Die Lage des FCS vor Wiesbaden

Nach zehn Spieltagen grüßt der FCS weiterhin von der Tabellenspitze der 3.Liga und spielt bisher als Aufsteiger eine überragende Runde. Mit 22 Punkten liegt man über den Erwartungen und geht mit einer sehr guten Basis in die nächste englische Woche und die letzten sieben Spiele des Jahres 2020.


Mit drei Siegen in Folge gegen ambitionierte und gestandene Drittligamannschaften hat man sich in meist engen Spielen Selbstvertrauen geholt und kann mit einer breiten Brust in das nächste interessante Spiel gehen. Die ganzen engen Spiele lassen die Situation auch vernünftig einschätzen: Vor jedem Spiel in dieser Liga steht man vor einem richtig starken Gegner mit zahlreichen individuell guten Fußballern und einem starken Mannschaftsgefüge. Auch Wiesbaden am Samstag ist so ein Fall. Der Zweitligaabsteiger hat eine gute Truppe mit viel individueller Qualität und einer guten Portion Jugend Forscht am Start und würde sich gerne oben in der Tabelle einsortieren. Die Malstätter haben in den bisherigen zehn Spiele in der Liga jedoch eines gemerkt: Kann man die eigene Leistung abrufen, ist man aktiv und mutig kann man gegen jeden Gegner in dieser Spielklasse bestehen und auch drei Punkte holen. Diese Punkte sind auch am Samstag das klare Ziel um das nächste Spiel auf Augenhöhe für sich zu entscheiden. Nach der Begegung in Köln hatte der FCS über eine Woche Zeit vor dem Spiel gegen Wiesbaden und nach/vor anstrengenden Wochen und Monate bekam die Mannschaft drei freie Tage und bereitet sich seit Dienstag auf Wiesbaden vor.


Personelle Situation

Auch am Samstag muss der FCS weiter auf Minos Gouras, Rasim Bulic und Sebastian Bösel verzichten. Gouras ist in der vergangenen Woche nach seiner Schulteroperation wieder ins individuelle Training eingestiegen und hat mittlerweile auch seine ärztliche Behandlung abgeschlossen. Nun gilt es ihn Stück für Stück wieder ins Mannschaftstraining zu integrieren. Bei Bulic (Muskelfaserriss) und Sebastian Bösel (muskuläre Probleme) ist noch keine Rückkehr ins Mannschaftstraining erfolgt. Im Gegenzug hat Kianz Froese seine Erkrankung überstanden und befindet sich seit Dienstag wieder im Kreis der Mannschaft. Auch Maurice Deville und Marin Sverko kommen von ihren Länderspielreisen zurück und wurden am heutigen Donnerstag beim Training erwartet. Beide Akteure haben am Dienstag noch gespielt und man wird in den beiden Trainingseinheiten sehen müssen ob sie (auch mit Blick auf die englische Woche) schon am Samstag in die Mannschaft rücken können. Sonstige Ausfälle sind nicht bekannt, der FCS wird wie gewohnt im Rahmen der Pressekonferenz ein Update ziehen. Bis zu 24 Spielern könnten Lukas Kwasniok zur Verfügung stehen.


Wie könnte der FCS beginnen?

Durch die zurückkehrenden Spieler wird die Auswahl für Kwasniok wieder größer und der Kader (auch für Einwechslungen) breitet. Zunächst gilt es die richtige zehn Feldspieler vor dem gesetzten Daniel Batz im Tor zu finden um im gewohnten 4-1-4-1-System gegen das 4-2-3-1-System der Wiesbadener anzutreten. Lukas Kwasniok ist in dieser Hinsicht schon ein Trainer der Stärken und Schwächen der Gegner in seine Überlegungen einfließen lässt.


In der Abwehrkette überraschte Kwasniok zuletzt mit Perdedaj als Rechtsverteidiger und Barylla statt Uaferro im Zentrum. Mit Sverko kommt nun eine weitere Alternative zurück. Gesetzt ist im Zentrum Steven Zellner. Der Abwehrchef ist weiter in überragender Form und man kann ihn kaum aus der Mannschaft nehmen. Um den zweiten Platz streiten sich Uaferro, Barylla und Sverko. Gegen Wiesbadens Angreifer Tietz dürften Uaferro und Sverko wieder die besseren Karten gegenüber Barylla haben um auch Körpergröße in die Abwehr zu bringen. Sverko ist in der Abwehr gesetzt, hat bis auf das letzte Spiel wegen Länderspielen alle Begegnungen über 90 Minuten absolviert und kommt nun mit der Euphorie der EM-Qualifikation zurück. Besitzt er die nötige Frische wird er - wie gegen Unterhaching - von Beginn an spielen. Allerdings vom Gefühl her wieder auf der linken Abwehrseite. So würde Uaferro den zweiten Platz in der Innenverteidigung einnehmen. Auf Links ist es die Überlegung Sverko oder Müller und Müller könnte mehr in die Überlegungen auf der linken Außenbahn eingebunden sein. Auf der rechten Seite sollte dann wieder Barylla starten. Leistungsmäßig überzeugt er wie gewohnt und ein gelernter Außenverteidiger könnte gegen Korte oder Malone wichtig werden. Weiter Alternativen in der Abwehrkette sind Jayson Breitenbach und Christopher Schorch.


