Die Lage des FCS vor Duisburg

Die beiden Niederlagen gegen Verl und Uerdingen taten weh, hätte man doch nicht mit null Punkten aus den beiden Begegnungen gehen müssen. Gerade die beiden späten Gegentreffer waren Schläge ins Kontor. Es wären mit Sicherheit auch vier Punkte möglich gewesen, so wie in den siegreichen Spielen zuvor (1860, Rostock) auch andere Ergebnisse möglich waren. Die Liga zeichnet sich durch ihre Ausgeglichenheit aus, Kleinigkeiten und Fehler entscheiden. Zuletzt ist dieses Pendel gegen den FCS ausgeschlagen und mit diesen Situationen wird man in dieser 3.Liga umgehen müssen. Die Ausgangslage bleibt trotzdem gut mit momentan 13 Punkten aus sieben Spielen, mit dem vierten Tabellenplatz und der Möglichkeit am Mittwoch aus eigener Kraft sogar wieder die Tabellenführung zu übernehmen. Wichtiger als ein zeitweiser Tabellenplatz ist jedoch der Umstand wieder zu punkten um in keine Abwärtsspirale zu geraten. Das war gegen Verl möglich, gegen Uerdingen möglich und wird auch in Duisburg möglich sein.


Die englische Woche ist mit Sicherheit störend während der Rest der Liga sich auf das Wochenende vorbereiten kann, aber diese Dinge sind im Jahr 2020 nicht zu ändern. Viel Zeit bleibt dem FC nach Uerdingen jedenfalls nicht, man hat von Sonntag bis Dienstag je einmal trainiert und sich dann auf den Weg nach Duisburg gemacht. Auch nach dem Spiel bleiben nur zwei spielfrei Tage um sich auf das folgende Heimspiel vorzubereiten.



Personelle Situation

Die Ausfälle von Minos Gouras und Rasim Bulic sind klar, dazu wird auch Sebastian Bösel weiterhin mit seinen Oberschenkel- bzw. muskulären Problemen nicht zur Verfügung stehen. Laut FCS kann dazu auch Timm Golley (Rückenprobleme) nicht am Start sein, auch wenn er am Dienstag mit der Mannschaft trainieren konnte. Ohne die vier Spieler stehen Lukas Kwasniok noch 23 Spieler zur Verfügung.


Wie könnte der FCS beginnen?

Das 4-1-4-1-System (oder 4-3-3-System) scheint trotz der beiden Niederlagen gesetzt zu sein. Die größere Frage wird sein wie sehr man in der englischen auf die Rotation setzen wird. In der letzten englischen Woche hat man sehr viel rotiert. Im Tor bleibt es dabei bei Daniel Batz.


Auf den Außenverteidigerpositionen hat man mit Sebastian Bösel einen wichtigen Spieler verloren. Trotzdem bleiben Möglichkeiten. Man könnte klassisch wieder mit Anthony Barylla auf der rechten und Mario Müller auf der linken Seite beginnen. Barylla hatte gegen Uerdingen gerade in Halbzeit 1 seine Probleme, man kennt aber auch seinen Wert. Müller ist im Grunde gesetzt. Eine Option ist Breitenbach. Im Fall der Fälle wäre die erste Variante wohl eher Marin Sverko auf die Außenbahn zu ziehen. Damit sind alle Varianten denkbar.


An sich ist Sverko erst mal in der Innenverteidigung gesetzt und hat auch gegen Uerdingen wieder seinen Part gut erfüllt. In der Innenverteidigung hast du mit Boné Uaferro aber noch einen etablierten Spieler in der Hinterhand und er könnte wieder seine Chance bekommen und weitere Spielpraxis erhalten. Er ist eineinhalb Wochen weiter als gegen München oder Verl und ist sicher eine ernsthafte Überlegung. Die zweite Position ist durch Steven Zellner besetzt. Das Tor gegen Uerdingen geht sicher auf seine Kappe, ansonsten war er aber der beste Spieler auf dem Feld und hat seinen Stellenwert für die Mannschaft ganz klar unterstrichen. Am Abwehrchef führt kein Weg vorbei. Christopher Schorch bleibt wohl auch am Mittwoch in der Beobachterrolle.


Ähnlich klar wie mit Zellner in der Innenverteidigung hat man mit Manuel Zeitz auf der Sechs einen Stammspieler. Der Kapitän ist wichtig für die Balance der Mannschaft und als Abräumer vor der Abwehrkette. Mit Perdedaj hat man nun auch wieder eine direkte Option dahinter. Er hat gegen Uerdingen sein Startelfcomeback auf der Acht gefeiert. Seine Rückkehr ist sehr wichtig, jedoch kann er körperlich noch nicht in der besten Verfassung sein und entsprechend ist er der erste Kandidat um am Mittwoch auf die Bank zu rotieren. An seiner Stelle könnte dafür Kainz Froese wieder in die Mannschaft rücken. Er hat in der bisherigen Saison vor allem als Einwechselspieler überzeugt, aber kann es wie in München auch von Beginn an. Die Alternativen wären die offensiveren Markus Mendler und Lukas Schleimer. Die zweite Position indes sollte wieder an Tobias Jänicke gehen. Seine Erfahrung und seine Spielintellegenz ist wichtig.


Auf dem rechten Flügel bleibt es bei Nicklas Shipnoski. Er war in den letzten Spielen nicht mehr so auffällig, ist jetzt aber auch mehr im Visier der Gegner und man muss ihn mehr unterstützen und ihn wieder mehr in Situationen bringen die seinen Qualitäten liegen. Die Optionen fehlen auch wie man beim Blick auf die linke Seite sieht. Mit Deville oder mit Mendler hat man Spieler für die Position, beide Akteure haben jedoch Formschwankungen. Man hat im Sommer einige Spieler für die Außenbahnen geholt, es bleibt jedoch eine Problemzone und man wird als Aufsteiger nicht alle Position doppelt stark besetzen können. Zuletzt begann Deville. Im Sturmzentrum ist Sebastian Jacob gesetzt.




Mögliche Aufstellung


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Ersatzbank


Ramon Castellucci (ETW)Jayson Breitenbach
Boné UaferroFanol Perdedaj
Lukas SchleimerMarkus Mendler
José Vunguidica




Nicht im Kader


Minos GourasSchulterverletzung
Rasim BulicHandbruch
Sebastian Böselmuskuläre Probleme
Christopher Schorchnicht berücksichtigt
Timm GolleyRückenprobleme
Jonas Singernicht berücksichtigt
Mergim Fejzullahunicht berücksichtigt
Teo Herrnicht berücksichtigt
Marius Köhlnicht berücksichtigt

Kommentare 3

  • Übertrieben sind eher so Schlagworte wie beste Abwehr. Das wird nach heute Abend auch nicht mehr so sein wenn wir wieder so rumpeln.

  • Bin mit dem Start zufrieden bzw. den Punkten. Sehe auch keinen Grund für höhere Ansprüche. Soll das Ball hin und her Geschiebe der letzten Spiel und die Fehlpässe in Serie die typischen Kennzeichen eines Aufsteigers sein.

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