Wie könnte Ingolstadt spielen?

Die Nummer 1 im Tor ist Fabijan Buntic. Der 23-Jährige spielt seit 2016 für den FCI, wurde über die zweite Mannschaft aufgebaut und rückte nach dem Abstieg aus der 2.Liga 2018 zum neuen Stammtorwart auf. Diese Position hat er bis heute verteidigt. Er ist einer der Gründe für die starke Defensive der Ingolstädter. Robert Jendrusch als eingeplante Nummer 2 fehlt verletzungsbedingt, der junge Lukas Schellenberg nimmt seinen Platz ein.


Auf der rechten Abwehrseite ist Michael Heinloth beheimatet. Der 28-Jährige kam 2019 nach Ingolstadt und hat sich nach einem wechselreichen ersten Jahr festgespielt. In dieser Saison verpasste er erst eine Begegnung, ansonsten war er immer über 90 Minuten dabei. Die Alternative ist Björn Paulsen. Paulsen ist normal in dieser Saison (wie teilweise auch letzte Saison) in der Innenverteidigung gesetzt. Auch der Däne (29) bringt viel Erfahrung mit. Die letzten vier Spiele verpasste er verletzt. Ob er am Samstag zurückkehren kann ist offen. Definitiv fehlen wird auch Tobias Schröck nach einer Blinddarmoperation. Schröck ist normal der zweite Stammspieler in der Innenverteidigung neben Paulsen. Durch die Ausfälle hat sich zuletzt Nico Antonitsch in die Mannschaft gespielt. Er stand in sechs der letzten sieben Spiele in der Startelf. Gegen Lübeck und Rostock spielte in Thomas Keller ein gelernter Sechser als zweiter Innenverteidiger. Der 21-Jährige war über Wochen eine Stammkraft im defensiven Mittelfeld. Auch Jonatan Kotzke (30) ist eine Option, spielte seinerseits jedoch zuletzt eher im Mittelfeld.In Dominik Franke fehlte der Stammspieler auf der linken Abwehrseite in den letzten Wochen verletzungsbedingt. Auch die Back-Ups Peter Kurzweg (Kaspelverletzung) und Gordan Büch (Kniebeschwerden) standen in den letzten Wochen nicht zur Verfügung. Oral zog daraufhin den erfahrenen Marcel Gaus auf die linke Abwehrseite. Gaus hat über viele Jahre mehr links gespielt als im zentralen Mittelfeld und kennt die Position bestens. Mittlerweile ist Kurzweg wieder fit, stand gegen Rostock aber nicht im Kader.


Dreh- und Angelpunkt im Ingolstädter Mittelfeld ist Marc Stendera. Der 25-Jährige ehemalige Bundesligaspieler ist für diese Liga ein Ausnahmespieler. Nach einem Start mehr auf der Bank hat er sich mittlerweile fest gespielt. Im 4-1-4-1-System hat er meist auf der Acht gespielt, zuletzt gegen Lübeck und Rostock rückte er eher ins defensive Mittelfeld. Als Partner (in beiden Varianten) hat sich zuletzt Merlin Röhl in die Mannschaft gespielt. Röhl ist 18 Jahre, der Kapitän der A-Jugendmannschaft und stand die letzten vier Spiele in der Startelf. Gegen Rostock rückte er auf die Außenbahn. Solange Marcel Gaus als Linker Verteidiger spielt fehlt hier eine Option, Rico Preißinger fehlt verletzungsbedingt. Thomas Keller (zwei Mal in den letzten sechs Spielen), Jonathan Kotzke (zwei Mal in den letzten sechsten Spielen) und Rückkehrer Robin Krauße (eigentlich Stammspieler auf der Sechs) sind die Optionen und Krauße hat auch gegen Rostock schon wieder an der Seite von Stendera gespielt. Im 4-1-4-1-System ist auch Krauße auf der Sechs mit Röhl und Stendera dabei denkbar.


Auf einer der Außenbahnen (ab und an auch mal als hängende Spitze) ist Caniggia Elva gesetzt. Er spielt seit 2019 für Ingolstadt und war schon in der Vorsaison nahe dran am Stammspieler. In dieser Saison ihm dem 24-Jährigen dieser Schritt gelungen. Sofern nicht gesperrt kam er nur einmal von der Bank, ansonsten hat er alle Spiele von Beginn an bestritten. Zuletzt kam er über die rechte Außenbahn. Die linke Seite bespielte in den letzten drei Spielen vor Rostock Filip Bilbija. Mit seinen 20 Jahren gehört er zu den jüngeren Spielern und hat sich im Mai/Juni in die Mannschaft gespielt. In der aktuellen Saison hat er Phasen als Stammspieler und Phasen als Joker. Er ist ein sehr großer Spieler für die Außenbahn. Gegen Rostock rückte Röhl auf diese Seite und zeigte sich auch auf dieser Position als echte Alternative. Erste Alternative für eine der beiden Seiten ist Ilmari Niskanen. Der finnische Nationalspieler begann zuletzt gegen Lübeck (mit Elva im Zentrum). Maximilian Beister ist indes kein Stammspieler. Der 30-Jährige ehemalige Hamburger kam in vier der letzten fünf Spielen nur zu Kurzeinsätzen, hat zuletzt am vierten Spieltag von Beginn an gespielt und stand gegen Rostock nicht einmal im Kader. Eine Option als Joker ist auch der junge Jalen Hawkins (19). Thorsten Röcher fehlt verletzungsbedingt.


Zielspieler im Angriff ist der langgewachsene Stefan Kutschke. Der 32-Jährige spielt seit 2017 für Ingolstadt, verfügt über viel höherklassige Erfahrung und steht im Zentrum der Ingolstädter Offensive. Letzte Saison gelangen ihm 13 Treffer, in der aktuellen Spielzeit steht er bei fünf Toren und ist der beste Torschütze der Mannschaft. Ingolstadt spielt gerne lange Bälle auf ihn und hat dann Zeit aufzurücken. Eine Alternative als Joker ist Fatih Kaya und auch der im Sommer aus der U19 aufgerückte Butler hatte schon einige Kurzeinsätze. Erster Vertreter (bei einem 4-1-4-1-System) ist jedoch Dennis Ayensa. Der 23-Jährige wurde nach längerer Verletzung über einige Spieler immer lediglich eingewechselt. Ohne seine Verletzung wäre er wohl wie in der letzten Saison (14 Treffer) Stammspieler und Ingolstadt würde mit zwei Spitzen spielen. Die Systemumstellung hat man auch am Mittwoch getan und gegen Rostock mit beiden Akteuren begonnen. Ayensa ist extrem gefährlich und ein komplett anderer Spielertyp als Kutschke. Die Frage wird sein ob er schon die Power hat um erneut von Beginn an zu spielen.




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