Wie könnte Kaiserslautern spielen?

Unter Jeff Saibene spielte Lautern meistens in einem 4-2-3-1 oder 4-1-4-1-System mit einem fließenden Übergang. Gegen Lübeck begann man stattdessen in einem klassischen 4-4-2-Syste. Nach dem späten Sieg könnte die Marschrichtung auch am Sonntag wieder auf dem Programm stehen. Die Nummer 1 im Tor ist Avdo Spahic. Der 23-Jährige war im letzten Jahr die Nummer 2, war aber schon in Cottbus Stammtorwart in der 3.Liga. Sein Ersatz ist Matheo Raab (21).


Als rechter Außenverteidiger war Dominik Schad eingeplant. Er ist seit zwei Jahren gesetzt, verletzte sich gegen Ingolstadt jedoch schwer. Seither hat Philipp Hercher - an sich eher auf der linken Seite eingesetzt - alle Spieler über 90 Minuten gespielt. Ausnahme: Mittwoch gegen Lübeck kam Anil Gözütok, eigentlich Mittelfeldspieler, für ihn nach 57 Minuten. Hercher soll mehr Aktionen nach vorne zeigen als in den letzten Wochen. Einen zweiten etatmäßigen Rechtsverteidiger hat man auch nicht im Kader. Die linke Abwehrseite ist Gebiet von Adam Hlousek. Der Rückkehr ist ein erfahrener Spieler und hat bisher in allen Spielen über 90 Minuten gespielt. Der Tscheche geht gerne die Wege nach vorne und hat schon einige Torvorlagen auf seinem Konto.


Kevin Krauß ist in der Innenverteidigung gesetzt. Wie Hlousek hat er noch keine Spielminute bisher verpasst. Der 28-Jährige bildet mit Hlousek die erfahrene Achse in der Innenverteidigung und befindet sich in seiner dritten Spielzeit als absoluter Stammspieler. Zugleich ist er Ersatzkapitän der Mannschaft. Das Kopfballspiel des hoch gewachsenen Verteidigers ist Defensiv wie Offensiv wichtig. Zweiter Innenverteidiger ist normal Carlo Sickinger. Der 23-Jährige ist der Kapitän der Mannschaft, fehlte jedoch verletzungsbedingt in den letzten beiden Spielen. Er könnte am Sonntag in die Mannschaft zurückkehren. In beiden Spielen wurde er von Janik Bachmann, einem Sechser, vertreten. Mit Bachmann hat man dann sehr viel Größe in der Innenverteidigung. Die jungen Alternativen sind Leon Hotopp (20) und Jonas Schulz (21), beide Akteure spielen unter Saibene jedoch noch keine große Rolle. Auch Neuzugang Alexander Winkler ist nach Verletzung wieder eine Option. Er stand aber noch nicht wieder im Kader, womöglich dann am Sonntag? Und vielleicht gleich von Beginn an?


Tim Rieder ist die Stütze im defensiven Mittelfeld und hat bisher auch in jedem Spiel begonnen. Der 27-Jährige kennt die 3.Liga und ist ein Stück weit vergleichbar mit Manuel Zeitz beim FCS. Je nach System ist Hikmet Ciftci der zweite Sechser (wie zuletzt gegen Lübeck) oder einer der beiden Achter vor Rieder. Ciftci (22) kam im Winter aus Aue und hat sich direkt in die Mannschaft gespielt. Er ist der kreative Part, er hat eine gute Technik und Übersicht und holt sich gerne die Bälle tief ab. Er hat in den letzten fünf Spielen immer über 90 Minuten gespielt. Will man einen echten zweiten Sechser ist Janik Bachmann die Alternative. Auf der Acht könnte auch Mohamed Morabet eine Option sein, er hat vier Einsätze und kam zuletzt gegen Halle von der Bank. Anil Güzötok hat bisher kaum Chancen auf Einsätze auf dieser Position. Mit Nicolas Sessa fehlt dem FCK eine wichtige Option verletzungsbedingt, in dieser Saison konnte er quasi nicht eingreifen. Als zweiter Achter oder als echter Zehner agierte in den letzten Wochen Marlon Ritter. Der Neuzugang aus Paderborn hat Qualität und kann gemeinsam mit Ciftci ein Mittelfeld lenken. Gegen Lübeck kam er erst von der Bank.


Im linken Mittelfeld hat sich Kenny Redondo als Stammspieler etabliert. Der Neuzugang spielt in den letzten Woche immer über 90 Minuten und wird immer stärker. Mittlerweile ist er ein wichtiger Akteur für den FCK. Sein Ersatz dürfte Hendrik Zuck sein. Zuck ist auch eine der Optionen für die rechte Seite. Dort hat man keinen festen Stammspieler. Gegen Lübeck durfte Kleinsorge mal wieder auf der Position beginnen, zuvor waren es Zuck und Hanslik. Auch ein Marlon Ritter kann auf die Außenbahn gezogen werden. Insgesamt hat man das mit Ritter nur zu Saisonbeginn getan, Zuck wurde meist als Joker gesehen und auch Hanslik konnte sich in mehreren Spielen auf der rechten Seite nicht durchgängig durchsetzen. In Skarladitis fehlte zuletzt eine wichtige Option.


Im Angriff ist Marvin Pourie gesetzt. Die Leihgabe ist erfahren und hat schon seine Klasse in der 3.Liga bewiesen. Auch in dieser Saison liegt er schon wieder bei vier Saisontoren und war zeitweise die Lebensversicheurng der roten Teufel. Er kann entweder als einzelner Stürmer spielen und hat dahinter sein Mittelfeld mit Ciftci und Ritter oder aber er spielt wie zuletzt mit einem Sturmpartner. Er ist ein Spielertyp der dann auch aus dem Zentrum ausweichen kann. Elias Huth ist ne Option, er hat die Saison als Stammspieler begonnen und diesen Platz schnell wieder verloren. Er hat Qualität, er kann Tore schießen und köpfen. Doch er ist noch nicht in der letztjährigen Form in Zwickau. Eine Alternative ist Daniel Hanslik. Der 24-Jährige kam jedoch in der Saison mehr über die Außenbahn. Lucas Röser (26) spielt derweil momentan keine Rolle.



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