Vorbericht: Nächster Absteiger kommt in den Park

Mit drei Siegen in Serie hat der FCS die ersten zehn Spieltage der Saison beschlossen und konnte zuletzt bei Viktoria Köln mit 2:0 gewinnen. Erfolgreich wurde die Tabellenführung behauptet. Insbesondere im zweiten Abschnitt und im Überzahl zeigte man eine starke Leistung und hält sich bisher im heißen November schadlos. Mit der nächsten englischen Woche nimmt der Monat nun auch seinen Ausklang und es warten noch drei harte und interessante Aufgaben auf den FC. Los geht es am Samstag, 21.November um 14:00 Uhr mit dem Heimspiel gegen Zweitligaabsteiger SV Wehen Wiesbaden.








Livestream

Wie zuletzt gegen Dresden kann das Heimspiel durch den SR/SWR verfolgt werden. Der Sender überträgt das Spiel am Samstag live im Fernsehen. Zudem gibt es die obligatorische Übertragung durch Magenta Sport als Einzelspiel in voller Länge sowie in der Konferenz. Alle Informationen.



Die Spielstätte/Zuschauer

Das Spiel gegen Wiesbaden bedeutet das sechste Heimspiel nach der Rückkehr in den Park und das vierte Geisterheimspiel in Serie. Trotzdem haben wir einige Dinge rund um den neuen Ludwigspark zusammengefasst.



Bilanz

Von 2002 an gab es 14 Duelle mit dem SV Wehen, zuletzt in der Saison 2013/14. Wiesbaden ist dabei ein kleiner Angstgegner des FCS und man hat nur drei Spiele gewinnen können bei sieben Niederlagen. Alle drei Siege gab es im Ludwigspark, in Wehen/Wiesbaden steht ein mageres Pünktchen aus sieben Spielen zu Buche. Von 2010 bis 2014 spielte man in jeder Drittligasaison gegeneinander, es gab nur einen Sieg, zwei Unentschieden und fünf Niederlagen für den FCS. Los ging es 2002 in der Regionalliga Süd mit einem 2:1-Heimsieg. Im Mai 2004 gab es durch Tore von Thiebaut und Caruso (2) einen 3:1-Sieg. Vor 6.500 Zuschauern war dieser Sieg der Grundstein um zwei Wochen später gegen Schweinfurt aufsteigen zu können. 2006 folgte ein 2:2-Unentschieden im Park. Das erste Heimspiel in Liga 3 gab es 2010, vor 5.000 Zuschauern spielte man torlos. Im Rückspiel glich Zimmermann spät per Freistoß einen Rückstand aus, die Freude hielt jedoch nur wenige Minuten und Wiesbaden gewann mit 2:1. Im September 2011 war der FCS Spitzenreiter der Liga und gewann vor 7.500 Zuschauern im Park mit 2:1. Ziemer und Laux trafen. Es war der letzte Sieg für den FCS. Im Rückspiel verlor man mit 2:3, im Dezember 2012 gab es im Park noch ein 3:3-Unentschieden. Es folgten zwei Niederlagen in Wiesbaden (1:3 und 0:1), das letzte Heimspiel war der erste Spieltag der Saison 2013/14. Der FCS verlor mit 1:2, Rathgeber konnte für den FC nur verkürzen. In drei der vier letzten Spiele traf ein gewisser José Vunguidica für Wiesbaden.



