Wie könnte Viktoria Köln spielen?

Normal spielt Viktoria Köln unter Pavel Dotchev in einem 4-2-3-1-System mit dem Fixpunkt auf der Zehn. Die beiden Flügelspieler agieren indes sehr variabel und in der kompletten Mannschaft finden Positionsrotationen statt. Ohne Fixpunkt Wunderlich weicht man gerne auf ein 4-4-2-System aus. Durch die Spielertypen (wie Timmy Thiele) kann man diese Umstellungen jedoch auch fließend im Spiel umsetzen. Die Mannschaft spielt gerne Fußball, hat zahlreiche offensiv denkende Spieler in der Mannschaft und auch die Qualität dazu. Zuletzt gegen Duisburg hatte man nur 17 Spieler im Kader und einige etablierte Spieler beziehungsweise Stammkräfte fehlten ohne Angaben von Gründen, da der Club jedoch aktuell mit Corona-Infektionen zu kämpfen hat sind diese Ausfälle erklärbar.


Die neue Nummer 1 der Kölner ist seit dieser Saison der erfahrene Sebastian Mielitz. Der 31-Jährige hat schon einige Jahr in der Bundesliga gespielt und ist ein sicherer Rückhalt. Sein Vertreter ist meistens Yannik Bangsow, die Leihgabe ist ein U23-Torwart. Dazu hat man noch den deutlich erfahreneren André Weiß (31) in der Hinterhand, er saß gegen Duisburg auch auf der Bank.


Marcel Gottschling ist die feste Größe auf der rechten Abwehrseite. Er spielt seit 2018 in Köln und ist seither Stammspieler. Der 26-Jährige ist ein Außenverteidiger mit viel Zug nach vorne, er denkt offensiv und bereitet mit seinen Flanken immer wieder auch Tore vor. Sein Back-Up ist normal Koronkiewicz, er saß in den letzten vier Spielen jedoch nicht mal auf der Bank. Gegen Lübeck rückte so Simon Handle auf die rechte Abwehrseite.


Handle ist an sich ein Außenbahnspieler im Mittelfeld und war in dieser Rolle auch im letzten Jahr gesetzt. In dieser Saison rückte er nach hinten auf die Position des linken Verteidigers und hat sich auf dieser Position in den letzten Wochen gegen Fabian Holthaus durchgesetzt. Die letzten sechs Spiele hat er je über 90 Minuten verteidigt und abgesehen von Lübeck auch immer auf der linken Seite. Holthaus fehlte in dieser Phase auch verletzungsbedingt und ist ein flexibler Abwehrspieler.


Gegen Duisburg verteidigte er so in der Innenverteidigung. Durch Sperren und Verletzungen mussten die Kölner schon ordentlich auf dieser Position rotieren. Eine Position soll Sead Hajrovic einnehmen. Der 27-Jährige hat nur zwei Spiele verpasst und stand die letzten vier Spiele wieder über 90 Minuten auf dem Feld. Er kam im Winter und war auch in der letzten Halbserie ein Stammspieler. Die zweite Position soll normal Maximilian Rossmann einnehmen. Der Neuzugang aus den Niederländen ist als Abwehrchef eingeplant. Nach einer roten Karte gegen Bayern II war er zwei Spiele gespielt, gegen Duisburg stand er dann überraschend nicht einmal im Kader. Auch sein Vertreter Bernard Kyere fehlte in den letzten beiden Spielen komplett. So rückte Holthaus in die Zentrale. Dario Da Vita (20) und Alexander Höck (18) spielten bisher maximal als Einwechselspieler eine Rolle. Dominik Lanius (23) kehrte gegen Duisburg in den Kader zurück, hat aber bisher nur einen Einsatz gehabt. In der letzten Saison war er noch ein direktes Back-Up mit vielen Einsätzen.


