Der große Jahresrückblick (Teil IV) - Husarenritte, Tabellenführer, Spektakel

Im September war der FCS mit vier Punkten aus zwei Spielen in die 3.Liga gestartet. Der Oktober begann ebenfalls mit einem Highlight: Im zweiten Heimspiel in Folge fegte man Halle mit 4:0 aus dem Stadion und begeisterte die 900 Zuschauer im Park, es war zugleich das letzte Spiel vor Zuschauern. Einen Doppelpack gab es von Rückkehrer Deville, dazu trafen Shipnoski und Mendler. Der FCS sprang für einen Spieltag an die Spitze.


Ein Spielausfall in Duisburg stürzte die Blauschwarzen wieder, doch die begeisterten weiter mit tollen und packenden Spielen. Im Heimspiel gegen die SpVgg Unterhaching drehte man das Spiel spät, Sebastian Jacob traf in der Nachspielzeit zum Siegtreffer. Einen echten Husarenritt lieferte man drei Tage später bei 1860 München. Die "Revanche" für die Relegation 2018 gelang durch einen 2:1-Auswärtssieg. Breitenbach und Jacob trafen. Zum Ende der englischen Woche gab es im Heimspiel gegen den starken Mitaufsteiger Verl dagegen eine späte Niederlage zu verzeichnen. Die zweite Saisonniederlage folgte eine Woche später. Beim KFC Uerdingen dominierte der FCS, verlor jedoch durch einen Treffer in der Nachspielzeit mit 0:1. Diese Rückschläge schüttelte man ohne Probleme ab. Das Nachholspiel beim MSV Duisburg gewann man mit 3:2. Lange Zeit sah man wie der sichere Siege aus, ließ die Gastgeber dann durch einen Doppelschlag zurück ins Spiel. In letzter Sekunde traf Jänicke zum Sieg. Der FCS war wieder Tabellenführer und verteidigte die Position auch im Heimspiel gegen Dynamo Dresden. Man geriet früh in Rückstand, bewies jedoch Moral und spielte beeindruckend gegen den TOP-Favoriten der Liga. Shipnoski erzielte mit dem Pausenpfiff den Ausgleich, Jacob traf in der Nachspielzeit zum verdienten Sieg. Der Höhepunkt des starken Starts gab es am zehnten Spieltag. Bei Viktoria Köln siegte der FCS mit 2:0 und war auch in diesem Spiel klar die bessere Mannschaft. Ein Eigentor brachte den FCS in Führung, Shipnoski erhöhte in Überzahl kurz nach der Pause. Es sollte der letzte Sieg des Jahres sein.


Die Malstätter verloren danach ihre defensive Stabilität. Los ging dies beim Heimspiel gegen Wiesbaden. In einem spektakulären Spiel reichten dem FCS drei eigene Treffer nicht, das Spiel endete 3:3. Jacob erzielte zwei sehenswerte Treffer. Bei Türkgücü München war der FCS über weite Strecken hoch überlegen, geriet jedoch zu leicht in Rückstand. Am Ende sorgte Mendler zumindest für den Ausgleich. Zum Ende dieses Woche kam es nach über 27 Jahren endlich wieder zu einem Pflichtduell gegen den FCK. Der FCS war deutlich schwächer als noch in den Spielen zuvor, trotzdem klar überlegen und hatte einiges Pech mit Schiedsrichterentscheidungen. Der Gegentreffer nach einer Stunde fiel wieder deutlich zu einfach und 20 Minuten lief man in Überzahl dem Rückstand hinterher. Maurice Deville erzielte zumindest noch den Ausgleich. Zufriedenstellend konnte das Ergebnis trotzdem kaum sein. Eine Woche später flogen dem FCS die Probleme in der Defensive zum ersten Mal richtig um die Ohren. Bei Waldhof Mannheim ging man noch in Führung und spielte eigentlich eine starke erste Hälfte. Individuelle Fehler ließen die Gastgeber das Spiel drehen und in Hälfte 2 lief nicht mehr viel. Durch ein 1:4 setzte es die höchste Saisonniederlage und den Verlust der Tabellenführung. Auch das folgende Heimspiel gegen den FC Bayern II. Wieder setzte es zwei Gegentreffer, da half auch der zwischenzeitliche Ausgleich von Jänicke nicht mehr viel. Im letzten Spiel des Jahres gegen Ingolstadt gipfelten die defensiven Probleme mit drei Gegentreffern nach 19 Minuten, die Mannschaft zeigte jedoch große Moral, spielte noch Remis und hätte die Begegnung gegen einen Aufstiegskandidaten noch gewinnen können.


Trotz der schwierigen letzten Phase und der allgemein schwierigen Situation im Jahr war es für den FCS das erfolgreichste Jahr seit langer Zeit. Der historische Halbfinaleinzug im DFB-Pokal überstrahlt in diesem Jahr alles und kann als ein modernes Fußballmärchen in die Geschichte eingehen. Die Mannschaft hat etwas unfassbares geschafft. Für den Verein wichtiger war der Aufstieg in die 3.Liga. Anders als erhofft (mit einer großen Aufstiegsparty) in Homburg) war die Rückkehr in die Drittklassigkeit ungemein wichtig und nach sechs Jahren in der Regionalliga mit vielen Rückschlägen und zwei verlorenen Aufstiegsduellen auch hochverdient. Die neue Liga rockte die Mannschaft dann über weite Phasen mit tollen Spielen, starken Auftritten und vielen Siegen. 26 Punkte aus 16 Spielen sind ein ungemein guter Wert und als Aufsteiger auf dem vierten Platz liegend in die Winterpause zu gehen spricht für sich.