Der Gegner: SV Wehen Wiesbaden

Der SV Wehen 1926 Wiesbaden ist seit dem Jahr 2007 ein Fußballunternehmen aus Wiesbaden. Seine Wurzeln hat man im rund 12 Kilometer entfernten Örtchen Taunausstein-Wehen mit rund 7.000 Einwohnern. Der SV Wehen wurde 1926 gegründet und konnte als kleiner Verein über viele Jahre einen stetigen Aufstieg verzeichnen. Mit dem erstmaligen Aufstieg in die 2.Bundesliga 2007 wechselte der Club seinen Namen und seine Spielstätte. Ziel war es in der hessischen Landeshauptstadt heimisch zu werden um sich dort als Vorzeigeclub zu etablieren. In der Saison 2007/08 hielt man als Aufsteiger ohne große Probleme die Klasse und erreichte am Ende den achten Platz. Es ist das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte. 2008/09 konnte man diesen Erfolg nicht wiederholen. Als Tabellenletzter stieg man in die 3.Liga dort. Dort verbrachte man zehn Spielzeiten in Folge. Manchmal ging es um den Abstieg, manchmal um den Aufstieg und teilweise landete man einfach im Mittelfeld. 2017/18 verpasste man die Relegation nur knapp, in der Spielzeit 2018/19 erreichte man genau diesen 3.Platz nach einer starken Saison mit 70 Punkten. In der Relegation gegen Ingolstadt gelang der Aufstieg. In der 2.Bundesliga hing der Club von Beginn an unten drin. Nach sieben Spieltagen hatte man gerade einmal einen Punkt auf dem Konto. Anschließend stabilisierte man sich und stellte den Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen her. Am 20.Spieltag verließ man dann auch kurzfristig die Abstiegszone. Nach dem Restart gewann man das erste Spiel gegen Stuttgart, leistete sich dann jedoch eine Niederlagenserie von vier Spielen. Darunter eine späte Niederlage gegen Dresden. Ein Sieg in Kiel brachte wieder Hoffnung, Niederlagen gegen Nürnberg und Darmstadt besiegelten das Schicksal. Am letzten Spieltag stieg man rechnerisch ab. Die Niederlagen in den direkten Duellen waren zu zahlreich. In der 3.Liga soll nun ein Neuaufbau umgesetzt werden, ein konkretes Saisonziel hat man vor der Saison nicht ausgeben wollen. Alleine durch den Status als Absteiger wird man aber immer wieder im Aufstiegsrennen genannt. Der Club ist aus finanzieller Sicht gut aufgestellt, hat die Firma Brita um Vereinspräsident Markus Hankammer hinter sich und ist stets ambitioniert. Als Trainer steht Rüdiger Rehm an der Seitenlinie. Der 41-Jährige ist mittlerweile seit Februar 2017 im Amt und trotz Abstieg hielt man am Übungsleiter fest. In der Saison 2001/02 spielte Rehm eine Saison für den FCS.



Transferaktivitäten

Der Umbruch nach dem Abstieg war groß. 22 Spieler haben den Club verlassen. Keine Rolle spielten Jan Vogel (20/ZM), Marc Wachs (25/LV), Cedric Euschen (an den FCS verliehen), Sidney Friede (22/ZM), Tobias Mißner (20/LV), Jan Bartels (21/TW/Waldhof Mannheim), Jan Albrecht (22/TW), Jules Schwadorf (28/LM), Giona Leibold (20/LM) und Patrick Schönfeld (31/ZM). Auch FCS-Neuzugang Nicklas Shipnoski spielte ab Februar überhaupt keine Rolle mehr, zuvor kam er zu 12 Einsätzen (meist von der Bank). Dominik Franke (Ingolstadt) kam zu zehn Einsätzen, Gökhan Gül (DM/Düsseldorf) wurde in neun Begegnungen eingesetzt. Angreifer Törsen Knöll kam zu 19 Einsätzen, spielte jedoch nur zwei Mal von Beginn an. Marcel Titch-Rivero (Halle) absolvierte 18 Einsätze (13x Startelf). Jeremies Lorch (20 Einsätze) wechselte zu Viktoria Köln. Maximilian Dittgen (St. Pauli) war ein Stammspieler auf der offensiven Außenbahn (32 Einsätze). Torhüter Heinz Lindner (FC Basel) etablierte sich nach seiner Verpflichtung als Nummer 1 im Tor. Auch die Nummer 2 Lukas Watkowiak (FC St. Gallen) wechselte. Stammspieler war auch Innenverteidiger Niklas Dams (Dortmund II). Über den größten Teil der Saison war Daniel Kyereh eine weitere Stammkraft. Der Offensivspieler kam auf 28 Einsätze und 13 Scorerpunkte. Er wechselte zum FC St.Pauli. Dort spielt er gemeinsam mit Manuel Schäffler. Der 31-Jährige war letzte Saison der überragende Spieler von Wiesbaden und erzielte 19 Saisontore.


Lediglich 12 Neuzugänge worden verpflichtet und damit der große Kader extrem verkleinert. Mit Matthias Hamrol und TIm Boss fallen auch zwei Torhüter darunter. Hamrol (26) war zuvor in den Niederlanden aktiv, Boss (27) war Ersatztorwart bei Dynamo Dresden. Für die Viererkette kam Florian Castens auf Leihbasis vom FC St. Pauli. Der 22-Jährige Innenverteidiger kam dort in der Vorsaison auf zwei Zweitligaspiele. In Ahmet Gürleyen wurde ein zweiter Innenverteidiger ausgeliehen, der 21-Jährige kam von Mainz 05 und war dort überwiegend in der U23 aktiv. In Dennis Kempe wurde zudem noch ein sehr erfahrener Außenverteidiger aus Aue verpflichtet. Gleich sechs Spieler wurden für das Mittelfeld verpflichtet. Im Blickpunkt: Marc Lais und Gianluca Korte. Lais (29) kam von Jahn Regensburg und ist defensiver Mittelfeldspieler. Korte (30) ist offensiver eingestellt und war Stammspieler bei Waldhof Mannheim (14 Scorerpunkte). Ben Bischof (DM) aus der eigenen Jugend bekam einen Vertrag, darf aber auch noch U19 spielen. Aus der U19 des VfB Stuttgarts kam Benedict Hollerbach (Flügelspieler). Tim Walbracht (19/DM) wurde von Hannover 96 ausgeliehen, Maurice Malone (20/linker Flügel) kam auf Leihbasis vom FC Augsburg. Für den Angriff kam der ehemalige FCS-Spieler Johannes Wurtz aus Darmstadt.