Als Konstante im zentralen Mittelfeld dient Kai Klefisch. Das 20-Jährige Eigengewächs ist gesetzt und hat in dieser Saison noch keine Spielminute verpasst. Schon letzte Saison mit 26 Einsätzen vertraut Dotchev voll auf ihn und er spielt als Abräumer vor der Abwehr bisher eine starke Saison. Der geplante Partner ist Réne Klingenburg. Der Neuzugang aus Dresden hat noch keine einfache Saison und hat zuletzt zwei Mal nur eine Halbzeit gespielt. Gegen Duisburg stand er dann aus unbekannten Gründen nicht einmal im Kader. Stattdessen begann Moritz Fritz, ähnlich wie Klefisch ein hochgewachsener Spieler. Mit einer Kopfverletzung musste er nach wenigen Minuten vom Feld, sein Einsatz am Freitag ist laut Köln fraglich. Dafür könnte Jeremias Loch zum ersten Mal in dieser Saison in die Startelf rücken. Nach Verletzung zu Saisonbeginn hat er gegen Duisburg rund 80 Minuten gespielt und ist mittlerweile eine vollwertige Alternative. Gegen Wiesbaden am 2.Spieltag ist Mike Wunderlich im 4-4-2-System auf diese Position gerückt, eine Option die auch am Freitag zum Einsatz kommen könnte. Mit seiner Spielstärke kann er das Aufbauspiel von dieser Position leiten.


Wunderlich selbst ist natürlich gesetzt. Der 34-Jährige ist der Kapitän der Mannschaft, ein Führungsspieler und Dreh- und Angelpunkt der Mannschaft. Ohne Zweifel ist er ein Unterschiedsspieler in dieser Liga. Gegen Lübeck musste er mit einem Muskelfaserriss ausgewechselt werden stand gegen Duisburg nicht zur Verfügung. Am Freitag soll er zurückkehren. Seine Stammposition ist das offensive Mittelfeld hinter einer Sturmspitze, Konkurrenz gibt es nicht.


Auf einer Außenbahn ist Lucas Cueto gesetzt. Der Neuzugang aus Münster hat sich mit einer starken Vorbereitung ins Team gespielt, konnte es in der Saison bestätigen und ist auch ein torgefährlicher Mann. Technisch stark, ein Spieler der gerne ins 1vs1 geht und auf der Außenbahn für Betrieb sorgt. Gegen Duisburg stand er überraschend nicht im Kader, Hintergründe unbekannt. Stattdessen begann Marcel Risse nach überstandener Verletzung auf der Position. Er hatte Schwierigkeiten ins Spiel zu finden, im Laufe des Spiels wurde es jedoch immer besser und in Hälfte 2 blitze immer wieder seine Qualität auf. Sollte Cueto zurückkehren ist Risse auch eine Option für die rechte Seite.


Doch ginge er in den Kampf mit Kevin Holzweiler und Timmy Thiele. Holzweiler ist ein kleiner Wirbelwind, ein ständiger Unruheherd und ein Mann für die Aktionen in Richtung Strafraum und Torchancevorlage. Thiele kann aus dem Sturmzentrum nach Außen rücken und ist die körperlich deutlich stärkere Variante. Als Einwechselspieler ist Enes Tubluk auf der Außenbahn eine Alternative, auch kann man jederzeit Handle wieder nach vorne ziehen.


Im Sturmzentrum führt kein Weg an Albert Bunjaku vorbei. Der 36-Jährige ist gemeinsam mit Wunderlich das Herz der Mannschaft und hat nichts verlernt. Auch in dieser Saison steht er schon wieder bei drei Toren, letzte Saison stand er am Ende bei 20 Treffern. Er kann als alleinige Spitze spielen, bei einem Doppelsturm rückt Timmy Thiele an seine Seite. Der Neuzugang bringt viel Qualität mit und hat schon einige Treffer in der 3.Liga erzielt. Eine Option im Spielverlauf ist Michael Seaton.




4-2-3-1-System





4-4-2-System


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