Wie könnte Dynamo Dresden spielen?

Dresden spielt unter Kauczinski in der Regel mit einem 4-2-3-1-System. Der Kader ist dafür richtig stark besetzt und man hat eine klare Struktur drin. Aus den hochkarätigen Neuzugängen und den gebliebenen Spieler der letzten Saison (Broll, Löwe, Hartmann) hat man einen starken Stamm gebildet mit 15, 16 gestandenen Spielern. Um diesen Stamm kommen noch Spieler wie Daferner, wie Kade, Diawusie oder Meier. Abgerundet wird der Kader mit einigen ganz jungen Talenten und Spieler wie Königsdörffer oder Ehlers spielen schon ihre Rolle. Inwiefern die Corona-Fälle bei Dresden die Mannschaft direkt betreffen ist unbekannt.


Im Tor ist Kevin Broll die Konstante. Er war schon letzte Saison der Stammtorwart in Dresden und ist nach dem Abstieg geblieben. Er bringt eine hohe Qualität mit und ist die klare Nummer 1 vor Patrick Wiegers (30). In der Innenverteidigung sind die hochkarätigen Neuzugänge Sebastian Mai und Tim Knipping gesetzt. Mai wurde sofort zum Kapitän bestimmt und hat in der Saison noch keine Minute verpasst. Auch Knipping ist unangefochtener Stammspieler und hat nur einmal (wegen Sperre) nicht gespielt. Er ist eine erfahrene und starke Innenverteidigung und bei offensiven Standards sind beide Akteure gefährlich. Dazu bringen sie im Aufbauspiel viel Spielstärke mit. Der junge Ehlers ist die Alternative und hat Knipping auch in dem einen Spiel vertreten, auch Großer ist noch in der Hinterhand.


Für die Position des linken Verteidigers ist eigentlich Chris Löwe vorgesehen gewesen, doch der 31-Jährige hat sich gegen Zwickau schwer verletzt. Sein Vertreter ist Jonathan Meier und der 20-Jährige hat sich bisher gut präsentiert und zuletzt auch zwei Mal über 90 Minuten gespielt. Auf der anderen Seite fehlt Robin Becker mit muskulären Problemen schon einige Zeit, eigentlich sollte er mittlerweile zurück sein. Sein Vertreter ist Max Kulke. Nach abgelaufener Sperre ist er am Samstag wieder spielberechtigt. Gegen Meppen verteidigte dafür Ehlers auf der Außenbahn.


Den nächsten Fixpunkt findet man im defensiven Mittelfeld. Auch er ist ein Spieler mit viel höherklassiger Erfahrung und viel Qualität. Er ist der zentrale Lenker im Dresdner Mittelfeld und räumt schon viele Dinge vor der Abwehrkette ab. Im Aufbauspiel lässt er sich gerne auch mal zwischen die Innenverteidiger fallen. Die Folge sind hohe Außenverteidiger. Sein Partner war in den letzten beiden Begegnungen Julius Kade. Der 21-Jährige nimmt dann den offensiveren Part ein. Er hat damit Paul Will aus der Mannschaft verdrängt, Will war bis zum 6.Spieltag gesetzt. Mit Will bekommt Dresden (noch) mehr Lauf- und Zweikampfstärke im Mittelfeld. Mit Marco Hartmann hat man noch einen erfahrenen Spieler in der Hinterhand, der 32-Jährige hat aber erst 13 Minuten gespielt in dieser Saison. Die offensivste Variante wäre wohl Weihrauch auf diese Position zu setzen.


Auf dem linken Flügel war Panagiotis Vlachodimos eingeplant und er hat im Pokal auch gleich überzeugt. In der Liga lief es dagegen in den ersten drei Spielen nicht so gut für ihn und er hat in der Folge seinen Stammplatz verloren. Vlachodimos auf die Bank setzen zu können ist sicher ein Zeichen für die Stärke im Dresdner Kader. In drei der vier letzten Spielen wurde er von Eigengewächs Königsdörffer ersetzt, er hat sich längst als feste Option etabliert. Gegen Meppen hat man Daferner auf diese Seite gezogen, ein gelungener Schachzug.


Königsdörffer begann in diesem Spiel über Rechts. Er ist ein unbekümmerter, technisch starker Spieler mit viel Tempo auf der Außenbahn. Ein echter Unruheherd. Er passt in diese Mannschaft rein die Fußball spielen möchte und die Spielertypen dafür besitzt. Gegen Meppen musste dafür Diawusie auf die Bank, nachdem er zuvor in der Saison immer begonnen hatte. Eine Rückkehr in die Startelf ist denkbar. Beide Flügelspieler waren gegen Meppen sehr zentral orientiert und sind immer wieder in die Mitte gerückt.


Auch Marvin Stefaniak ist eine Option für die Außenbahn. Gegen Meppen gab er den Spielmacher und war der auffälligste Spieler auf dem Feld. Guter Techniker, mit viel Spielverständnis und einem hohen Laufpensum. In den letzten beiden Spielen saß so ein Patrick Weihrauch lediglich auf der Bank. An sich ist auch er ein Unterschiedsspieler für diese Liga. Mit Diawusie, Weihrauch und Vlachodimos hatte man also quasi drei Spieler auf der Bank die bei den meisten Drittligisten immer gesetzt wären.


Im Angriff fehlte Dresden in den letzten Wochen Pascal Sohm. Er ist mittlerweile aber wieder im Mannschaftstraining und würde die Möglichkeiten für Dynamo noch mal deutlich erhöhen. So ist Philipp Hosiner gesetzt und steht schon wieder bei drei Saisontoren. Er steht oft richtig, macht viele Laufwege und ist vor dem Tor immer gefährlich. Erste Option dürfte Daferner sein.



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