Bisherige Saison & Tabellensituation

Der Saisonstart war erfolgreich, im DFB-Pokal bezwang man Zweitligist Heidenheim mit 1:0. Tietz erzielte das einzige Tor des Tages. Auch in der Liga ging es ordentlich los. Beim 0:0-Auftakt gegen den SC Verl war man die bessere Mannschaft, konnte sich jedoch nicht belohnen. Dafür siegte man durch einen Doppelpack von Wurtz mit 2:0 in Köln und startete mit vier Punkten. Der nächste Dreier gegen Kaiserslautern war nahe, Tore von Chato und Tietz brachten eine 2:0-Halbzeitführung ein. Die Gäste glichen mit der letzten Aktion des Spiels noch aus. Anschließend gab es ein chancesreiches, torloses Unentschieden bei Türkgücü München. Mit der folgenden Heimniederlage gegen Waldhof Mannheim (0:1) war die erste kleine Saisondelle perfekt. In Uerdingen gab es am 6.Spieltag wieder einen Sieg in einem fast perfekten Spiel. Wiesbaden spielte stark, ging schon in der Anfangsphase durch Wurtz in Führung und der Angreifer sowie Malone erhöhten noch vor der Pause auf 3:0. In Halbzeit 2 stellte Korte den Endstand her. Wenige Tage später gewann man in Magdeburg mit 2:1. Wiesbaden geriet Anfang der zweiten Hälfte in Rückstand, doch Chato und Malone drehten die Begegnung zugunsten des Absteigers. Die Formschwankungen setzten sich fort, am achten Spieltag unterlag man im eigenen Stadion der U23 von Bayern mit 2:4 (2:2). Dabei ging Wiesbaden zwei Mal durch Korte und Medic in Führung. Auch in Ingolstadt gab es keine Punkte. Durch eigene Fehler geriet man schnell mit 0:2 in Rückstand, auch nach dem Anschlusstreffer (Tietz per Elfmeter) kam man nur schwer ins Spiels und kassierte noch vor der Pause das 1:3. Im zweiten Abschnitt mühte man sich im Offensivspiel, per Konter gab es noch den vierten Gegentreffer. Letzten Samstag kam der FSV Zwickau nach Wiesbaden. Das Spiel startete rasant. Korte traf nach sechs Minuten zur Führung, Chato legte noch in der ersten Viertelstunde den zweiten Treffer nach. Im Gegenzug kamen die Gäste zum Anschlusstreffer. Danach beruhigte sich die Partie und Wiesbaden dominierte. Sieben Minuten vor Spielende gelang Tietz mit einem verwandelten Elfmeter die Entscheidung.


In der Tabelle verbesserte sich der SV Wehen Wiesbaden mit diesem Sieg auf den achten Tabellenplatz. Man hat 15 Punkte auf dem Konto und hängt im breiten Mittelfeld fest. Der Abstand auf die Abstiegsränge scheint vorerst komfortabel zu sein, allerdings lässt die verzerrte Tabelle hier keinen ganz genauen Blick zu. Mit Blickrichtung nach oben sind es lediglich zwei Punkte auf 1860 München oder den FC Ingolstadt. Man hatte bisher einige Schwankungen in den eigenen Spielen und die Bilanz liest sich mit vier Siegen und jeweils drei Unentschieden/Niederlagen ausgeglichen. Wiesbaden hat 16 Tore erzielt. Der fünftbeste Wert der Liga. Bester Torschütze ist Johannes Wurtz mit vier Saisontoren. Ihm folgen mit Korte, Chato und Tietz gleich drei Spieler mit drei Saisontoren. Korte und Kempe fühlen die interne Vorlagenstatistik mit jeweils vier Punkten an. In der Abwehr steht man bei 13 Gegentoren. Lange Zeit hatte man eine der stärksten Defensiven der Liga (immerhin gab es schon vier Spiele ohne Gegentor), die beiden Niederlagen mit jeweils vier Gegentoren haben den Wert versaut. In der Auswärtstabelle ist Wiesbaden gemeinsam mit 1860 München an der Tabellenspitze. In fünf Spielen auf fremden Platz holte man zehn Punkte. Nur zuletzt in Ingolstadt verlor man, ansonsten gab es die Siege in Köln, Magdeburg und Düsseldorf.



Aufstellung gegen den FSV Zwickau


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Kommentare 2

  • schwieriges Spiel, die Wehener sind kurz vorm " Aufwachen ".


    Tendenz: 343......................

  • Shippi mit Extra Motivation. Kann nur blöd für die werden.