FCS-Spieler on Tour: Kroatien verdaddelt Sieg in Schottland

Die kroatische U21-Nationalmannschaft hat die große Chance auf die Europameisterschaft leichtfertig vergeben. 50 Minuten lang dominierte man am Donnerstag in Schottland, führte zwischenzeitlich mit 2:0 und musste sich am Ende doch mit einem Remis begnügen.


Für Kroatien traf Nikola Moro nach 20 Minuten zur Führung. Fünf Minuten später legte der aufgerückte Sverko einen langen Ball aus der Abwehr ab, Kristijan Bistrovic sorgte mit einem Traumfrau für das 2:0, zugleich der Pausenstand. Die Kroaten waren auf dem besten Weg zur (fast sicheren) EM und hatten das Spiel im Griff. Zu Beginn der zweiten Hälfte (54.Minute) brachte dann jedoch ein Distanzschuss samt Torwartfehler die Gastgeber zurück in die Begegnung, keine zwei Minuten später sah Kroatiens Sosa nach einer Tätlichkeit die rote Karte. Marin Sverko stand bei den Kroaten zunächst als rechter Verteidiger in der Startformation und zeigte eine zumeist unauffällige, dafür jedoch sehr souveräne Begegnung. Nach dem Feldverweis wechselte er auf die linke Abwehrseite. Nach 70 Minuten glichen die Schotten aus, kurz nach dem Wiederanpfiff sah Gilmour (Schottland) wegen Meckern/Unsportlichen Verhalten die rote Karte. In Gleichzahl gelang den Kroaten nicht mehr nötige dritte Treffer. Das Unentschieden ist für beide Teams zu wenig, vor dem letzten Spiel hat nun Tschechien die besten Karte auf den Gruppensieg.


Im letzten Saisonspiel empfängt Kroatien nun am Dienstag den Tabellenvorletzten Litauen. Nur mit einem eigenen Sieg während weder Tschechien noch Schottland (Freitag bzw. Dienstag jeweils in Griechenland) wird man noch Gruppensieger. Gewinnt nur eine der beiden Mannschaften reicht es zum zweiten Platz in der Gruppe. Nur die fünf besten Gruppenzweiten (von neun Gruppen) qualifizieren sich für die EM. Kroatien käme in dieser Liste maximal auf 14 Punkte, die Marke wird kaum ausreichend sein.



(Wichtige) Spiele


DatumHeim-GastErgebnis
12.11.2020Schottland U21-Kroatien U212:2 (0:2)
13.11.2020Griechenland U21-Tschechien U21
17.11.2020Kroatien U21-Litauen U21
17.11.2020Griechenland U21-Schottland U21



Tabelle


Pl.TeamSPSUNDifPunkte
1.Tschechien9531+1418
2.Schottland9531+1218
3.Kroatien9522+2317
4.Griechenland8413013
5.Litauen8215-27
6.San Marino9009-470




Ursprüngliche Meldung

Seit Montag hat sich die kroatische U21-Nationalmannschaft in Zagreb versammelt und bereitet sich auf die beiden entscheidenden Qualifikationsspiele gegen Schottland und Litauen vor. Mit von der Partie ist auch FCS-Spieler Marin Sverko.


Los geht es für die Kroaten am heutigen Donnerstag mit dem Endspiel gegen Schottland. Gespielt wird in schottischen Edinburgh, Anstoß ist um 16:00 Uhr. Eine Möglichkeit das Spiel live zu verfolgen ist nicht bekannt. Am kommenden Dienstag geht es zum Abschluss gegen Litauen.


In der engen Gruppe geht Kroatien als Tabellendritter (16 Punkte) in dieses Spiel und hat die Qualifikation zur Europameisterschaft in der eigenen Hand. Gegner Schottland ist Tabellenzweiter mit 17 Punkten während Spitzenreiter Tschechien bei 18 Zählern liegt. Die Tschechen bestreiten am Freitag jedoch ihr letztes Qualifikationsspiel in Griechenland und sind am letzten Spieltag spielfrei. Mit zwei Siegen geht Kroatien definitiv an Tschechien vorbei und mit einem Sieg über Schottland überholt man auch die Schotten in der Tabelle. Nur der Gruppensieger qualifiziert sich sicher für die EM, dazu kommen die fünf besten Gruppenzweiten. Über diesen Weg dürfte es in der Gruppe jedoch schwierig werden. Das Hinspiel gewannen die Schotten mit 2:1.


Sverko hat drei der letzten vier Pflichtspiele von Beginn an gespielt, im letzten Spiel gegen Griechenland saß er bis zur 90.Minute auf der Ersatzbank. Die Konkurrenz hat es mit Borna Sosa (VfB Stuttgart), Josko Gvardiok (Dinamo Zagreb), Bosko Sutalo (Atalanta Bergamo) und Martin Erlic (Spezia Calcio) hochwertig. Erlic fehlte im Verein zuletzt durch eine Corona-Infektion und könnte damit den Weg für Sverko wieder frei machen. Die sonstige Konkurrenz ist mit Mario Vuskovic, David Colina (beide Hajduk Split) und Kresimir Krizmanic (HNK Gorica) auch dann noch groß.

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