Wie könnte Duisburg spielen?

Nachdem der MSV in der vergangenen Saison überwiegend auf ein 4-2-3-1-System gesetzt hat, hat Lieberknecht das System für diese Spielzeit leicht modifiziert und ist in dieser Saison fast immer in einem 4-1-4-1-System angetreten. Im letzten Spiel gegen 1860 München hat man dann aus taktischen Gründen auf ein 4-4-2-System mit Raute umgestellt. Möglicherweise ist das auch für Mittwoch (ob der Ausfälle auf den Außenbahnen) ein Thema in Duisburg.


Im Tor der Duisburger ist wie in der Vorsaison Leo Weinkauf gesetzt, in der Regel ein sehr sicherer Rückhalt. Weinkauf (24) ist von Hannover 96 ausgeliehen und hat bisher alle Spiele bestritten. Sein Vertreter ist normal Steven Deana, der Schweizer ist ein erfahrener Mann. Als U23-Keeper hat man noch Jonas Brendieck dabei, er stand in den letzten beiden Spielen in der Startelf.


Rechts hinten ist Maximilian Sauer der Stammspieler. Der 26-Jährige ist im Sommer neu aus Fürth gekommen, ist ein zweitligaerfahrener Verteidiger und hat bis Samstag jede Minute absolviert. Bei 1860 musste er angeschlagen vom Feld, ob er am Mittwoch dabei sein kann ist unbekannt. Der letztjährige Stammspieler Joshua Bitter fehlt seit längerer Zeit verletzungsbedingt, gegen München wurde so Linksverteidiger Bretschneider für ihn eingewechselt. Bretschneider ist auf der linken Seite die Alternative zum gesetzten Arne Sicker. Er war schon in der Vorsaison die Stammkraft auf der linken Seite. Der 23-Jährige kam zuvor aus der Regionalliga und hat sich etabliert.


In der Innenverteidigung haben schon alle vier Optionen ihre Möglichkeit bekommen. Etabliert haben sich mittlerweile Tobias Fleckstein und Dominik Schmidt. Schmidt kam im Sommer von Zweitligist Kiel und ist mit seinen 33 Jahren der erfahrene Mann und Abwehrchef, Fleckstein dagegen mit 21 Jahren der junge Partner. Trotzdem hat er schon viel Qualität unter Beweis gestellt und die letzten fünf Spiele immer über 90 Minuten gespielt. Vertreter sind Vincent Gembalies und Dominic Volkmer, angesichts der englischen Woche ist eine Rotation denkbar.


Im defensiven Mittelfeld ging Wilson Kamavuaka als Stammspieler in die Saison, der 30-Jährige ist ein erfahrener Spieler und sollte als Abräumer agieren. Mittlerweile hat sich dafür Maxi Jansen (27) wieder in die Mannschaft gespielt und stand in den letzten Spielen immer in der Startelf. Der Verlust von Albutat und Ben Bella im Sommer wiegt schwer.


Gegen München hat man mit Kamavuaka und Scepanik auf den Halbpositionen gespielt. Scepanik ist normal auch auf der Außenbahn gesetzt, auch wenn dies zuletzt durch die besonderen Umstände nicht mehr so der Fall war. Im 4-1-4-1-System wird der zweite Flügelspieler gesucht, durch einige Ausfälle (Engin, Mickels, Stoppelkamp) ist man hier durchaus in Nöten. Engin (12 Scorerpunkte) und Stoppelkamp (25 Scorerpunkte) waren im letzten Jahr wichtige Akteure. Erste Option dürfte Sinan Karweina sein, er würde dann aus dem Sturm wieder nach Außen rücken. Ansonsten kann man Spieler aus der Zentrale nach Außen ziehen (Duisburg spielt eh sehr variabel und die Spieler kleben nicht auf ihren Positionen, sondern rotieren viel. Gerade die beiden zentralen Spieler rücken gerne mit auf die Außenbahn) oder mit einem Akteur wie Budimbo (zuletzt zwei Mal Joker) oder Tomic (zuletzt nicht im Kader) beginnen.


Zentral ist Connor Krempicki der gesetzte Mann und ist ein Taktgeber im Duisburger Spiel. Sein Partner könnte Neuzugang Mirnes Pepic werden, er erlebt bisher jedoch eine schwierige Saison. Neben Kamavuaka könnte auch der junge Ghindovean die Rolle einnehmen oder Karweina in der Mitte agieren. Trotz der Ausfälle gibt es also im Mittelfeld zahlreiche Varianten.


Im Sturmzentrum fehlt Cem Sabanci als Alternative und wird auch erst mal keine Rolle spielen können. Sommerneuzugang Orhan Ademi ist damit der einzige Herausforderer von Vincent Vermeij. Der Niederländer ist wie in der vergangenen Saison der gesetzte Mann im Sturm. Er ist 1,96 Meter. Ist kopfballstark und lässt sich gerne auch mal ins Mittelfeld fallen und holt sich dort die Bälle. Ademi hat ihn gegen Unterhaching und Uerdingen gut vertreten. Bei einem Doppelsturm dürften sie trotzdem nicht gemeinsam auflaufen, sondern wie zuletzt eher Vermeij gemeinsam mit Karweina beginnen.



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