Die Lage des FCS vor Dresden

Starke Reaktion. So kann man den Auftritt in Duisburg nach den beiden vorherigen Niederlagen gegen Verl und Düsseldorf bezeichnen. Beim MSV war man mutig, aktiv und sicherte sich ganz spät die verdienten Punkte und bleibt als Spitzenreiter blendend platziert. Wichtiger: Man konnte bereits 16 Punkte im Kampf gegen den Abstieg sammeln. Man ist in der Liga angekommen, hat sich Respekt verschafft und Spiel für Spiel heißt es nun weitere Punkte zu sammeln. Die aktuelle Situation kann man vernünftig einschätzen, es gibt einfach Mannschaften mit mehr Qualität im Kader und obwohl am Samstag der Erste auf den Siebten trifft ist der FCS sicher nicht der Favorit in diesem Spiel. Man ist in der Rolle des Außenseiters gegen den vielleicht besten Kader und die beste Mannschaft dieser Liga. In dieser ausgeglichenen Liga ist alles möglich und das klare Ziel in diesem Heimspiel sind auch hier wieder drei Punkte. Für dieses Ziel gilt es am Ende der englischen Woche noch mal alle Kräfte zu mobilisieren. Im Vergleich zum Duo Uerdingen - Duisburg hatte man noch mal einen Tag weniger Pause, dazu hatte der Gegner unter der Woche kein Spiel. Dynamo wird frischer sein, der FC muss dagegen halten. Der FC hat alles für die Regeneration getan, ist erst am Donnerstag aus Duisburg zurückgereist und hat dort direkt mit der Regeneration begonnen. Nach der Rückreise wurde dann am Donnerstag direkt locker im Sportfeld trainiert, am Freitag wartet dann schon das Abschlusstraining.



Personelle Situation

Es sind keine großen Veränderungen im Vergleich zum Spiel gegen Duisburg bekannt. Minos Gouras (Schlüsselbein-Operation), Rasim Bulic (Handbruch) und Sebastian Bösel (muskuläre Probleme) werden auch gegen die Elbstädter fehlen. Möglicherweise kehrt dafür Timm Golley zurück. Der Mittelfeldspieler hatte bereits am Dienstag wieder trainiert und könnte wieder in den Kader rücken. Zuletzt hatte er wegen Rückenproblemen gefehlt. Der restliche Kader sollte fit sein, zumindest wurde nach Duisburg kein angeschlagener Spieler bekannt. Der Verein wird auf der Pressekonferenz (15:30 Uhr) wieder ein personelles Update bringen.


Wie könnte der FCS beginnen?

Weiterhin gibt es keinen triftigen Grund das System zu verändern. Es passt zum Kader, es passt zur Spielweise und die Mannschaft konnte im taktischen Korsett in dieser Saison überzeugen. Wie in München und über Phasen auch im Spiel gegen Duisburg kann man während eines Spieler ohne Schwierigkeiten auf ein anderes System wechseln, beim MSV ging es immer wieder in Richtung 4-4-2-System. Mit der kurzen Regenerationszeit nach dem kräftezehrenden Spiel in Duisburg wird es eher darum gehen wie viel Rotation nötig und richtig ist und auf welchen Positionen man rotieren kann. Zwischen Uerdingen und Duisburg wurde wenig rotiert, in der letzten englischen Woche (Haching - 1860 - Verl) sah das noch deutlich anders aus. FCS-Trainer Lukas Kwasniok ist dabei immer auch für Überraschungen gut.


Zwischen den Pfosten wäre alles andere als Daniel Batz jedoch keine Überraschung, sondern eine Sensation. Er ist die klare Nummer 1 und unterstreicht diese Position von Spiel zu Spiel. Er befindet sich in einer klasse Form und ist der gewünschte, sichere Rückhalt für die Defensive.


Zentral in der Innenverteidigung wird der Dreikampf immer härter. Boné Uaferro ist nicht nur wieder einsatzbereit, sondern kommt mit zunehmender Spielpraxis auch immer besser in Form und hat gegen Duisburg richtig stark gespielt und sich damit für einen weiteren Einsatz von Beginn an empfohlen. Kommt er wieder zum Zuge muss Marin Sverko auf eine andere Position ausweichen. Obwohl er Spiel für Spiel beim FCS und in der Nationalmannschaft bestreitet kann man den Kroaten kaum aus der Mannschaft nehmen. Der Neuzugang hat sich längst als Stammspieler festgespielt, irgendwann wird er jedoch Pausen kriegen müssen. Der rechte Part der Innenverteidigung ist dagegen durch Steven Zellner geblockt. Er ist nicht nur der Abwehrchef der Mannschaft, er steht auch noch mal einen Schritt über den beiden anderen Spielern. Schorch dürfte erneut den Kader verpassen, die Optionen sind dann Barylla und Breitenbach.