Kapitän Manuel Zeitz ist die Stammkraft im defensiven Mittelfeld und darf auch am Samstag dort erwartet werden. Er ist wichtig als Abräumer vor der Abwehr und als Mentalitätsspieler für das Team. Er nimmt mit seiner Zweikampfstärke sehr viel Druck von der Abwehrkette und durch seine Arbeit kann man zugleich den beiden Achtern gewisse Freiräume in ihrem Spiel anbieten. Die Option bleibt Fanol Perdedaj. Auf den beiden anderen Positionen im zentralen Mittelfeld nimmt der Konkurrenzkampf wieder zu. Tobias Jänicke, Timm Golley, Fanol Perdedaj, Kianz Froese, Markus Mendler, Maurice Deville und Lukas Schleimer sind Optionen. Während Schleimer und Mendler zuletzt eher Außenseiter für die Startformation waren ist Deville doch mehr auf dem Flügel zu sehen. Jänicke war in der bisherigen Saison gesetzt und kann seine Stärken weiterhin auf der Position einbringen. Entsprechend dürfte er auch am Samstag wieder beginnen. Auch Timm Golley hat seine aufsteigende Form zuletzt bestätigt und hat gute Chancen erneut von Beginn an zu spielen. Er hat eine gute Entwicklung genommen. Er und Jänicke besitzen eine Vergangenheit in Wiesbaden. Froese kommt zurück, er hatte gegen Duisburg stark gespielt. Am Samstag wird er nach einigen Tagen Pause aber auch mit der Rolle des Jokers leben können. Und Fanol Perdedaj hat in Köln zum ersten Mal über 90 Minuten gespielt, mit zunehmender Spielpraxis kommt er auch immer weiter in Richtung einer guter Form und wird die Startplätze im zentralen Mittelfeld angreifen. Die englische Woche wird ausreichend Raum zur Rotation bieten.


Im Sturmzentrum hat man ohne Zweifel Sebastian Jacob. Er kann nicht in jedem Spiel einen Treffer erzielen, allgemein hat er in den letzten fünf Spielen nur einmal getroffen aber ihn kann man nicht nur an der Anzahl der Treffer messen. Seine Arbeit mit und gegen den Ball sind wichtig und er kann auch andere Spieler in Szene setzen und ist immer ein Unruheherd. Das Jacob momentan so fit ist ist ein Segen. Unverzichtbar ist momentan auch Nicklas Shipnoski auf der rechten Außenbahn. Er war an sechs der letzten sieben Tore unmittelbar beteiligt und diese Statistik sagt alles. Er ist auf Anhieb ein Eckpfeiler beim FCS geworden, bringt riesige Qualitäten mit und belohnt sich momentan für seinen Aufwand. Dazu spielt er gegen seinen letzten Arbeitgeber. Die linke Außenbahn fällt im Vergleich deutlich ab, auch wenn Vungudicia (auch ein ehemaliger Wiesbadener, theoretisch wäre ein "Wiesbadener-Mittelfeld" mit Shipnoski, Jänicke, Golley und Vunguidica möglich) in Köln ein solides Spiel gezeigt hat. Mit Deville kommt nun eine Option zurück, er könnte in die Mannschaft rücken oder man setzt tatsächlich wieder auf Mario Müller in der offensiveren Position. In Duisburg und Dresden hat es funktioniert und Müller hat auch als Linksverteidiger einen Drang nach vorne und kann die Rolle auch weiterhin spielen. Markus Mendler scheint momentan nicht die besten Karten für einen Einsatz von Beginn an zu haben.


Mögliche Aufstellung


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Ersatzbank


Ramon Castellucci (ETW)Jayson Breitenbach
Markus MendlerFanol Perdedaj
Kianz FroeseLukas Schleimer
Maurice Deville



Ersatztorwart Ramon Castellucci ist auf der Bank klar, auch Jayson Breitenbach und Lukas Schleimer sind als U23-Spieler neben Sverko/Shipnoski gesetzt. Bleiben vier Plätze für sechs ernsthafte Kandidaten. Köhl (trotz Einwechslung in Köln), Herr, Singer und Fejzullahu sind ohne große personelle Ausfälle mit äußerst geringen Chancen auf den Kader versehen. Dazu dürfte auch Christopher Schorch wieder aus dem Kader fallen. Froese und Perdedaj dürften normal ihren Platz im Kader sicher haben, der letzte Platz ist demnach durch Mendler, Vunguidica und Deville umkämpft.


Nicht im Kader


Minos Gourasindividuelles Training
Rasim BulicMuskelfaserriss
Sebastian Böselmuskuläre Probleme
Mergim Fejzullahunicht berücksichtigt
Teo Herrnicht berücksichtigt
Marius Köhlnicht berücksichtigt
Jonas Singernicht berücksichtigt
Christopher Schorchnicht berücksichtigt
José Pierre Vunguidica
nicht berücksichtigt

Kommentare 1

  • Die letzten Wochen gab es auf der PK meistens einen Ausfall der vorher nicht bekannt war..