erwarten. Der Ausfall des Abwehrchefs hatte den FCS inbesondere gegen Verl getroffen. Sein Aufbauspiel fehlte. Für ihn dürfte Boné Uaferro auf die Ersatzbank rutschen. Uaferro hat es ordentlich gemacht in seinen beiden Spielen, kann nach dem längeren Ausfall aber noch nicht in der Form der Vorbereitung oder der letzten Saison sein. Jetzt hat er zwei Spiele über 90 Minuten in den Knochen, hat noch ein paar Tage mehr trainiert und wird immer näher an seine Bestform kommen können. In der englischen Woche wird er sicher wieder seine Chance bekommen. Somit sollte einmal mehr Marin Sverko den zweiten Platz in der Innenverteidigung einnehmen. Sverko wurde jüngst erneut für die Nationalmannschaft Kroatiens eingeladen und zeigt beim FC durchgängig starke Leistungen. Dahinter bleibt Anthony Barylla die vierte Option während Christopher Schorch weiter einen schweren Stand besitzt. Er ist in einer schwierigen Situation, wird im Laufe der Saison aber sicher auch seine Chance bekommen.


Mario Müller wird auf seine angestammte Position als linker Verteidiger zurückkehren. Gegen Verl wurde er von Barylla vertreten. Trotz des Tores geht Barylla auf der linken Seite etwas die offensive Power verloren und Müller hatte zuvor starke Spiele gezeigt. Barylla kämpft dafür weiterhin mit Sebastian Bösel um den Platz auf der rechten Abwehrseite. Man kann davon ausgehen, dass auf dieser Seite die Rotation weiter fortgesetzt wird. Man hat zwei starke Spieler für die Position und wird diesen Vorteil weiter nutzen. Am Samstag könnte dabei Bösel den Vorzug vor Barylla erhalten.


Im defensiven Mittelfeld bleibt es bei Manuel Zeitz. Der Kapitän kämpft sich auch mit Schmerzen durch und hat unter der Woche trainiert. Mit Fanol Perdedaj hat man nun auch wieder eine echte Option dahinter. Perdedaj konnte zuletzt gegen Verl etwas mehr als 20 Minuten spielen und könnte Zeitz in den nächsten Wochen etwas entlasten. Perdedaj ist auch eine Alternative für die beiden Halbpositionen. Ein Einsatz von Beginn an könnte für ihn jedoch noch zu früh kommen und nachdem die Wade immer wieder Probleme machte gilt es auch ihn langsam ans Team zu führen. So wird Tobias Jänicke zurück im Team erwartet nachdem er gegen Verl nur von der Bank kam. Die zweite Position ist dann ein Kampf von Perdedaj, Froese, Mendler und Schleimer. Froese sollte an sich die erste Wahl sein, allerdings war er bisher ein Einwechselspieler deutlich stärker gewesen. Doch auch Mendler und Schleimer konnten sich zuletzt von Beginn an nicht auszeichnen.


Für den rechten Flügel ist dann wieder Nicklas Shipnoski die erste Wahl. Ihm hat man die Strapazen der englischen Woche deutlich angemerkt. Mit mehr Pause und verbesserter Frische sollte er am Samstag wieder zulegen können. Eine Alternative fehlt und der linke Flügel ist doch wieder eine Problemzone. Gouras fehlt verletzt, Deville verpasste zuletzt gar den Kader. In München hat man mit Breitenbach experimentiert und gegen Verl durften sich Schleimer und Mendler beweisen. Es drängt sich kein Spieler wirklich auf und es wird wohl auch nach taktischen Punkten gehen müssen. Im Sturmzentrum liegt die Wahl auf Sebastian Jacob. Der Angreifer ist ohne Zweifel gesetzt.



Mögliche Aufstellung





Ersatzbank


Ramon Castellucci (ETW)Jayson Breitenbach
Boné UaferroAnthony Barylla
Lukas SchleimerMarkus Mendler
Markus Mendler




Nicht im Kader


Minos GourasSchulterverletzung
Rasim BulicHandbruch
Timm GolleyRückenprobleme?
Christopher Schorchnicht berücksichtigt
José Vunguidicanicht berücksichtigt
Jonas Singernicht berücksichtigt
Mergim Fejzullahunicht berücksichtigt
Teo Herrnicht berücksichtigt
Marius Köhlnicht berücksichtigt

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