Rechter Außenverteidiger war zuletzt Anthony Barylla. Er hat gegen Duisburg ein überragendes Spiel gemacht und war fast ein Außenstürmer. Durch den Ausfall von Bösel ist die erwartbare Rotation hier nicht möglich, wenn man auf der Position rotieren will könnte es Sverko sein, er hat schon in der Nationalmannschaft als rechter Verteidiger gespielt. Die frische Option wäre Jayson Breitenbach. Für die linke Abwehrseite bleibt es bei Mario Müller und Marin Sverko als Optionen und sie ergeben sich auch aus der taktischen Zusammenstellung. Spielt Sverko zentral wird man Müller wieder zurück ziehen, kommt Müller dagegen wieder auf dem offensiven Flügel zum Einsatz ist Sverko folgerichtig.


Manuel Zeitz sollte wieder seinen Part im defensiven Mittelfeld einnehmen. Der Kapitän ist wichtig als Abräumer vor der Abwehr, als Mentalitätsspieler für das Team und er leitet mit die meisten Angriffe beim FCS ein. Er kriegt wie schon in den letzten Jahren wenige Pausen, kann das aber. Nimmt man ihn doch mal raus hat man zunächst Perdedaj als Alternative. Auch Zellner nach vorne zu ziehen ist denkbar, auch wenn man ihn eigentlich kaum aus der Abwehr nehmen kann.


Vor Zeitz sind wie immer zwei Positionen zu besetzen, zuletzt begannen Kianz Froese und Tobias Jänicke. Froese hat in Duisburg auch von Beginn an ein gutes Spiel gezeigt und kommt immer besser in Form und findet sich immer besser in der Liga zurecht. Seine Qualitäten kennt man. Lässt es die Frische zu kann er durchaus wieder von Beginn an auflaufen. Jänicke mit all seiner Routine, seiner Spielintelligenz ist immer ein wichtiger Baustein. Dazu geht es mal wieder gegen einen seiner ehemaligen Clubs. Optionen: Fanol Perdedaj. 60 Minuten gegen Uerdingen, 20 Minuten gegen Duisburg. Er bekommt nach der Verletzung wieder Spielpraxis, ist aber noch nicht auf seinem Niveau und kann es auch nicht sein. Trotzdem kann er mit seiner Spielweise wichtig sein und mittlerweile sollten auch 70 Minuten im Tank sein. Ansonsten hat man wahrscheinlich wieder Golley als Option, er erhöht die Möglichkeiten. Auch Lukas Schleimer oder Markus Mendler sind noch in der Hinterhand.


Nicklas Shipnoski ist der Mann für die rechte Außenbahn, gegen Duisburg konnte er sich auch wieder für seinen Aufwand belohnen. Er spielt fast immer über 90 Minuten. Einmal hat er eine enorme Qualität, kann auf der Außen auch mal in Einzelaktionen etwas bewirken und es fehlen weiter etwas die Alternativen. Man könnte Jänicke wieder nach außen ziehen, er ist jedoch nicht der perfekte Spielertyp für die Position unter Kwasniok. Golley oder Mendler wären weitere Optionen, möglicherweise kann man auch Deville mal von links auf rechts schieben. Auf der linken Seite hat man so oder so schon seine Probleme. Gegen Duisburg spielte zum dritten Mal ein gelernter Außenverteidiger auf Links. Müller hat seine Sache dabei gut gemacht und hat auch als Linksverteidiger schon eine offensive Ader. Möglicherweise wird es erneut so angehen. Ansonsten sind es Deville, Schleimer, Golley oder Mendler. Als Einwechselspieler ist dann auch wieder Vunguidica mit Dynamik eine Überlegung. Im Sturmzentrum wird man wieder mit Sebastian Jacob beginnen.



Mögliche Aufstellung


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Ersatzbank


Ramon Castellucci (ETW)Jayson Breitenbach
Markus MendlerFanol Perdedaj
Lukas SchleimerMaurice Deville
Timm Golley




Nicht im Kader


Minos GourasSchulterverletzung
Rasim BulicHandbruch
Sebastian Böselmuskuläre Probleme
Christopher Schorchnicht berücksichtigt
José Pierre Vunguidica
nicht berücksichtigt
Jonas Singernicht berücksichtigt
Mergim Fejzullahunicht berücksichtigt
Teo Herrnicht berücksichtigt
Marius Köhlnicht berücksichtigt

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